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Taddeus Punkt: Ansturm auf Ausstellung

Pirna. Die Eröffnung der Ausstellung über Heinz Fülfe (Taddeus Punkt) im Stadtmuseum Pirna war so gut besucht, dass nicht jeder einen Sitzplatz bekam.

Die Stühle für die Gäste reichten bei weitem nicht, als „Taddeus Punkt“-Junior Andreas Fülfe die Schau zum 100. Geburtstag seines Vaters Heinz Fülfe im Kapitelsaal des Museums eröffnete. Die Leute standen in mehreren Reihen hinter denen, die einen Sitzplatz ergattert hatten und saßen auf der Treppe zu den Ausstellungsräumen – so enorm war der Ansturm auf bei der Vernissage zur Sonderausstellung „ Heinz Fülfe – Zwischen Märchenwald und Staffelei “. Vor allem Leute, die mit den Figuren des Sandmännchens groß geworden sind, saßen im Publikum.

Nach einem Grußwort von Christian Schmidt-Doll, Geschäftsführer der Kultur- und Tourismusgesellschaft Pirna mbH Pirna (KTP), die u.a. das Stadtmuseum betreibt, kamen Wegbegleiter ins Plaudern. So die fast 100-jährige Käte Kleber aus Pirna. Sie hatte früher mit Heinz Fülfe gezeichnet und gemalt. 

Gerhard-Albert Jahn, Jahrgang 1937, aus Chemnitz brachte die Gäste immer wieder zum Schmunzeln. Als einer von vielen Wegbegleitern von Heinz Fülfe war er mit ihm auf großen Kinderveranstaltungen in Kulturhäusern und auf Festen aufgetreten und wusste manch amüsante Begebenheit mit „Taddeus Punkt“ zu erzählen. Er hatte sogar eine alte Postkarte mitgebracht, die ihm Fülfe einst geschrieben und geschickt hatte und lass einige Zeilen vor. Gerhard-Albert Jahn hat sieben Berufe, studierte zweimal, schrieb Bücher, konzipiert Ausstellungen, forscht - und zaubert. Er ist Universalgelehrter, der sich mit einer Vielzahl von Themen sehr fundiert auseinandersetzt. Er war im DDR-Fernsehen kein Unbekannter. Im Tele-Lotto (sonntags ab 19 Uhr) trat er immer dann als Zauberquax auf den Plan, wenn die Zwölf aus 35 Zahlen gezogen wurde, und zeigte eines seiner Kunststücke. Mit einem verblüffte er dann später auch in der Ausstellung.

Andreas Fülfe, der Sohn von Taddeus Punkt“, hatte noch Autorin und Puppenspielerin Barbara Augustin aus Berlin eingeladen. Die knapp 80-Jährige leiht nach wie vor Schnatterinchen, dem Hasen Hoppel und Bär Mischka ihre Stimme, wenn der Show-Express in Könnern aus Sachsen-Anhalt mit Pittiplatsch auf Tournee ist. Sie freute sich mal wieder in der Sächsischen Schweiz zu sein. Nach der Flucht aus Schlesien 1945 lebte sie mit ihrer Familie kurzzeitig in Sebnitz, wohin sie vertrieben worden war. Barbara Augustin lernte zunächst Bibliothekarin, bevor sie ab 1963 freischaffende Autorin wurde. Sie durfte bei Heinz Fülfe „vorsprechen“ und arbeitete fortan für das Kinderfernsehen und verfasst(e) auch Puppen- und Hörspiele. Sie hatte spontan ihre Puppen Hase Hoppel und Maulwurf mitgebracht und zeigt sie nun auch in der Sonderausstellung. 

 

 

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Kaktus ist Pirnas schönstes Faschingskostüm

