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Gedenkort für Corona-Tote

Dresden. Im Dresdner Universitätsklinikum gibt es nun einen Gedenkort für die in der Corona-Pandemie Verstorbenen. Die Einweihung war auch mit einem Appell verbunden.

Der Gedenkort im Seelsorgezentrum steht symbolisch für die Menschen, die bisher an den Folgen einer Corona-Infektion am Uniklinikum verstorben sind. Ihre Angehörigen können ihrer vor dem Omega aus Holz gedenken und sich erinnern. Der Ort soll aber auch Mitarbeitenden der Hochschulmedizin die Möglichkeit zum Innehalten und Kraft sammeln geben. Auch an ihnen gehen die Folgen der Pandemie und der oft lange Kampf um die Covid-19-Patientinnen und Patienten nicht spurlos vorbei. Angesicht der erneuten dramatischen Zunahme an Infizierten ist die Anstrengung und Anspannung enorm.

„Die Pandemie hat uns vor noch nie dagewesene Herausforderungen gestellt. Wir haben mit einem hervorragend ausgebildeten Team sehr vielen Patientinnen und Patienten helfen können. Dennoch haben zahlreiche Patientinnen und Patienten den Kampf gegen COVID-19 leider verloren. In Gedenken an diese Menschen möchten wir mit dem Kunstwerk einen Ort der Erinnerung schaffen“, sagt Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Dresden. „Wir verbinden die Einweihung mit dem dringenden Appell zur Vorsicht, für Abstand, Hygiene und zur Impfung. Nur wenn wir alle gemeinsam Verantwortung zeigen, können wir die vierte Welle der Pandemie noch aufhalten. Das ist ein Kraftakt für uns alle", so Prof. Albrecht weiter.

Die Skulptur des Künstlers Prof. Ulrich Eißner in Form des griechischen Omegas, das für das Ende des Lebens steht. Symbolisch für die Pandemie sind hinter dem Omega medizinische Geräte aus der Intensivstation ausgestellt. Sie stehen für den Kampf der Pflegenden, Medizinerinnen und Mediziner sowie Therapeutinnen und Therapeuten um jedes Leben – auch mit Hilfe der Technik. Die Einweihung hat in einem kleinen Kreis stattgefunden.

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