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Füchse gleichen Playoff-Serie aus

Nach dem 107-Minuten-Krimi im Allgäu starteten die Lausitzer Füchse diesmal wie die Feuerwehr und schnürten die Gäste anfangs in deren Verteidigungszone ein. Weißwasser wirkte etwas spritziger und kam auch zu guten Torchancen. Die aber vereitelte ESV-Keeper Stefan Vajs, der ein wirklich starkes Spiel machte, zudem von seinen Vorderleuten auch gut unterstützt wurde. Erst nach fünf Minuten musste Maximilian Franzreb bei einem Schuss aus spitzem Winkel von Branden Gracel eingreifen. Überhaupt versuchten es die Gäste immer wieder schräg von der Seite – wohl in Erinnerung an den Siegtreffer am Freitag. Doch unsere 56 war stets auf der Hut und das Eishockeyglück der Mannen von der Wertach zumindest aus dieser Abschlussposition aufgebraucht. Dafür zogen die Hausherren ein starkes Powerplay auf, als Simon Schütz nach einem Check gegen Clarke Breitkreuz für zwei Minuten ausgeschlossen wurde. Erst rettete Vajs im Hechtsprung gegen Vincent Hessler, dann schmetterte Steve Saviano das Spielgerät ans Lattenkreuz (9.). Auch Philipp de Paly und Alexander Thiel bekam die Intensität des Überzahlspiels zu spüren. De Paly musste mit einem stark blutenden Cut vom Eis, Thiel warf sich im Sekundentakt in zwei Schlagschüsse und humpelte zum Wechsel (10.). So geht es zu in den Playoffs. Und beide Cracks konnten zum Glück auch weiterspielen. Nachdem das Blut vom Eis gekratzt war, ging der Spielfluss aber etwas verloren. Nennenswert war nur noch eine Doppelchance von Steve Saviano und Anders Eriksson, die beide nicht an Stefan Vajs vorbeikamen (13.).

In den Mittelabschnitt erwischten die Gäste den besseren Start. Sie waren nun längst läuferisch auf Augenhöhe und entwickelten viel Zug zum Tor. Sobald sich die Gelegenheit ergab, wurde die Scheibe zum Gehäuse gebracht. Die beste Torchance aus Nahdistanz hatte Steven Billich, der nach einem Scheibenverlust von Oliver Granz schräg frei auf Maxi Franzreb zulaufen konnte, aber in unserem Hüter seinen Meister fand (23.). Und dann folgte eine Szene – die weiblichen Eishockeyfans mögen den Aufschrei des Entsetzens bitte unterdrücken – die als Beleg dafür herhalten könnte, dass Frauen doch besser an Geschirrspüler und Waschmaschine gehören, als an eine Trillerpfeife. Denn nach einem blitzsauberen Check von Oliver Granz gegen Maximilian Schäffler ging Letztgenannter zu Boden, was Schiedsrichterin Nicole Hertrich genau beobachtet hatte. Ihr Arm schnellte erst nach oben, als sich Schäffler die Handschuh vor’s Gesicht hielt. Und prompt folgte der verspätete Ausschluss (25.). Bloß gut, dass die Weißwasseraner wieder Penaltykilling können. Denn so wurde diese strittige Herausstellung unbeschadet überstanden. Und es kam noch besser. Nach 31 Minuten entdeckte Maximilian Adam den Direktschuss und knallte den Puck an Freund, Feind und Vajs vorbei ins Tor. Ja, zu diesem Zeitpunkt kam die Führung etwas überraschend. Und Kaufbeuren suchte die schnelle Antwort. Branden Gracel scheiterte an der superschnellen Fanghand von Maximilian Franzreb (32.) und Steven Billich verfehlte per Direktschuss das freie kurze Eck (34.). Kurz danach musste Unglücksrabe de Paly auf die Strafbank. Und die Heimischen machten Nägel mit Köpfen. Steve Saviano wurde freigespielt, sah das freie linke Kreuzeck und zielte exakt dorthin, wo er hinschaute. Goalie Vajs war ohne Abwehrchance und der EHC führte mit zwei Toren (36.). Kurz vor der zweiten Sirene wechselten die Brockmann-Schützlinge falsch. Steven Billich saß die Strafe ab. Es folgte die nächste kuriose Szene. Denn der Schläger von Clarke Breitkreuz verfing sich im Bart von Daniel Oppolzer. Nimmt man allein die Länge des Gesichtshaares des Kaufbeurer Stürmers, dann müsste er sein 528. Playoffspiel in Folge bestritten haben. Weil auch der „Cruiser“ pausieren musste, ging es mit vier gegen vier weiter. Da setzte Cederic Schiemenz zum langen Solo an, wurde aber doch noch von Stefan Vajs gestoppt (40.).