Pirna. Dieser fesche, stachlige Kaktus ist Pirnas schönstes Faschingskostüm - das machte selbst Bobpilot Francesco Friedrich sprachlos: An Marianne Thiel (61) aus Pirna-Copitz kommt eben wirklich niemand vorbei. Wenn es zum Fasching um kreative Ideen geht, sich zu verkleiden, lässt sie andere mit ihren Einfällen immer wieder blass aussehen und bietet was Extravagantes fürs ins Auge. Beim Faschingstanz am Rosenmontag im Copitzer Brauhaus "Zum Gießer" stach die Köchin vom Katholischen Kinderhaus erneut aus dem feierlustigen Faschingsgängern hervor. Brauhaus-Chefin Sigrid Schmees (82) körnte die dafür - zum wiederholten Male. Marianne Thiel fällt zu jedem Fasching etwas Neues ein - nichts von der Stange, alles selbst gemacht und jedes Mal ein Unikat. "Zum Karneval ein brauche ich einfach ein eigenes Kostüm", sagt sie. Der Kaktus entstand innerhalb von 14 Tagen, erzählt sie. Wie immer hat sie alles selber zusammengeschneidert. Und die Ideen dafür scheinen ihr nicht auszugehen. Diesmal staunte nicht nur das Publikum, sondern insbesondere Bob-Olympia-Sieger und -Weltmeister Francesco Friedrich (29). Auf seiner Stippvisite im Brauhaus gratulierte sie ihm zum sechsten WM-Titel im Zweierbob und er ihr zum besten Kostüm. Friedrich hatte sich zum Rosenmontagstanz von Brauhaus-Chef und Sponsor Dieter Schmees (84) sowie Kreissportbund-Geschäftsführer Dietmar Wagner (63) nicht lange betteln lassen. Kurz bei seiner Familie zuhause schaute er für wenige Minuten bei dem bunten Treiben vorbei und stand auch für ein Selfie mit Marianne zur Verfügung. Genauso Francesco Friedrich als Bob-Dominator verblüfft, läuft mittlerweile Marianne Thiel im Rennen um das beste Kostüm allen den Rang ab. "Ich gehe mindestens schon zehn Jahre am Rosenmontag zum Faschingstanz ins Brauhaus." Immer wieder versetzt sie ins Staunen. "Das ist mir beinahe schon selbst peinlich, aber es macht Spaß." Im Vorjahr kam sie als mit Christschmuck behangener Weihnachtsbaum. Davor zeigte sie sich schon als Lego-Baustein, als Hohnsteiner Kasper oder Micky Maus - gemeinsam mit ihrem Mann Rudi (63) "Max und Moritz", sowie Igel-Ehepaar sowie Kartoffeln. "Ich habe schon einen guten Einfall für nächstes Jahr..." Die beiden Thieles hatte zum ersten Mal ganz spontan ihr Sohn Andreas Thiel beim Rosenmontagsfasching begleitet. Der 33-jährige Tischler und Bauhofmitarbeiter aus Copitz mimte Ilka Bessins Kunstfigur Cindy aus Marzahn. Von der Statur her, der pinkfarbenen Kleidung saß auch die Frisur (Perücke) perfekt. Gastwirtin Sigrid Schmees prämierte ihn (Andreas Thiel) mit dem zweiten Preis. Einen Sonderpreis gab es für Mandy Rätsch (34) aus Pirna-Südvorstadt. Sie überzeugte mit ihrem "Sexappeal" als Meerjungfrau. Einen tollen Rosenmontagstanz erlebte das Copitzer Brauhaus "Zum Gießer". Als das wohl einzige Lokal weit und breit herrschte am Rosenmontag im Restaurant ein Faschingstreiben, wie es eigentlich nur in den Karnevalshochburgen des Rheinlandes üblich ist. Die Gäste werden von Diskjockey Mario Eichler unterhalten. Für tänzerische Überraschungen sorgten die "Stolpener Basalt-Tänzerinnen", die bei zwei Shows bejubelt worden. Daniel Förster Dieser fesche, stachlige Kaktus ist Pirnas schönstes Faschingskostüm - das machte selbst Bobpilot Francesco Friedrich sprachlos: An Marianne Thiel (61) aus Pirna-Copitz kommt eben wirklich niemand vorbei. Wenn es zum Fasching um kreative Ideen geht,…

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Karneval in Bad Schandau

Bad Schandau. In der 65. Faschingssaison vom Karnevalsclub Bad Schandau hat die neue Generation das Zepter in Sachen Prinzenpaar übernommen. Wie die Zeit vergeht: Vor 15 Jahren – zum 50. Jubiläum - regierte Bad Schandaus Dachdeckermeister Maik Bredner (Inhaber und Geschäftsführer der Dachdeckerfirma Bredner GmbH, gegründet 1871) den Hofstaat und das närrische Volk in der fünften Jahreszeit - an seiner Seite damals wie heute Ehefrau Berit. Maik I. (mittlerweile 51) und Berit I. (mittlerweile 52) und die Karnevalisten feierten unter dem Motto: „50 Jahre Karneval mit Frohsinn, ohne Rast, kommt alle zur Revue in den neuen Sportpalast“. Anfang Februar 2005, vor 15 Jahren, wurde nach einem halben Jahr Umbau gerade der Saal der Kulturstätte „Am Stadtpark“ fertig gestellt und zum Fasching neu eingeweiht. 2011 war mit Tochter Sarah (32) wieder jemand aus der Unternehmer-Familie Bredner Teil des Prinzenpaares. Prinzessin Sarah begleitete Maik II. als Oberhaupt der Narren im Karneval.  In diesem Jahr ist Paul, der Sohn von Berit und Maik der Karnevalsprinz. Der 25-Jährige arbeitet im elterlichen Betrieb und hat 2018 seinen Meister im Dachdeckerberuf gemacht. Erst im vergangenen Juli hat er seine Justine (28) geheiratet. Peu à peu übernimmt nun auch Aufgaben in der Geschäftsführung. Denn perspektivisch soll er die elterliche Firma in nächster Generation weiterführen. Was künftige närrische Hoheiten der Familie im Karneval betrifft, können die Eltern nunmehr nur noch auf die Enkel zählen… Daniel FörsterIn der 65. Faschingssaison vom Karnevalsclub Bad Schandau hat die neue Generation das Zepter in Sachen Prinzenpaar übernommen. Wie die Zeit vergeht: Vor 15 Jahren – zum 50. Jubiläum - regierte Bad Schandaus Dachdeckermeister Maik Bredner (Inhaber und…

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