Carola Pönisch

Leonie Wirths Schalenbrunnen kommen zurück

Dresden. Der Dippoldiswalder Platz wird umgestaltet. Er soll den Eingang bilden in den Promenadenring "Grünes Band", das die Altstadt umschlingen soll

Der Schalenbrunnen der Dresdner Künstlerin Leoni Wirth (1935-2012) bekommt einen neuen Standort: Er wird künftig vor dem ehemaligen Ärztehaus an der Budapester Straße 2 sprudeln. Nach fast 40 Jahren auf der Prager Straße und 15 Jahren Einlagerung im Lapidarium der Stadt markiert das Wasserspiel dann den Eingang zum neuen Promendadenring, der sich als Grünes Band von der Marienstraße zum Postplatz schlängelt und in Teilen schon fertig ist.

Der Dippoldiswalder Platz selbst erhält Granit-Kleinpflaster. Weil es zur Marienstraße hin einen kleinen Höhenunterschied gibt, wird hier eine abgestufte Platzkante gebaut.

Zehn Kaiserlinden, Bänke und Abfallbehälter

Die sechs alten Bäume, die auf der vorhandenen Rasenfläche stehen, bleiben erhalten. Neu dazu kommt ein drei Meter breiter Gehölzstreifen mit zehn Kaiserlinden, die Brunnen und Platz einrahmen werden. Vier Bänke mit Lehne, zwei Hockerbänke und zwei Betonblöcken mit Kunstharzpressholz-Auflage werden aufgestellt.

Neue Abbiegespur in die Budapester Straße

Die Marienstraße soll breiter werden, damit an der Stelle, wo sie in die Budapester Straße mündet, eine Fahrradspur entstehen kann. Dafür müssen Teile der Marienstraße abgebrochen und neu verlegt werden. Weil für die Arbeiten wenig Platz ist, macht sich eine halbseitige Sperrung notwendig. Der Verkehr rollt während der Bauzeit vom Postplatz in Richtung Budapester Straße einseitig, der Gegenverkehr wird über Josephinen- und Annenstraße geleitet.

Als nächstes: Mehr Grün am Pirnaischen Platz

Das Grüne Band soll sich auch über den Pirnaischen Platz ziehen, die Pläne wurden allerdings im Stadtratsausschuss abgelehnt. »In seinem jetzigen ungepflegten Zustand wird der Platz seiner Funktion als zentralem Ankunfts- und Umsteigepunkt für den ÖPNV nicht gerecht«, sagt Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain. "Wir prüfen jetzt, wie wir die Planung für diesen Abschnitt des Promenadenrings modifizieren können und dann eine neue Vorlage in den Stadtrat.“

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