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Ein Traum wird Wirklichkeit

Pirna.  Evangelisches Schulzentrum mit 600 Schülern geht in Pirna an den Start

Für die 600 Schüler im Ev. Schulzentrum Pirna wird der erste Schultag im neuen Schuljahr dieses Mal ein ganz besonderer. Denn sie nehmen ihr neues Schulgebäude in Besitz.

Der Weg bis zu diesem neuen Schulkomplex in den ehemaligen Roten Kasernen auf der Rottwerndorfer Straße war lang. Schon 2009 platzte das alte Schulgebäude für die Grund-und Mittelschule aus allen Nähten. Die Stadt suchte zusammen mit dem Schulverein nach Lösungen. Zwischenlösungen wie die Nutzung des Gebäudes in der Nicolaistraße waren nötig, ehe dann endlich klar war, das Schulzentrum zieht in den Roten Kasernen. Dabei hätte im Jahr 2000, als der ev. Schulverein die Grundschule eröffnete, kaum einer an diese Entwicklung für möglich gehalten.

2007 kam die Mittelschule dazu. Im Schuljahr 2013/14 absolvierte schon der zweite Jahrgang den Realschulabschluss und 2014/15 startete erstmals eine 11. Klasse am Beruflichen Gymnasium. Da führte kein Weg mehr am Neubau vorbei. Ende 2015 wurde der Kaufvertrag für die Roten Kasernen  vom Schulverein unterschrieben. Damit konnte dieses ehrgeizige Vorhaben beginnen. „Es war ein langer und nicht einfacher Weg. Aber schließlich haben auch die Banken uns das Projekt zugetraut, in das über elf Millionen Euro investiert werden“, war Klaus Kaden, der seit 2016, wie schon zur Gründung, Vorsitzender des Ev. Schulvereins ist, optimistisch, als der Schulverein Anfang 2017 zu einem Baustellenempfang einlud, wo man in der Tat noch viel Phantasie brauchte, um sich das künftige Schulgebäude vorzustellen. Der Traum ist nun Wirklichkeit geworden.

In dem Gebäudekomplex sind mit Beginn des neuen Schuljahres die Grundschule, Mittelschule und das Berufliche Gymnasium untergebracht. Dazu kommt ein Hort, wo bis zu 190 Kinder betreut werden können. Der Schulneubau kostete rund 11,5 Millionen Euro und wurde mit Hilfe des Vereins, der Eltern, Sponsoren und  Krediten finanziert. Eine staatliche Förderung gab es dafür nicht. „Wo früher einst Soldaten exerzierten, werden  junge Menschen lernen. Ich wünsche mir, dass von diesem  Ort Segen, Gestaltungskraft, Herzensbildung und ansteckende Lebensfreude ausgehen“, so Klaus Kaden. Am 24. August wird die Einweihung der Schule mit einem großen Schulfest gefeiert.  (caw)

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