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40 Nutzer entsprechen den Erwartungen

Görlitz. Seit Juli 2019 sind die roten Autos von teilAuto in Görlitz unterwegs. 40 Nutzer hat das Unternehmen inzwischen in der Neißestadt. Klingt nicht nach viel, entspricht aber den Erwartungen des Carsharing-Anbieters.

Der offizielle Start war zwar im Oktober, die zwei roten Autos können aber schon seit Juli genutzt werden: Seit acht Monaten ist teilAuto in Görlitz vertreten. An den zwei Stationen am Bahnhof und am Demianiplatz können zwei Autos geliehen werden. „Immer wieder werden wir gefragt, ob sich Carsharing denn wirtschaftlich betreiben lässt. Diese Frage würden wir eindeutig mit Ja beantworten“, so Michael Creutzer, einer der beiden Geschäftsführer. Auch 2019 konnte das Unternehmen seinen Umsatz weiter steigern – von 11 auf 13 Millionen Euro. Doch, so räumen, Creutzer und sein Co-Geschäftsführer Patrick Schöne ein, brauche es dafür auch Zeit.

Das zeigt sich auch in Görlitz. Zum 1. Januar 2020, dem Stichtag für die Jahresbilanz 2019, zählte teilAuto 40 Nutzer in Görlitz, dazu kommen 50 Nutzer in Niesky, wo das Unternehmen schon länger vertreten ist. Ein Ansturm auf die roten Autos ist das nicht gerade. Trotzdem ist man beim Carsharing-Anbieter nicht unzufrieden. „Die aktuelle Entwicklung in Görlitz entspricht unseren Erwartungen und auch unseren bisherigen Erfahrungen mit kleineren Städten. Abseits der großen Metropolen wächst ein Gemeinschaftsauto-Angebot immer eher langsam und Stück für Stück“, teilt Pressesprechern Franziska Wilhelm auf unsere Nachfrage mit.

Damit das Angebot weiter wächst, wurde jetzt auf der Unternehmenswebsite eine extra Landing-Page für die Görlitzer Kunden (www.teilauto.net/goerlitz) eingerichtet. Hier bekommt man Infos zum Angebot vor Ort und regional relevante Hinweise zum Beispiel für Carsharing-Fahrten nach Polen. Außerdem gibt’s aktuell ein Fahrtguthaben für neue Nutzer. Vergleicht man die Nutzerzahlen mit großen Metropolen wie Leipzig (dem größten teilAuto-Standort mit rund 19.000 Kunden), dann wirken die Görlitzer zahlen ernüchternd. „Die meisten Nutzenden leben natürlich in den großen Städten wie Leipzig, Dresden, Erfurt oder Halle. Aber uns ist es wichtig, auch in einigen kleineren Städten Carsharing zu ermöglichen“, so Michael Creutzer. Das habe unter anderem auch mit der Geschichte der Organisation zu tun. teilAuto wurde 1992 als ökologisch orientierter Verein in Halle an der Saale gegründet. Noch in den Neunzigern wurde das Angebot auf die Städte Merseburg und Wittenberg ausgedehnt. Anfang der Zweitausender kamen Leipzig, Erfurt, Weimar und später auch Dresden hinzu. Inzwischen ist das Unternehmen in insgesamt 20 Städten vertreten. Görlitz ist der jüngste Neuzugang.

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Keine Mülltrennung bei Quarantäne-Haushalten

Sachsen. Private Haushalte, in denen infizierte Personen oder begründete Verdachtsfälle von COVID-19 in häuslicher Quarantäne leben, sollen den Haushaltsmüll nicht trennen. Das heißt, neben dem Restmüll sollen auch Verpackungsabfälle (gelber Sack), und Biomüll für die Dauer der Quarantäne über die Restmülltonne entsorgt werden. Nicht in den Restmüll von Quarantänehaushalten gehören jedoch weiterhin Altpapier, Altglas, Elektroschrott und Batterien. Gegebenenfalls müssen diese aufbewahrt werden, bis sie wieder entsorgt werden können. Umweltminister Wolfram Günther erläutert hierzu: »Damit schützen wir die Müllwerker, aber auch Nachbarinnen und Nachbarn, Hausmeisterinnen und -meister. Das heißt aber auch, dass alle, die nicht betroffen sind, weiterhin ihren Müll getrennt entsorgen.« Zu den Regelungen für Quarantäne-Haushalte gehört, dass die genannten Abfälle in stabile, möglichst reißfeste Abfallsäcke gegeben und Einzelgegenstände wie Taschentücher nicht lose in Abfalltonnen geworfen werden. Abfallsäcke sind durch Verknoten oder Zubinden zu verschließen. Spitze und scharfe Gegenstände sollen in bruch- und durchstichsicheren Einwegbehältnissen verpackt werden. Müllsäcke sollen möglichst sicher verstaut werden, so dass vermieden wird, dass zum Beispiel Tiere Müllsäcke aufreißen und mit Abfall in Kontakt kommen oder dadurch Abfall verteilt wird. (pm)Private Haushalte, in denen infizierte Personen oder begründete Verdachtsfälle von COVID-19 in häuslicher Quarantäne leben, sollen den Haushaltsmüll nicht trennen. Das heißt, neben dem Restmüll sollen auch Verpackungsabfälle (gelber Sack), und…

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