Carola Pönisch

Lichterfunkeln im Christmas Garden

Dresden. Nach dem coronabedingten Ausfall letztes Jahr soll es nun wieder leuchten, funkeln und glitzern im Schlosspark Pillnitz. Ab 18. November werden Millionen Lichtpunkte, untermalt von Musik, wieder für einen ganz besonderen Zauber sorgen.

Jedes Jahr aufs Neue ein spektakuläres Erlebnis bieten - das ist der Anspruch der Macher der spektakulären Lichtershow. Und so entsteht in den nächsten Tagen ein überdimensionales, aus unzähligen Lichterketten bestehendes Glockenspiel,  das die Besucher ab 18. November durchschreiten können.

Auch das "Field of Lights", das vor zwei Jahren auf so positive Resonanz stieß, wird es  in diesem Winter wieder geben – jedoch mit komplett neuer Programmierung und neu konzipierter Musik des Komponisten und Sound-Designers Burkhard Fincke.

Neu ist die zehn Meter lange, mit Pferden bespannte Kutsche, die an das höfische Leben erinnern soll, das einst im Pillnitzer Schlossgarten herrschte. Königlich wird es zudem im Lustgarten: Die große Projektion auf das Wasserpalais mit dem Titel „Majestätische Ankunft der Gräfin Cosel“ verspricht  laut Sebastian Stein, Geschäftsführer der Christmas Garden Deutschland GmbH, eine Augenweide zu werden. Auf dem Wasser können dank aufwendiger Technik romantisch-verträumte Projektionen bestaunt werden, die mithilfe von feinstem Sprühnebel in der Luft tanzen.

Fotowettbewerb und Gewinnspiel

Die mit Herzblut inszenierten Installationen bieten unzählige Vorlagen für spannende, verspielte oder romantische Fotomotive. Kreative Besucher können ihre Fotos mit dem Hashtag #ilovechristmasgarden bei Facebook oder Instagram posten und auf diese Weise am Fotowettbewerb teilnehmen. Unter den besten Schnappschüssen werden eine Reise für zwei Personen zum Christmas Garden Barcelona 2022 inkl. Flug und Übernachtung sowie Tickets für den Christmas Garden im nächsten Jahr verlost.

Hygienekonzept

Der Christmas Garden kann Stand jetzt dank eines umfangreichen Hygienekonzepts stattfinden. Dazu zählt u.a. die 3G-Regel, das am Einlass durch ein Scan-System sichergestellt wird.

Wann: 18. November 2021 bis 9. Januar 2022, täglich 16.30 bis 22 Uhr, geschlossen 22./23./29./30. November und 24./31. Dezember

Tickets: www.christmas-garden.de und allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie auf www.myticket.de und unter 01806/777111

 

 

 

 

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Pulver der Königin – einst gepriesen, heute verpönt

Doberlug-Kirchhain. Zwei Nichtraucher huldigen noch bis Anfang Januar den Raucherutensilien im Weißgerber-Museum in Doberlug-Kirchhain. Museumsleiter Dr. Andreas Hanslok und der Doberluger Sammler Frank Mende haben mit der Sonderausstellung »Der blaue Dunst – Entstehen und Vergehen des Tabakrauchs« ein sozialgeschichtliches Phänomen der Menschheit in die Museumsräume gebracht. Natürlich musste die Ausstellung wegen der Corona-Auflagen ohne offizielle Eröffnung vor einigen Wochen starten. Bis zum Ausstellungsschluss erhofft sich der Museumschef entsprechend der jeweiligen Zugangsregelung interessierte Besucher. Verliebt in Rauchverzehrer Seit geraumer Zeit treibt den Nichtraucher Andreas Hanslok die Idee für diese Ausstellung um. Mit dem Doberluger Sammler Frank Mende, ebenfalls passionierter Nichtraucher, hat er einen engagierten Partner bei der Gestaltung dieser Schau gefunden. Frank Mende ist glücklich, dass er durch die Ausstellung seine Sammlungsbestände, die bei ihm zu Hause zumeist in Schränken, Kisten und Schachteln aufbewahrt sind, für Besucher präsentieren konnte. »Ich habe meine Sammlungsgegenstände hier neu kennengelernt.« Das betrifft vor allem die vielen so genannten Rauchverzehrer in den unterschiedlichsten Dekors und Gestaltungen vom bellenden Hund bis zum Porzellanliebespärchen. »Irgendwann habe ich mich in die Rauchverzehrer verliebt, die über Jahrzehnte in ziemlich jeder bürgerlichen Familie als Schmuckaccessoires die Wohnzimmer schmückten.« Dazu haben sich im Laufe der Jahre viele andere Utensilien zum Rauchen sowie Werbematerial aller Art für das Rauchen zu seiner Sammlung gesellt. „Es war nicht leicht, die richtige Auswahl von besonderen Gegenständen vom Streichholz bis zum Instrumentarium für das Pfeifenrauchern auszuwählen. »Dafür hatte ich Dr. Hanslok an meiner Seite.« Seit 45 Jahren ist Frank Mende von der Sammelleidenschaft infiziert. Für ihn ist das Sammeln Lebensinhalt und lässt ihn seine seit Jahrzehnten vorhandene Lungenkrankheit besser bewältigen. Die habe nichts mit dem Rauchen zu tun, denn er habe nie im Leben geraucht. Allerdings werden in der Ausstellung zahlreiche Besucher an die eigene Leidenschaft des Rauchens erinnert, die bis in die 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts sozial akzeptiert war und zum gesellschaftlichen Leben dazu gehörte und durch Werbung der Tabak- und Zigarettenproduzenten zum Style hochgejubelt wurde. »Natürlich wollen wir mit der Ausstellung keine Werbung für das Rauchen machen, zumal es inzwischen weitestgehend aus dem offiziellen öffentlichen Leben verschwunden ist«, betont Andreas Hanslok. Aber als sozialgeschichtliches Phänomen habe es die gesamte Welt über Jahrhundert geprägt. So führen Texte und Bilder in der Ausstellung durch einen Teil der Kulturgeschichte von den Anfängen in indianischen Kulturen Amerikas über die Griechen, Römer und Germanen. Kolumbus wird zugeschrieben, dass er den Tabak mit nach Europa gebracht habe. Den Siegeszug des Tabaks in Europa beförderte mit der französischen Regentin Katharina von Medici (1519 – 1589) eine Frau, die liebend gern Tabak als »Pulver der Königin« schnupfte. Später wird das Zigarrenrauchen zum Symbol für Reichtum aber auch für Revolution. Für den Schriftsteller Erich Kästner war »Kreativität ohne Rauch nicht denkbar«. Die Tabakpfeife sorgte noch besser dafür, den blauen Dunst lange dampfen zu lassen. Das Rauchen, erfahren Ausstellungsbesucher, war bis ins 20. Jahrhundert Domäne der Männer, erst dann verstanden Frauen wie Marlene Dietrich es als Mittel der Emanzipation. Auch Belege für die Zigarrenproduktion in Doberlug-Kirchhain fehlen in der Ausstellung nicht. Natürlich zeigt die Schau auch die Schädlichkeit des Rauchens und wie sich das Bewusstsein in der Gesellschaft zum Thema Rauchen verändert hat.Zwei Nichtraucher huldigen noch bis Anfang Januar den Raucherutensilien im Weißgerber-Museum in Doberlug-Kirchhain. Museumsleiter Dr. Andreas Hanslok und der Doberluger Sammler Frank Mende haben mit der Sonderausstellung »Der blaue Dunst – Entstehen…

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