Carola Pönisch

Trainingszentrum für SG Dynamo: Kunstrasen mit Krötenschutz

Dresden. Die Baugenehmigung für das Neubauvorhaben im Ostragehege wurde am 28. Juni erteilt. Auch alle Belange von Kröten, Zauneidechsen und Neuntötern sind beachtet und eingearbeitet worden.

Die SG Dynamo Dresden kann ihr Trainingszentrum am Messering im Ostragehege bauen. Sportbürgermeister Dr. Peter Lames gab mit der Baugenehmigung grünes Licht für den Bau eines Funktions- und eines Nebengebäudes sowie dreier großer Spielfelder, auf denen neben den Profis auch die Nachwuchskicker der SGD trainieren werden.

„ Die lange Bearbeitungszeit und die tiefen und detaillierten Prüfungen des Bauaufsichtsamtes und des Umweltamtes spiegeln wider, dass wir es uns nicht einfach mit dieser Genehmigung gemacht haben. Die SG Dynamo musste wiederholt Zugeständnisse machen und über ihren Schatten springen. Am Ende steht eine rechtlich saubere Lösung", so der Sportbürgermeister. 

"Wir sind froh, dass nach einem sorgfältigen Genehmigungsverfahren nun eine rechtssichere Baugenehmigung vorliegt", freut sich Ralf Minge, Sportgeschäftsführer der SGD.

Warum diese Rechtssicherheit so enorm wichtig ist, zeigt sich in den Belangen des Natur- und Hochwasserschutzes, die es zu berücksichtigen gilt.

Innen- oder Außenbereich

Handelt es sich bei dem Areal, auf dem das Trainingszentrum gebaut werden soll, um einen Innen- oder einen Außenbereich? Diese Frage war entscheidend dafür, ob überhaupt gebaut werden darf. Nach einem externen Gutachten ist nun klar: Innenbereich. Und damit bebaubar, was im Außenbereich nicht möglich wäre. 

Hochwasserschutz

Welche Flächen könnten faktisch (also angenommen) überflutet werden, wenn wieder ein neues Hochwasser wie 2013 droht? Ziemlich viele, so die Antwort. Die Otrainsel liegt schließlich direkt im Überschwemmungsgebiet. Also musste umgeplant werden, für eine mittlere sechsstellige Summe. "Das hat zu ziemlich lauten Diskussionen am Telefon geführt", so Dr. Lames. Dafür werden die bereits vorhandene Mulde, in der sich Wasser sammeln kann, vergrößert und die drei Trainingsfelder um zehn Zentimeter abgesenkt.

Artenschutz

Sehr viel Aufwand wird in den Artenschutz verwandt. Für die im Ostragehege heimische Wechselkröte entsteht ein wahres Krötenparadies. Dort, wo ihr Revier im Norden von einer Mauer begrenzt wird, werden Durchgänge zur Elbe für sie geschaffen. Weil sie nicht über den schicken Kunstrasen hüpfen kann, werden die Trainingsfelder 25 Zentimeter hoch eingegrenzt und gleichzeitig ein Korridor errichtet, der die Kröten auf ihrem Weg zum Beispiel in die benachbarten Kleingartenanlagen leitet. Außerdem erhalten die wanderfreudigen Amphibien drei neue Tümpel. Die ebenfalls im Gebiet heimischen Neuntöter (Vögel) bekommen eine Vielzahl neuer dorniger Sträucher, auf denen sie ihre Nahrung wie gewohnt aufspießen können.

Die Baukosten für die neue Trainingsanlage werden mit 15,5 Millionen Euro veranschlagt. Die Stadt will 4,4, Millionen dazugeben, der Freistat 1,9 Millionen. Die Anlage soll 2019 in Betrieb gehen.

 

 

 

 

 

 

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