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Gnubbel fliegt über den großen Teich

Weißwasser. Angefangen hat es als Halterung für den Honiglöffel. Inzwischen verkauft der Weißwasseraner Sören Flint seine „Gnubbel“ getaufte Erfindung nicht nur in Deutschland. In Zukunft soll der Gnubbel auch nach Amerika und Asien exportiert werden. Und er soll wachsen.

Die Idee entstand 2012. Fünf Jahre und viele Stunden an Entwicklung später schickt sich der in Weißwasser erfundene multifunktionale Universal-Halter „Gnubbel“ an, neben Deutschland neue Absatzmärkte zu erobern. In Europa wurde er bereits nach Frankreich, Österreich, die Niederlande, Spanien und in die Schweiz verkauft. Jetzt steht der Sprung über den großen Teich an. „Wir haben einen Partner gefunden, der in den USA einen Vertrieb aufbauen will“, verrät Sören Flint. Auch aus der Türkei gab es eine Anfrage von einem Sanitätshandel.

Von Rothenburg nach Brandenburg

Hergestellt wird der Halter inzwischen in Brieselang nahe Berlin bei der Firma Elaform. „Die erste Serie hatten wir noch in Rothenburg fertigen lassen. Aber die Firma dort konnte die gewünschte Qualität nicht liefern“, erklärt Sören Flint. Die verwendete EPDM-Gummimischung muss nicht nur flexibel und dabei stabil sondern auch schadstofffrei sein. „Der Gnubbel soll beim Hautkontakt und auch wenn man ihn in den Mund nimmt, was ja beispielsweise bei Kleinkindern vorkommen kann, völlig unbedenklich sein. Deswegen werden keine problematischen Weichmacher und Farbstoffe verwendet“, so der Weißwasseraner Unternehmer. Nachbereitet wird der Gnubbel in einer Behindertenwerkstatt, die mit Elaform kooperiert. Dort wird der Halter in Handarbeit von überschüssigem Kunststoff befreit.

Inzwischen sei auch die Industrie aufmerksam geworden, sagt der Gnubbel-Erfinder. Momentan werden die Universal-Halter von verschiedenen Firmen getestet, unter anderem einem Folienproduzenten und einem Hersteller für Messgeräte. Damit die Einsatzmöglichkeiten vielfältiger werden, soll es den Haltefix Gnubbel in Zukunft auch in einer größeren Version geben, die auf beiden Seiten drei Kugeln hat. Das hat den Vorteil, dass sich die Halter dann zusammenstecken lassen, also verlängerbar sind. Das Wachstum ist nötig, damit der Gnubbel bald zum Beispiel auch als Abstandshalter für Fahrräder genutzt werden kann. Für die aktuelle Version sind viele Fahrradrahmen zu dick.

Mehr Infos zu der Weißwasseraner Erfindung gibt es auf www.mr-flint.de.

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