Roberto Rink

Ölgemälde zum Jubiläum

Pirna. Zum 30. Geburtstag des Nationalparks Sächsische Schweiz schenkt die Volksbank dem StadtMuseum Pirna ein repräsentatives Ölgemälde.

In diesem Jahr begeht der Nationalpark Sächsische Schweiz sein dreißigjähriges Jubiläum. Dies sah die Volksbank Pirna als Anlass, ein Gemälde des Liliensteins an die Stadt Pirna zu stiften. Das Motiv mit dem markanten Tafelberg ist dabei bewusst ausgewählt worden, dient der Lilienstein doch als Symbol des Nationalparks und Landschaftsschutzgebietes Sächsische Schweiz, was auch stilisiert im Logo aufgegriffen worden ist.

Lilienstein als Symbol

Am 1. Oktober 1990 ist der Nationalpark Sächsische Schweiz durch das Nationalparkprogramm der letzten DDR-Volkskammer gegründet worden. Der 416 Meter hohe Tafelberg, welcher so markant und aus jedem Blickwinkel völlig unterschiedlich wirkt, steht dabei für die einzigartige Schönheit des Elbsandsteingebirges.

Klaus Brähmig (CDU), ehemaliger Bundestagsabgeordneter und selbst Sammler von Landschaftsmalerei seiner geliebten Heimat initiierte den Ankauf des Kunstwerkes. Er regt zudem an, dass die Stadt Pirna einen angemessenen Etat für regelmäßige Restaurierungen der Sammlungsgüter zur Verfügung stellen sollte: »Es braucht ein Bekenntnis zu diesen Schätzen«.

Die Volksbank Pirna als regional verwurzelte Bank war schnell und zum wiederholten Mal zur Stelle, als es um den Erhalt von Natur- und Kulturgütern ihrer Region ging. Für den Vollzug der Schenkung des über das Dresdner Auktionshaus Schmidt erworbenen Gemäldes braucht es allerdings noch einen Stadtratsbeschluss.

Droop als Künstler

Das Ölgemälde »Sächsische Schweiz - Blick auf den Lilienstein in der Abendsonne« stammt von Maler Hermann Theodor Droop (1879-1957), der es 1941 schuf. Der in Emden geborene Künstler studierte an der Kunstakademie Dresden. Die Aufarbeitung des Werkes erfolgte durch die Diplomrestauratorin Stefanie Matthes. Sie reinigte das Bild und reparierte den Rahmen, bei dem sie unter anderem die Gehrungsfugen verschloss. Da das Gemälde grob mit Nägeln im Zierrahmen fixiert worden war, haben sich Dehnungsrisse gebildet Durch die neue Befestigung  wird das Bild nun deutlich geringeren Spannungen ausgesetzt.

Depot als Schatzkammer

Der Aufbewahrungsort des Gemäldes ist das Depot des Stadtmuseums. Dieses kann zurecht als »Schatzkammer von Pirna und der Region« bezeichnet werden, denn es werden hier wertvolle Sammlungsstücke unserer Heimat archivgerecht verwahrt. Christian Schmidt-Doll, Geschäftsführer der Kultur- und Tourismusgesellschaft mbH, spricht von einem »wichtigen Impuls, der in dieser schwierigen Zeit von diesem Geschenk ausgeht«.

René Misterek, Leiter des StadtMuseums Pirna, ist zuversichtlich, dass das Ölgemälde spätestens im nächsten Jahr der Öffentlichkeit gezeigt werden kann. Dies wird wohl im Rahmen einer Landschaftsausstellung geschehen. Das Sammlungsgut zur Sächsischen Schweiz stellt einen Hauptbestandteil des StadtMuseums dar, welches auch als ein Regionalmuseum für die Umgebung anzusehen ist. »Ein Kunstwerk von Hermann Theodor Droop fehlte bisher noch in unserer Sammlung«, betont Misterek.

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