gb

Freital ist im Radball-Fieber

Freital. Um erfolgreich Radball zu spielen, braucht es Kraft, Ausdauer und Geschicklichkeit. Die Spieler des Radsportvereins Freital e.V. beweisen, dass sie all diese Voraussetzungen perfekt gemeistert haben.

Seit ihrem zwölften Lebensjahr sind Günter Krause (65) und Harald Hanak (73) mit diesem Sport verbunden. Beide sind lizenzierte Trainer und Schiedsrichter. Günter Krause begann in Hartha mit dem Radball und spielte Kreis- und Bezirksklasse.

In Freital wird Radsport seit 1904 betrieben. Anfangs gab es Straßenradfahren, Radpolo, Radkunstfahren, Radwandern sowie Radball. Nach 1990 ist nur noch Radball übrig geblieben. Harald Hanak schaffte mit seinem Freitaler Team zwischen 1964 und 1974 mehrfach den Aufstieg in die DDR-Oberliga. Noch heute sind beide mit Leidenschaft ihrem Sport treu geblieben und versuchen den Nachwuchs dafür zu begeistern.

Wie funktioniert Radball?

Gespielt wird auf einem 11x14 Meter großen Feld zwei gegen zwei. Es gibt einen Torwart und einen Feldspieler, wobei die Positionen während des Spiels beliebig getauscht werden können.

Wer mit dem Sport neu beginnt, lernt zunächst Fahrradfahren, denn dieses Fahrrad unterscheidet sich wesentlich von einem verkehrstauglichen Straßenmodell. Der Sitz ist nach hinten verlegt und sollte während des Spiels nur wenig genutzt werden. Das Besondere ist außerdem der Rücktritt. Benutzt man diesen, dann fährt man auch tatsächlich rückwärts. »Wer zu uns kommt, sollte schon Fahrradfahren können«, so Günter Krause. »Wer Erfahrungen beim Mountainbike fahren mitbringt, hat Vorteile, da ihm das Fahren im Stehen leichter fällt.«

Ein Spiel dauert bei den Jugendlichen zweimal fünf Minuten mit zwei Minuten Pause, bei den Erwachsenen zweimal sieben Minuten. Diesen Sport können Mädchen und Jungs ausüben. Bis zur U17 spielen sie in gemischten Teams.

Mit Leidenschaft dabei

Dustin Böhm sah in der ersten Klasse erstmals, wie Radball funktioniert und war begeistert. Mit zehn Jahren begann er unter Anleitung der erfahrenen Trainer mit diesem Sport. »Ein bis anderthalb Jahre braucht man, um richtig spielen zu können«, erzählt der 15-Jährige. »Doch unsere Trainer motivieren uns, dran zu bleiben und es weiter zu versuchen.«

Durch ihn kam auch sein Freund Sascha Mierzwa (16) zum Radball. Gemeinsam mit Oliver Mayfarth (15) bilden sie das Freitaler Team der U17.

Radball erleben

Die Männer sowie die U17 spielen derzeit mit je einem Team in der Bezirksliga. Jeden Mittwoch und Freitag trainieren sie in der Turnhalle an der Turnerstraße 14 – der Nachwuchs von 18 bis 19.30 Uhr, die Erwachsenen danach. Wer neugierig geworden ist, kann zum Schnuppertraining vorbeikommen.

Am 7. März ist der RSV Freital von 9 bis 14 Uhr Gastgeber des zweiten Spieltages der Bezirksliga U17 (Turnhalle, Turnerstraße 14).

Eine weitere Gelegenheit, Radball zu erleben, ist beim 30. Windbergpokal der Erwachsenen des RSV Freital am 15. August. Bei beiden Turnieren sind Zuschauer herzlich willkommen.

Mehr Infos: www.rsv-freital.de 

Claudia Trache

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.