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Zimmis Einwurf – Schön spielen, das war einmal...

Dresden. Lange Gesichter zur Halbzeit bei Dynamos und bei Aues Anhang. Beim Blick auf die Blitztabelle fror das Blut in den Adern. Aue auf einem direkten Abstiegsplatz, Dynamo mit einem Pünktchen davor. Viel zu erzählen gab es da nicht.

Mit dem Schlusspfiff allerdings war die Stimmung in beiden Lagern schon wieder besser. An diesem sonnenüberfluteten Nachmittag im Schacht spielte allerdings die Angst eine bedeutende Rolle. Auf beiden Seiten versteht sich. Keiner wollte auch nur einen Fehler machen. Dynamo hatte aus der Düsseldorf-Niederlage die richtigen Lehren gezogen. Hochkonzentriert, ordentlich in die Zweikämpfe gehen, nicht immer hinten herum spielen wollend, kompromisslos die Bälle schlagend. Das war das richtige Rezept. Es sah aber nicht schön aus, brachte wenig Torgefahr, aber war im Existenzkampf die einzige Option.

Dazu kamen neben zwei Wacklern von Torhüter Schwäbe zwei große Rettungstaten. Eine davon in der vorletzten Minute. Da grinsten zwei. Der Cerberus und der Trainer. Letzterer hatte sich nicht eingelassen in die Debatte um den Schlussmann. Und ersterer hat seinen Job gemacht. Auch Schwäbes Mitspieler, die vor einer Woche noch leichte Kritik äußerten, atmeten tief durch. In einem Mannschaftsabend wurde nichts unter der berühmten Tischdecke gehalten. Wohl wissend, dass nur Ehrlichkeit am Ende zum Ziel führt. Und das ist der Klassenerhalt. Logisch!

Die Video-Kolumne von und mit Gert Zimmermann gibt's >>HIER<< 

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