Als das Schlussdrittel drei Minuten alt war, mussten auch David Kuchejda und Feodor Boiarchinov aus Nahdistanz die Klasse des Gäste-Schlussmanns anerkennen. Der ließ sich dann erst im zweiten Nachschuss durch Jeff Hayes doch nochmals überwinden (45.). Das missfiel den Jokern dermaßen, dass sie fortan den „Hayser“ sozusagen „auf’s Korn genommen“ hatten. Zum Glück war er schnell genug, um dem einen oder anderen Zweikampf zu entgehen. Und Clarke Breitkreuz bot dem „Hayes-Oberjäger“ Phillip Messing sogar den offenen Kampf an, als er seinen Helm samt Vollvisier abnahm. Die Unparteiischen meinten aber, der operierte Gesichtsbereich unserer 71 sei noch nicht stabil genug für einen Faustkampf und unterbanden jegliche Aktivitäten. Mit 3:0 für die Füchse sowie Strafen für Anders Eriksson und eben Messing ging es weiter. Apropos 3:0: Irgendwie schien eine gefährliche Phase eingeläutet. Bloß gut, dass Maxi Franzreb heute bestens aufgelegt war. Denn unser Keeper stoppte sowohl einen Schrägscharfschuss von Daniel Oppolzer sowie die im Slot lauernden Fabian Koziol und Florian Thomas (46.). Dann war Jeff Hayes wieder Mode. Leider eliminierten die Gestreiften „Beschützer“ Steven Bär für vier und „Angreifer“ Simon Schütz nur für zwei Minuten. In Unterzahl nahm Vincent Hessler bei einem Laufduell Lubomir Stach ungefähr sechs Meter ab, was vielleicht noch ein Symbolbild für den Verlauf der Serie werden könnte (48.). Als die Gastgeber schon wieder komplett waren, gewann Branden Gracel das Bully. Die Scheibe kam direkt zu Sami Blomqvist, der humorlos einklinkte (50.). Sollte jetzt doch noch das große Zittern beginnen? Logisch, dass die Gäste nun alles versuchten, um noch anzuschließen. Wirklich brenzlig wurde es aber nur noch bei einem Versuch von Joey Lewis, den Franzreb meisterte (57.), und bei einer Chaoseinlage vor unserem Tor, als unsere Jungs und ihr Schlussmann doch noch den Überblick behielten und einen Puckeinschlag verhinderten. Auch mit knapp zwei Minuten ohne Stefan Vajs kam Zählbares nicht mehr zustande – weder hüben noch drüben.

Mithin steht es nach zwei Partien nun 1:1. Und irgendwie ist es etwas schade, dass der übliche Playoff-Modus durchbrochen und erst kommenden Freitag wieder gespielt wird. Denn so können beide Team gut regenerieren. „Wir haben viele kleine und schnelle Spieler, unser Gegner eher große und schwere Cracks. Da dürfte die Regeneration dann etwas länger dauern“, orakelte Corey Neilson: „Ich würde gern schneller wieder spielen. Aber es ist, wie es ist.“

Andreas Brockmann: „Wir waren anfangs zu passiv und mit dem 0:0 gut bedient. Im zweiten Drittel hatten wir sehr gut gespielt und auch zahlreiche Chancen, die aber nicht genutzt. Und so ist es dann im Sport, der Gegner trifft. Das erste Tor hat uns etwas aus dem Rhythmus gebracht. Dann war es schwer, zurückzukommen. Weißwasser hat heute mehr investiert und den Sieg auch bissel mehr gewollt.“

Corey Neilson: „Meine Mannschaft hat inzwischen achteinhalb gute Drittel gespielt. Kaufbeuren ist eine starke Mannschaft mit sehr vielen guten Spielern. Vor allem die Ausländer haben tolle Fähigkeiten. Aber wir haben defensiv gut gestanden und unser Torwart hat ein starkes Spiel gemacht. Ich bin sehr froh über den Sieg.“ (pm)

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St. Joseph-Stift: Baby Nr. 1000 ist da

Dresden. Charlotte Mara heißt das diesjährige Jubiläumsbaby, das am 16. August punkt 20.44 Uhr als Geburt Nr. 1000 in die 2019-er Statistik des St. Joseph-Stifts eingehen wird. Die Kleine brachte bei der Geburt 3.555 Gramm auf die Waage, war 52 Zentimeter groß und ist bereits das dritte Kind seiner Eltern. Die kommen eigentlich aus Riesa, haben sich aber ganz bewusst für die Entbindung in dem Dresdner Krankenhaus entschieden. „Die Erfahrungen bei den Geburten meiner ersten beiden Kinder in einer anderen Klinik waren leider nicht so positiv. Deshalb bin ich auf die Suche gegangen. Aufgrund der Beckenendlage von Charlotte Mara habe ich mich im St. Joseph-Stift beraten lassen und war sofort überzeugt. Das Personal, das ruhige Arbeiten ohne Hektik und Stress haben mir ein sehr sicheres Gefühl gegeben. Auch dass man hier auf das Stillen und den Bindungsaufbau von Mutter und Kind so viel Wert legt, das ist etwas Besonderes, das findet man nicht überall", begründet die frischgebackene Mama Stefanie.   Im St. Joseph-Stift, das seit 2011 nach den Kriterien von WHO und UNICEF als "Babyfreundliche Geburtsklinik" zertifiziert ist, gibt es  nicht nur ärztlich und pflegerisch, sondern auch räumlich beste Voraussetzungen für Entbindungen:  Drei Kreißsäle, ein Entbindungsraum für Wassergeburten, Wehenzimmer, ein OP-Saal für Kaiserschnittentbindungen sowie wohnliche Ein- und Zweibettzimmer, die auch als Familienzimmer genutzt werden. Das ganzheitliche Betreuungskonzept kommt bei den Dresdnern gut an: Im vergangenen Rekordjahr kamen 1.678 Neugeborene im St. Joseph-Stift zur Welt. In diesem Jahr waren es per 16. August schon 523 Jungen und 479 Mädchen, darunter zwei Zwillingsgeburten (deshalb 1.002 Kinder).Charlotte Mara heißt das diesjährige Jubiläumsbaby, das am 16. August punkt 20.44 Uhr als Geburt Nr. 1000 in die 2019-er Statistik des St. Joseph-Stifts eingehen wird. Die Kleine brachte bei der Geburt 3.555 Gramm auf die Waage, war 52 Zentimeter…

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