André Schramm

Meißen: Amateur-Horror feiert Kino-Premiere

Käbschütztal. Hobby-Filmemacher Stefan Peschmann aus Käbschütztal zeigt kommenden Freitag seinen neusten Horrorfilm in Meißen. Für "Phonomanie" erfand der 39-Jährige sogar ein neues Filmgenre.

Stefan Peschmann aus Pröda, einem kleinen Ortsteil der Gemeinde Käbschütztal bei Meißen, ist schon aufgeregt. Am 8. November, 22.30 Uhr, feiert sein neustes Werk im Filmpalast Meißen Premiere. Gut 90 Karten sind schon verkauft, Platz ist für rund 150. Drei Jahre Arbeit stecken in seinem Amateurfilm. Titel: "Phonomanie".

"Phonomanie ist das zwanghafte Verlangen, jemanden umzubringen", erklärt der Hobby-Filmemacher. Der Trailer lässt bereits erahnen, in welche Richtung es geht. Ein maskierter Mann tötet in einer Wohnung alle Anwesenden auf grausamste Weise. Eine Gruppe Jugendlicher stellt fest, dass dieser Vorfall wohl nicht der Einzige war und beginnt mit Nachforschungen. Ein brutaler Horrortrip beginnt.

Peschmann hat das Genre "Stealth Slasher" getauft, eine Kategorie, die es bis dato noch nicht gab. "Ich bin Fan von Stealth-Games, also Anschleichspielen, wie z.B. Assassins Creed oder Hitman. In Phonomanie geht es auch um einen Killer, der nicht planlos Menschen umbringt, sondern mit Taktik, lautlos und effizient", erzählt Stefan Peschmann, der hauptberuflich als Presser arbeitet. "Slasher" (Horror-Subgenre) kommt aus dem Englischen und heißt "Schlitzer".

Leinwandpremiere feierte er schon 2016 mit "Lock the Doors". Der Horrorfilm stieß damals auf geteiltes Echo bei den Premierengästen. "In Sachen Produktionsaufwand, Qualität und Budget haben wir nun eine ordentliche Schippe draufgelegt", meint der Urheber. Rund 15.000 Euro flossen in die Produktion. Gedreht wurde in Meißen, Käbschütztal, Riesa, Dresden und Chemnitz. Die rund 30 Darsteller sind allesamt Laien. Für den Soundtrack konnte ein Komponist und der US-amerikanischer Rap Star „Sicktanick" verpflichtet werden.

Die ersten Kritiken aus der Szene seien allesamt positiv gewesen, sagt der Regisseur, der auch als Drehbuchautor, Kameramann, Produzent und Cutter in der aktuellen Produktion fungierte.

Eintritt: 6 Euro (Abendkasse: 8 Euro).

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Schulsporthallen bleiben geschlossen

Senftenberg. Die Stadt Senftenberg musste sich entscheiden, die Schulsporthallen und schulischen Außensportanlagen vor Beginn der Schulferien am 24. Juni nicht wieder für die Vereinsnutzung zu öffnen. Darüber informierten Bürgermeister Andreas Fredrich und Amtsleiter Falk Peschel am Mittwoch im Ausschuss Soziales Bildung, Kultur und Sport. Hintergrund dieser Entscheidung ist der Umstand, dass für die Nutzung der insgesamt sechs Schulsporthallen durch die Stadt Reinigungs- und Hygienekonzepte festgeschrieben werden müssten, für deren Umsetzung die Stadt in der Verantwortung steht. Vor jedem Nutzerwechsel müssten demzufolge die Hallen gereinigt werden, unabhängig davon, wie lange dort Sport getrieben wurde, also auch nach einer Nutzung von beispielsweise nur einer Stunde. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt wären in der Pflicht dies zu überwachen. Aufgrund der Nutzungszeiten bis zum Teil 22 Uhr kann dies nicht gewährleistet werden. Zudem wäre ohnehin nur die Ausübung so genannter kontaktloser Sportarten zulässig, beispielsweise Tischtennis. Darüber hinaus würden die Schulsporthallen mit Beginn der Schulferien am 24. Juni ohnehin wieder geschlossen. Es handelt sich also lediglich um einen Zeitraum von dreieinhalb Wochen, in dem die Schulsportanlagen durch Dritte genutzt werden könnten. Laut einer neuen Fassung der Verordnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie wäre die Nutzung durch Dritte beziehungsweise durch Vereine theoretisch wieder möglich. Die Stadt Senftenberg hofft vor diesem Hintergrund auf Verständnis in der Bevölkerung und insbesondere bei den betroffenen Vereinen. »Der Gesundheitsschutz hat stets höchste Priorität«, erklärt Bürgermeister Andreas Fredrich. Bei der Entscheidung gehe es zudem darum, die Verhältnismäßigkeit von Nutzen, Zeit und Aufwand zu berücksichtigen. Aufgrund der nicht in Anspruch genommenen Nutzungstage seit dem 17. März 2020 bis zum 24. Juni 2020 (Schuljahresende) werden die Nutzungsgebühren neu berechnet und gegebenenfalls bereits gezahlte Nutzungsgebühren zurückerstattet. Dies soll spätestens nach Schuljahresende erfolgen.Die Stadt Senftenberg musste sich entscheiden, die Schulsporthallen und schulischen Außensportanlagen vor Beginn der Schulferien am 24. Juni nicht wieder für die Vereinsnutzung zu öffnen. Darüber informierten Bürgermeister Andreas Fredrich und…

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