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Zimmis Einwurf – Glücklich ist, wer schwimmen kann

Sonntag am Badesee. Ich wollte gerade meine große Runde schwimmen, da kam ein Spruch von der ausgebreiteten Decke. Direkt aus dem Handy. »Der Özil würde das Foto wieder machen.« »Also ist er gerade zurückgetreten aus der sogenannten Mannschaft, die ja eigentlich als Nationalmannschaft firmiert«, schlussfolgerte ich. »Nee, davon steht hier nichts.«

Ab ins tiefe Wasser und ganz ruhig anschwimmen. Als ich nach über einer Stunde wieder ans Ufer kam, hörte ich den nächsten Spruch. »Der Özil beschwert sich gerade über den Hauptsponsor des DFB. Der hätte ihn fallen gelassen.« Ich nahm die Meldung zur Kenntnis. Hier war eine Inszenierung gerade vor dem Höhepunkt. Ich ging noch einmal ins Wasser, um in aller Ruhe drüber nachzudenken. Stellte mir vor, dass jetzt gerade hunderte Rettungskräfte nach Frankfurt unterwegs waren, um den ach so heiligen Deutschen Fußball Bund in die stabile Seitenlage zu bringen. Vor allem den Boss Grindel. Aber den geht es in Wirklichkeit gar nichts an. Denn er hat ja einen Berater. Den ehemaligen Chefredakteur der Zeitung mit den schönen Bildern. Der wird doch helfen. Versucht er ja auch, aber zu spät, zu spät. Und wir wissen was passiert, wenn einer zu spät kommt. Und wenn einer nicht allein schwimmen kann. Wind kommt auf, Wellen schlagen in mein Gesicht. Ich muss grinsen, nicht grindeln. Özil tritt gerade zurück, andere werden folgen.

Ihr Gert Zimmermann

Die Video-Kolumne "Zimmis Grätsche" von und mit Gert Zimmermann gibt's >>HIER<<

 

 

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Ärzte musizieren gegen Corona

Dresden. Die 21-jährige Medizinstudentin und Hobby-Trompeterin Hanna Schneider kann es kaum erwarten: Monatelang waren alle Auftrittsmöglichkeiten ausgefallen, Proben mussten lange aussetzen. Deshalb freut sich Hanna nun umso mehr auf das Benefizkonzert der Bundesärztephilharmonie, das am 27. September, 18 Uhr, im Dresdner Kulturpalast stattfindet. Musik als Medizin in der Krise Die Bundesärztephilharmonie ist ein Projektorchester aus Medizinern, das sich einmal im Jahr zusammenfindet, um vor allem seltener gespielte Werke für große Orchesterbesetzungen einzustudieren. Bisher trat das Orchester immer in Hamburg auf, für dieses Jahr war erstmals ein großes Konzert im Dresdner Kulturpalast geplant. Corona machte dem einen Strich durch die Rechnung. Aber einfach verschieben, das kam für Dr. Michael Scheele, den Gründer der Bundesärztephilharmonie, nicht in Frage. »Mir ist es wichtig zu zeigen, dass Kultur und Musik auch in einer schweren Krise wichtig sind, um die Menschen aufzubauen. Als Mediziner sind wir zwar alle auch gerade an vielen anderen Stellen gefragt, aber um professionell arbeiten zu können, braucht es auch immer einen Ausgleich – deshalb spielen wir trotz Corona dieses Konzert«, so Dr. Scheele, der über viele Jahre als Gynäkologe in leitender Position in einem Hamburger Krankenhaus tätig war. Streng nach Corona-Regeln Kurzerhand wurde das Programm von einer großen auf eine kleinere Orchesterbesetzung zusammengestutzt, um den aktuellen Hygieneauflagen gerecht zu werden. Auf der Bühne finden knapp 50 Menschen Platz, im Publikum 800. Für Hanna Schneider ist diese kleine Besetzung mit großem Sicherheitsabstand zwischen den Musikern eine ganz besondere Herausforderung. »Da man vor allem über die Körpersprache kommuniziert und gemeinsam atmet, wird das Zusammenspiel deutlich schwerer«, erklärt sie. Neben Mozart, Milhaud, Ives und Beethoven steht an diesem Abend aber vor allem auch der Benefizgedanke im Vordergrund. Denn sämtliche Einnahmen des Konzertes kommen der weltweiten Corona-Nothilfe von arche noVa zu Gute. Tickets für das Benefizkonzert gibt es natürlich auch beim WochenKurier. Die 21-jährige Medizinstudentin und Hobby-Trompeterin Hanna Schneider kann es kaum erwarten: Monatelang waren alle Auftrittsmöglichkeiten ausgefallen, Proben mussten lange aussetzen. Deshalb freut sich Hanna nun umso mehr auf das Benefizkonzert der…

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