Carola Pönisch

Neustart mit "kleiner" Orangerie

Dresden. Orangenbäume kehren in den Zwinger Dresden zurück - und damit eine Idee, die schon August der Starke hatte.

 August der Starke liebte die kleinen Pomeranzen so sehr, dass er sich 1710 mehrere hundert Bäume davon in seinen Zwinger stellen ließ und fortan "bella Italia"-Flair genoss.

Ein Stück Geschichte und ein Hauch Italien-Flair kehrt jetzt in Dresdens berühmten Prachtbau zurück.  Knapp 80 Orangenbäume werden ab 19. Mai in den Dresdner Zwinger einziehen und am 20. Mai mit einem barocken Fest begrüßt. Ein Festumzug startet 14.30 Uhr am Stallhof und eine halbe Stunde später wird ein Bäumchen stellvertretend für alle anderen feierlich im Zwingerhof begrüßt.

Tolle Idee

Der Staatsbetrieb Schlösser, Burgen und Gärten kaufte bereits  im Herbst 2013 in einer Baumschule nahe Rom jene Orangenbäume, die seit Mai 2014 in der Orangerie von Großsedlitz standen, um sich hier zunächst zu akklimatisieren, zu wachsen und eine Krone auszubilden.

2016 wurden sie in  größere, blau-weiß gestreifte Bottiche umgesetzt, die dem historischen Vorbild nachempfunden sind und von einem Böttcher aus Pirna hergestellt wurden.

Baumpaten

Weil die Pflege der Bäume sehr aufwendig und kostenintensiv ist, sucht der Freundeskreis des Schlösserlandes Sachsen seit 2014über ein Spendenprojekt  Menschen, die die Kosten von 2.750 Euro für die nächsten fünf Jahre (550 Euro pro Jahr) tragen. Bereits 49 Baumpaten konnten bis jetzt gefunden werden.

Sonderbriefmarke mit Duft

Anlässlich der Rückkehr der Orangen gibt es sogar eine Sonderbriefmarke mit Orangenduft. Die 60-Cent-Briefmarken sind ab 19. Mai in allen teilnehmenden Servicepunkten und im Onlineshop von PostModern erhältlich.

Sächsische Zitrustage

Sie möchten mehr zum Thema Orangeriekultur und Zitrusfrüchte erfahren? Die 5. Sächsischen Zitrustage finden am 27. und 28. Mai jeweils von 10 bis 18 Uhr im Barockgarten Großsedlitz statt. Dort wird die besondere Bedeutung der sächsischen Gärten und ihre kostbaren Pflanzensammlungen in Vergangenheit und Gegenwart in den Mittelpunkt gestellt.

 

 

 

 

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