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Rödertalbienen wollen ungeschlagen bleiben

Großröhrsdorf. Auf den HC Rödertal warten zwei Heimspiele in Folge. Zunächst empfangen die Bienen am Samstag, 23. Februar, die SG 09 Kirchhof. Anwurf in der Sporthalle am Schulzentrum ist 17.30 Uhr.

Die Gäste spielen eine ordentliche Bundesligasaison und waren noch nie schlechter als Tabellenplatz acht. Allerdings hinken sie damit den eigenen Erwartungen hinterher, denn die Mannschaft von Christian Denk ist als Favorit in die Saison gestartet. Zum Auftakt der Rückrunde konnte die SG Siege gegen den SV Werder Bremen und die Spreefüxxe Berlin feiern. Im Spitzenspiel des 18. Spieltags unterlagen sie dann deutlich gegen die Kurpfalz Bären aus Ketsch (29:36). Auch am letzten Wochenende hatten sie gegen den 1. FSV Mainz 05 mit 24:35 das Nachsehen. Im Hinspiel setzte sich der HCR in einem engen Spiel knapp mit 29:28 (12:10) durch. „Schon damals hat man gesehen, mit wie viel individueller Klasse Kirchhof gespickt ist. Diana Sabljak macht im Schnitt 9 Tore pro Spiel – das ist phänomenal. Auch Dionne Visser und Christin Kühlborn sind spielstarke und torgefährliche Spielerinnen.“ sagt Bienen-Coach Frank Mühlner. Sabljak ist mit 163/61 Treffern auf dem besten Weg, ihren Titel als beste Torschützin aus der vergangenen Saison zu verteidigen. „Wir müssen versuchen die Achse Sabljak – Visser gut zu verteidigen. Dann haben wir gute Chancen.“ so Mühlner weiter. Zuletzt gab die SG bekannt, dass Danique Boonkamp, Christin Kühlborn und Dionne Visser den Verein zum Saisonende verlassen.  Um das zu kompensieren, bediente sich Kirchhof bei Erstligist HSG Bad Wildungen Vipers und gab unlängst die Verpflichtungen von Sina Ritter und Mariël Beugels bekannt.

„Tagesform wird entscheidend sein“

Für den HCR ist es das zweite schwere Spiel in Folge. Trotzdem will die Mühlner-Sieben auch im sechsten Spiel nacheinander im heimischen Bienenstock ungeschlagen bleiben. „Das Hinspiel war schon knapp. Damals war Rabea Pollakowski mit sieben Toren nicht zu stoppen. Ich glaube, dass es wieder eine ganz enge Kiste wird und die bessere Tagesform entscheidend sein wird.“ prognostiziert Mühlner. Zum letzten Heimspiel konnte der HC Rödertal die Marke von 600 Zuschauern zum ersten Mal knacken und bot den Fans im Bienenstock ein Spektakel. Daran möchte man natürlich anknüpfen und hofft erneut auf zahlreiche Unterstützung.

A-Jugend spielt in Aldekerk

Einen Tag später am Sonntag, 24. Februar, tritt die A-Jugend der SG Rödertal/Radeberg zum letzten Spiel der Zwischenrunde beim TV Aldekerk an. Dort müsste die Mannschaft von Steffen Wohlrab mit mindestens sechs Toren unterschied gewinnen, um noch eine Minimalchance auf das Weiterkommen zu wahren.

Übertragung im Livestream

Das Spiel des HCR im heimischen Bienenstock wird, wie auch schon die vorherigen Heimspiele, im Internet via Livestream auf sportdeutschland.tv/hbf übertragen. Einschalten lohnt sich garantiert.

Florian Triebel

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Goldschakal tappt in Fotofalle

Görlitz. Zum ersten Mal ist in Sachsen ein Goldschakal nachgewiesen worden. Das teilte das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) heute in Dresden mit. Das Tier war bereits am 30. März auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz im Landkreis Görlitz in eine Fotofalle gegangen. Jetzt liegt die offizielle Bestätigung vor, dass es sich um einen Goldschakal handelt.  Als Goldschakal identifiziert wurde das Tier vom LUPUS Institut, das im Auftrag des LfULG das Wolfsmonitoring in Sachsen durchführt. Durch Vergleichsaufnahmen vom gleichen Kamerastandort sei gut zu erkennen gewesen, dass das fotografierte Tier größer als ein Rotfuchs und kleiner als ein Wolf ist. Von der Gestalt her ist die Zuordnung zum Goldschakal sicher. Seitdem gibt es keine weiteren Hinweise auf die Anwesenheit des Tieres. Die anpassungsfähige Art besiedelt bevorzugt verbuschtes und feuchtes Gelände mit Versteckmöglichkeiten, bewohnt jedoch auch andere Lebensräume. Auf dem „Speisezettel“ des Goldschakals stehen vorwiegend kleinere Säugetiere wie Wühlmäuse und Ratten, aber auch Früchte und Aas. Das scheue Tier stellt keine Gefahr für den Menschen dar, kann jedoch ähnlich wie ein Fuchs auch ungeschützte kleinere Nutztiere töten.  Der Goldschakal ist eine besonders geschützte Tierart und im Anhang V der Europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie gelistet. Zukünftig sollen Hinweise auf den Goldschakal aufmerksam geprüft und dokumentiert werden. Das Landesumweltamt bittet die Bevölkerung, Aufnahmen aus Wildkameras, die auf den Goldschakal schließen lassen, zur Dokumentation in der Artdatenbank Sachsen zu übermitteln: E-Mail: DB-Arten.LfULG@smul.sachsen.de Homepage: https://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/natur/8048.htm Hintergrund Der Goldschakal (Canis aureus) gehört, ebenso wie Fuchs und Wolf, zur Familie der Hundeartigen. Besonders die Unterscheidung vom Wolf bedarf eines geschulten Blickes. Farblich ähnelt er dem Wolf, mit einem Einschlag ins Rötliche und einem deutlichen, hellen Kehlfleck. Insgesamt wirkt das Tier kurzbeiniger als ein Wolf. Die Schnauze ist spitzer und zierlicher als die des Wolfes. Vom Fuchs ist das Tier durch seine gedrungenere Gestalt und einen deutlich kürzeren Schwanz mit schwarzer Spitze zu unterscheiden. In Europa kommt der Goldschakal seit alters auf dem Balkan vor. Dort wurde er verfolgt und fast ausgerottet. Durch Schutzmaßnahmen erholten sich die Bestände allmählich. Besonders seit den 1960er Jahren kam es neben Vorstößen einzelner Tiere auch zu festen Ansiedlungen von Familien bis weit nach Nordwesten. Der Goldschakal siedelte sich von Bulgarien aus in Rumänien und Serbien und später in Italien, Slowenien, Österreich, Ungarn und der Slowakei wieder an. In Tschechien vermehrte sich der Goldschakal im Jahr 2018 erstmals in der Nähe von Prag auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz.  In Deutschland wurden seit 1996 einzelne Goldschakale nachgewiesen. Im Süden Brandenburgs hielt sich ein Tier zwischen 1996 und 1998 in der Braunkohlefolgelandschaft auf. Weitere Nachweise liegen aus Bayern, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein vor. Einige dieser Tiere haben Sachsen sicherlich unerkannt durchquert. Zum ersten Mal ist in Sachsen ein Goldschakal nachgewiesen worden. Das teilte das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) heute in Dresden mit. Das Tier war bereits am 30. März auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz im…

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