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Schwibbögen geben Hoffnung

Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Ein junger Erzgebirger hatte vor ein paar Tagen die Idee, die Leute zu ermutigen, ihre Schwibbögen wieder aufzustellen. Diese Lichter sollen nun Hoffnung und Trost spenden.

Am 21. März, als die Corona-Krise sich weiter verschärfte, hatte Mark Schmidt aus Schlettau im Erzgebirge eine Idee. Er schrieb auf Facebook: »Liebe Erzgebirger, lasst uns unsere Schwibbögen wieder in die Fenster stellen und von 21 bis 23 Uhr leuchten. Es ist Zeit, Zuversicht an den Nachbarn, in die Region, Deutschland und die Welt zu senden. Lasst das Erzgebirge leuchten.«

Große Resonanz

Die Resonanz darauf war riesig. Innerhalb kürzester Zeit posteten nicht nur Erzgebirger, sondern Leute aus der gesamten Republik ihre leuchtenden Schwibbögen auf seiner Seite. Bis heute wurde der Beitrag über 5.200 Mal geteilt und über 820 Mal kommentiert. Unter dem Hashtag #ofnBudenNauf wird weiter diskutiert, geteilt und selbst auf den Dachboden gestiegen, um die Weihnachtsdeko wieder in die Wohnung zu holen.

Auch Fernsehen und Presse haben schon über die Aktion berichtet. Ebenso wurde die Kampagne des Freistaates »So geht sächsisch« auf die Idee aufmerksam und rief unter dem Motto »Wir schalten das Licht an für Solidarität und Zuversicht« dazu auf, Fotos von Schwibbögen, Herrnhuter Sternen oder Kerzen miteinander zu teilen.

Lichter im Landkreis

Im Landkreis haben auch schon Einige begonnen, ihre Schwibbögen wieder zum Leuchten zu bringen. Besonders in den osterzgebirgischen Orten und Städten des Landkreises, wie Dippoldiswalde, Schmiedeberg, Klingenberg und Hartmannsdorf-Reichenau sind vereinzelt Adventsbeleuchtungen an den Fenstern von Privathaushalten zu sehen.

So auch bei Anne-Mary Müller aus Altenberg: »Ich finde die Aktion sehr passend, da sie ja auch die Bedeutung der Schwibbögen im Erzgebirge widerspiegelt, sie bringen Licht und Wärme ins Dunkle und das ist in der momentanen Situation passend. Ich denke, man sollte allen damit zeigen, dass es ein Licht am Horizont gibt, es immer Hoffnung gibt und man es als Gemeinschaft schaffen kann, egal ob krank oder gesund.« Ansonsten gehört sie im Ort zu den eher Wenigen, die bisher einen Schwibbogen aufgestellt haben.

Kommunen

Licht war immer schon in einer Bergbaustadt wie Altenberg das Symbol der Hoffnung, was die Stadtverwaltung bereits am 24. März ermutigte, dort wieder Schwibbögen zum Leuchten zu bringen. »In Tagen von Corona wollen auch wir mit dem Zeichen des Lichtes signalisieren, dass wir nicht wie zum Weihnachtsfest die Dunkelheit besiegen, sondern dazu aufmuntern wollen, dass alle miteinander füreinander da sind, um die Ausbreitung dieses Virus einzudämmen und dieses letztendlich zu besiegen«, heißt es von Anja Wackwitz, Sekretärin des Altenberger Bürgermeisters. Sie betonte zudem, dass man etwas der Trostlosigkeit leerer Straßen und deren möglichen psychischen Folgen entgegensetzen möchte.

Obwohl die meisten Kommunen selbst keine Schwibbögen oder dergleichen aufgestellt haben, sehen viele Bürgermeister diese Aktion als ein »gutes Zeichen der Verbundenheit und der gegenseitigen Stärkung in diesen Zeiten,« so Torsten Schreckenbach, Bürgermeister von Klingenberg.

Vielleicht fühlen sich jetzt noch mehr Leute angesprochen und holen ihre leuchtenden Hoffnungsspender wieder vom »Budn«.

Hashtag: #ofnBudenNauf

Roberto Rink

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