sst

Dresdner Forscherteam erhält Zukunftspreis

Dresden. Die Professoren Manfred Curbach, Chokri Cherif und Peter Offermann der TU Dresden haben jetzt in Berlin den Deutschen Zukunftspreis 2016 erhalten.

Wirtschaftsminister Martin Dulig stolz: „Erneut hat ein Dresdner Forscherteam aus der Hand von Bundespräsident Joachim Gauck den Deutschen Zukunftspreis bekommen. Das freut mich sehr. Zugleich gratuliere ich den drei Forschern ganz herzlich zu ihrem Erfolg. Neuartige Beton-Verbundwerkstoffe wie Carbonbeton spielen in der Forschungslandschaft des Freistaates Sachsen seit langem eine besondere Rolle. Mit unserer Technologieförderung unterstützen wir als Freistaat Wirtschaft und Wissenschaft bei der Entwicklung neuer Werkstoffe seit vielen Jahren.“

Leichter und fester als Stahl

Statt der üblichen korrosionsanfälligen Stahlbewehrung enthalte Carbonbeton extrem reisfeste Fasern aus Kohlenstoff, die beständiger, leichter, aber auch fester als Stahl seien. Das spare Ressourcen und lasse gleichzeitig neue architektonische Lösungen zu. „Damit werden die Preisträger das Bauen revolutionieren“, ist Wirtschaftsminister Martin Dulig überzeugt.

Anwendung fand der Verbundstoff unter anderem bereits bei einer Fußgängerbrücke in Oschatz, heißt es. Sie wiege nur ein Fünftel einer vergleichbaren Brücke aus klassischem Stahlbeton. Das bedeute, dass 80 Prozent weniger Beton und Stahl verbaut werden musste. Das spare Ressourcen und schone damit die Umwelt. Zudem sei Carbonbeton recycelbar.

Beginnend in den 1990er Jahren mit der Idee, Beton mit textilen Materialien zu verstärken, arbeiten die Dresdner Professoren heute sehr erfolgreich mit und an dem faszinierenden Material „Carbonbeton“. Seit 2015 forschen sie in einem vom BMBF im Rahmen des Programms „Zwanzig20“ geförderten Projekt gemeinsam mit über 140 Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft „C³ – Carbon Concrete Composite“ daran, den neuen Verbundwerkstoff in eine nachhaltige wirtschaftliche Anwendung zu bringen.

„Es handelt sich um ein Paradebeispiel für die erfolgreiche Zusammenarbeit sächsischer Hochschulen mit der Wirtschaft“, freut sich Staatsminister Dulig. Die drei Dresdner Wissenschaftler verfolgen das Ziel, in naher Zukunft etwa 20 Prozent des Stahlbetons durch Carbonbeton zu ersetzen.

Hintergrund: Der Deutsche Zukunftspreis zähle weltweit zu den renommiertesten Preisen für Technik und Innovation. Der Preis ist mit 250.000 Euro dotiert und wurde zum zwanzigsten Mal vergeben, heißt es. Im Jahr 2011 hatte das ebenfalls in Dresden beheimatete Team von Prof. Karl Leo, Dr. Jan Blochwitz-Nimoth und Dr. Martin Pfeiffer den Zukunftspreis für das Projekt „Organische Elektronik – mehr Licht und Energie aus hauchdünnen Molekülschichten“ gewonnen.

(PM/Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr)

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.

Endspurt an der Gleisschleife Leutewitz

Dresden. Der Umbau des Straßenbahnendpunktes in Leutewitz geht so langsam zu Ende. Die neue Gleisschleife ist bereits fertig, gebaut wird derzeit noch an den Haltestellen. Auch das kleine Gebäude, in dem die Stromversorgung und ein kleiner Pausenraum für die Fahrer untergebracht werden, ist im Rohbau fertig. Ab 27. Juli wieder bis Leutewitz Mit Abschluss der Hauptbauleistung sollen die Linien 1 und 12 ab 27. Juli wieder bis nach Leutewitz fahren können. Bis zur Komplettierung der Bahnsteige in der neuen Schleife müssen die Bahnen zunächst noch auf der Warthaer Straße halten. Hier gab es vor allem durch die Pandemie bedingt eine Verzögerung von rund drei Wochen. Die Wiederinbetriebnahme der Straßenbahnstrecke nach Leutewitz muss aber nicht verschoben werden.   Vor Bauabschluss: Noch einmal Umleitungen Für die Restarbeiten auf der Warthaer Straße muss die Straßenbahnlinie 12 noch einmal ab 13. Juli, 4:15 Uhr, bis 27. Juli, 3:30 Uhr umgeleitet werden. Von Tolkewitz kommend fährt die Bahn planmäßig bis zur Haltestelle „Tharandter Straße“ und dann weiter über Kesselsdorfer Straße in die Gleisschleife Wölfnitz. Für Fahrgäste nach Leutewitz sind Ersatzbusse als „EV12“ ab Haltestelle „Tharandter Straße“ im Einsatz. Die Straßenbahnlinie 1 fährt weiterhin verkürzt von Prohlis bis zur Waltherstraße. Von dort geht es weiter mit der bis Waltherstraße verlängerten Buslinie 92 oder bis Cotta auch mit der Buslinie 75.         Der Umbau des Straßenbahnendpunktes in Leutewitz geht so langsam zu Ende. Die neue Gleisschleife ist bereits fertig, gebaut wird derzeit noch an den Haltestellen. Auch das kleine Gebäude, in dem die Stromversorgung und ein kleiner Pausenraum für die…

weiterlesen