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Zimmis Einwurf – Wenn Worte den Geist einschalten

Mit Cristian Fiél kam frische Luft in das Dynamo-Imperium. Wenigstens die Fenster wurden aufgerissen. Die Akteure atmen wieder tief durch. Die fünf Punkte in der englischen Woche sind ein Beleg dafür. Vor allem der Sieg im Schacht hatte die Hoffnung der Fans auf neun Punkte ins Unermessliche getrieben. So viel Qualität ist dann doch nicht bei Schwarz-Gelb.

Doch Fiél schweißt das Team zusammen. Indem er allen das Gefühl gibt, sehr wichtig zu sein. Und jedem Einzelnen eine Einsatzchance gibt. Lucas Röser gab unumwunden zu, dass er selten einen Coach erlebt hat, der Fußball so lebt. In allen Facetten. Und zwar hundert Prozent. Was im Umkehrschluss nichts anderes bedeutet, dass natürlich auch die Spieler immer an die Schmerzgrenze gehen müssen. Wenn sie kein schlechtes Gewissen haben wollen.

Gebetsmühlenartig erklärt Fiél auch dem Umfeld das Phänomen Fußball. Vor allem in Dresden. Wörtlich: »Ich möchte mal sehen, wenn einer von euch auf die Gelbe Wand alleine zuläuft. Mit diesem ohrenbetäubendem Lärm und der Erwartungshaltung eines Tores.« Was wollte er damit sagen? Na, dass Berko doch nicht Ronaldo ist.

Eigentlich sind sich alle sicher, dass Fiél den Klassenerhalt schafft. Ein ganz wichtiger Schritt könnte schon am Samstag auf dem Dorf in Sandhausen gemacht werden. Natürlich gemeinsam und mit den richtigen Worten. Gerade in Zeiten des E-Mail-Verkehrs.

Ihr Gert Zimmermann

Die Video-Kolumne "Zimmis Grätsche", von und mit Gert Zimmermann, gibt's >>HIER<<

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