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Eine Botschafterin für gesunde Ernährung

Görlitz. Mareen Püschner will die Kinder in der Görlitzer Kita Paul-Gerhardt-Haus für gesunde Ernährung begeistern. Das verwundert kaum, denn die Erzieherin ist seit kurzem die Genussbotschafterin der Kita.

Kinder früh an das Thema gesunde Ernährung heranzuführen ist ein wichtiger Bestandteil der erzieherischen Arbeit in Kindertagesstätten. Im Paul-Gerhardt-Haus in Görlitz hat man dazu jetzt sogar eine eigene Genussbotschafterin. Eine Schulung in der Volkshochschule machte das möglich. „Die Sarah Wiener Stiftung hatte uns angeschrieben und diese Weiterbildungsmöglichkeit angeboten“, erzählt Kitaleiterin Birgit Weiß. Unter den Kollegen wurde die Idee besprochen und schließlich nahm Mareen Püschner an dem eintägigen Kurs zum Thema pädagogisches Kochen teil.

„Wir haben sehr viel über Lebensmittel gelernt. Es ging in dem Kurs auch darum, wie man schon mit einfachen Dingen viel umsetzen kann“, erzählt die Erzieherin. Natürlich ist das Thema für die Kita-Mitarbeiter kein völlig neues und natürlich wurde schon immer auf gesundes Essen geachtet. Doch jetzt brennt man eben noch ein bisschen mehr für das Thema.

Da trifft es sich gut, dass die passende Kinderküche ist in der Kita schon vorhanden ist. Es fehlen noch ein wenig Equipment für die Kleinen und natürlich die entsprechenden Lebensmittel, dann können die Kochkurse beginnen. Und da kommt die Barmer ins Spiel, die die Ausbildung der Genussbotschafter gemeinsam mit der Sarah Wiener Stiftung initiiert hat und die teilnehmenden Einrichtungen finanziell unterstützt.

Einen Scheck über 500 Euro hatte Barmer-Regionalgeschäftsführer Ronny Scharntke vergangene Woche dabei, als er die Kita besuchte. „Mit ‚Ich kann kochen!‘ erreichen wir auch die Kinder, denen zu Hause eine gesunde Ernährung nicht vorgelebt wird. Auch im Jahr 2019 fördern wir teilnehmende Einrichtungen mit bis zu 500 Euro für den Einkauf von Lebensmitteln“ erklärt Scharntke.

 

Über 1200 Genussbotschafter

In Sachsen haben die Initiatoren Barmer und Sarah Wiener Stiftung in den vergangenen zwei Jahren bereits 113 kostenfreien Schulungen durchgeführt. Mehr als 1200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus 632 Kitas, Schulen, Horten und außerschulischen Lernorten wurden bei „Ich kann kochen“ bereits im pädagogischen Kochen ausgebildet. Das Angebot richtet sich an Erzieher, Lehrer und Sozialpädagogen an Grundschulen und Kitas. Auch 2019 werden wieder Fortbildungen in Görlitz angeboten. Jede Einrichtung, die einen Genussbotschafter und die Ernährungsinitiative bei sich etabliert hat, kann als Starthilfe für Projekte in der eigenen Einrichtung eine einmalige finanzielle Unterstützung von bis zu 500 Euro für Lebensmittel erhalten.

 

In Sachsen finden die Kurse in Leipzig, Dresden und Görlitz statt. In Görlitz werden die nächsten Genussbotschafter an folgenden Terminen ausgebildet: 26. März, 16. Mai, 12. September, 7. November

Weitere Informationen und das Anmeldeformular gibt’s auf www.ichkannkochen.de

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Zittau: Trauer um ehemaligen Oberbürgermeister

Zittau. Zittau trauert um Arnd Voigt. Der ehemalige Oberbürgermeister ist am Mittwoch nach langer schwerer Krankheit im Alter von 69 Jahren gestorben. In seine über zwei Legislaturperioden dauernde Amtszeit fallen historische Ereignisse wie die Feierlichkeiten zur EU-Osterweiterung und das Jahrhunderthochwasser 2010. Unter ihm wurde die Fusion mit Hirschfelde und den nördlichen Ortsteilen vollzogen, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Städteverbund Kleines Dreieck und mit der Stadt Liberec intensiviert, das Stadtbad saniert, die frühe Breitbandversorgung Zittaus realisiert und die Kita "Kleine Stadtentdecker" am Mandauer Berg und der Hort "Pfiffikus" in der Kämmelstraße gebaut. Er stellte auch die entscheidenden Weichen für die Präsentation des Zittauer Epitaphienschatzes in der sanierten Klosterkirche. "Arnd Voigt hat trotz erheblichem stadtpolitischem Gegenwind mit ruhiger Hand Zittau regiert", sagt Zittaus aktueller Oberbürgermeister Thomas Zenker über seinen Vorgänger. "Er war in seiner ruhigen besonnenen Art manchem vielleicht zu leise und ist deshalb gelegentlich unterschätzt worden. Er hatte jedoch immer eine Vorstellung davon, was zu tun war. Dies hat er mit viel Aufwand und Gesprächen im Hintergrund gemeinsam mit seinen Partnern und Verbündeten durchgesetzt." Rückzug auf dem öffentlichen Leben Der gebürtige Zittauer Arnd Voigt ist zur Wahl 2014 nicht erneut angetreten. Er lebte mit seiner Familie im Ortsteil Hartau und hatte sich aufgrund des Verlaufes einer 2012 von ihm selbst öffentlich gemachten Parkinson-Erkrankung in den letzten Jahren aus dem öffentlichen Leben der Stadt zurückgezogen. "Persönlich habe ich Arnd Voigt erst nach seiner Amtszeit als Fraktionskollegen im Kreistag und Unterstützer richtig kennen und schätzen gelernt", so Oberbürgermeister Zenker. "Das Gespräch mit ihm und sein Rat waren mir viel wert." Am 27. Februar soll es um 13 Uhr, voraussichtlich in der Johanniskirche, eine Feierstunde zu Ehren Arnd Voigts geben. Im Anschluss erfolgt die Beisetzung auf dem Frauenfriedhof im engsten Familienkreis.Zittau trauert um Arnd Voigt. Der ehemalige Oberbürgermeister ist am Mittwoch nach langer schwerer Krankheit im Alter von 69 Jahren gestorben. In seine über zwei Legislaturperioden dauernde Amtszeit fallen historische Ereignisse wie die…

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