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Die Netzwerkerinnen von Freital

Viele Projekte in Freital werden vom „Koordinationsbüro für Soziale Arbeit“ betreut und unterstützt
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Simone Lehmann (li.) und Jutta Kaiser (re.) mit den neuen Flyern für den Hainsberger Rundweg vor der Freitaler Karte. Sie haben alle Ortsteile im Blick.          Foto: Wo

Simone Lehmann (li.) und Jutta Kaiser (re.) mit den neuen Flyern für den Hainsberger Rundweg vor der Freitaler Karte. Sie haben alle Ortsteile im Blick. Foto: Wo

Soziale Projekte gibt es in vielen Städten. In Freital wurde mit „Freital.Net/z“ aber ein etwas anderer Weg beschritten, als in anderen Städten. Denn häufig laufen die Koordinierungsfäden  in der Kommune bei städtischen Angestellten zusammen.  In Freital läuft die Sache anders. Hier wurde 2011 das Koordinierungsbüro für soziale Arbeit  von der Stadt und vom Landkreis mit der Leitung des  Projektes „Freital.Net/z- Gemeinwesenorientierte Sozialarbeit“ beauftragt. Träger des Projektes ist der Kinder- und Jugendhilfeverbund Freital e.V. Seit zwei Jahren haben  Chefin  Simone Lehmann und ihre beiden Mitstreiterinnen  Jutta Kaiser und  Dietja Lumpe ihre Büroräume auf der  Dresdner Straße 90 bezogen.  „Wir erfinden Vereine nicht neu. Die Netzwerkpartner, ob Verein oder Initiative, sind schon lange aktiv. Wir versuchen sie nur zusammenzubringen, denn nur so lassen sich größere Projekte  angehen“, erklärt Simone Lehmann. Auch vorhandene Ressourcen könnten so besser gebündelt werden. Und das passiert stadtteilweise. In den Akteursrunden, die mehrmals im Jahr stattfinden,  kommen Vertreter von Vereinen, Jugendclubs, Kirchen etc . aber auch einfach interessierte Bürger zusammen.Damit das alles beherrschbar bleibt, sind die einzelnen Stadtteile aufgeteilt. Jutta Kaiser betreut Hainsberg, Potschappel und Niederhäslich. Und  Dietja Lumpe vor allem Deuben und Zauckerode. „In den Akteursrunden geht es natürlich um den Austausch untereinander, aber eine Quatschrunde ist das nicht. Wir haben in den Ortsteilen  mittlerweile schon  ganz umfangreiche Projekte“, erläutert Jutta Kaiser. So entstand in Hainsberg ein neuer Flyer und die öffentliche Ausschilderung  des Rundwanderweges „Hainsberg mit allen Sinnen“. Zwei Jahre wurde mit einer Arbeitsgruppe zusammen mit dem Sachsenfort und der Stadt an dem Projekt gearbeitet. Im Frühjahr 2015 war offizielle Eröffnung. „Ganz fertig sein wird das Projekt nie, denn  die Ausschildeurng muss vervollkommnet und der Weg samt Schilder gepflegt werden. da haben wir noch viel zu tun“, weiß Jutta kaiser.  So sollen auch Schulen angesprochen werden, dass  diese Möglichkeit im Unterricht genutzt werden kann, immerhin sind alle Punkte mit QR-Code  ausgestattet. Auf jeden Fall würde so ein erfolgreiches Projekt die Akteure motivieren. Ein Volltreffer in Deuben war auch  das Deubener Schaufenster, wo Künstler die Möglichkeit haben, in leeren Schaufenstern ihre Kunstwerke auszustellen. „Das wurde so gut angenommen, dass  sich  mehr Interessenten meldeten, als erwartet.  Wir tun damit etwas gegen Leerstand  u7nd bieten ein künstlerisches Podium“, so Simone Lehmann.  Kunst scheint in Deuben auf besonders fruchtbaren Boden zu fallen, denn die dortige Akteursrunde hatte im Sommer zum 6. Mal „Kunst im Hof“ organisiert. Rund um die Christuskirche entsteht da eine Art „Bunte Republik“ im Kleinen und das alles ohne Kommerz. „Angekocht“ haben die  drei „Netztwerkerinnen“  noch eine ganze Reihe von Projekten – z.B. das Projekt Bikerpark in Zauckerode oder der Imagefilm für Potschappel. In den nächsten Wochen dreht sich aber wieder alles um Weihnachten. Denn auch 2016 wird es den Potschappler und Deubener Advent wieder geben. In Deuben wird der Advent  zusammen mit dem Weißeritzgymnasium zum Weihnachtssingen in der Kirche organisiert. Potschappel ist da noch eine Nummer größer. „Was 2005 mal ganz klein anfing, ist heute ein richtiges Fest gworden, wo wir pro Tag um die 800 Gäste begrüßen können“, ist Simone Lehmann stolz. Am 3./4. Dezember  wird sich die Halle der FSG wieder in ein Weihnachtsparadies verwandeln.  An die 25 Stände gibt es, dazu ein Bühnenprogramm, das von Schulen und Vereinen gestaltet wird und viele Kreativangebote.    „Alles wird  über Spenden und mit Sponsoren finanziert. Da sind manchmal schon ganz schöne Klimmzüge nötig. Der Erfolg der Veranstaltung ist für alle    Beteiligten aber jedes Jahr neuer Ansporn“, so Jutta Kaiser. Dieses Engagement der vielen Freiwilligen in Freital weiß auch der OB zu schätzen. Deshalb lädt er die Akteure am 29. November wieder zur Ehrenamtswürdigung ein. Da liegen die Akteure für den Potschappler Advent gerade in den „letzten Zügen“.           Carmen Wolodtschenko