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Rödertalbienen mit blamabler Vorstellung

Wegen einer völlig indiskutablen Leistung verlor der HC Rödertal beim nächsten Aufsteiger, TuS Lintfort, mit 21:27 (10:15). Die 320 Zuschauer sahen eine engagierte Leistung der Heimmannschaft, während die Rödertalbienen träge wirkten und meist einen Schritt zu spät waren.

Neben Julia Mauksch musste Bienen-Trainer Frank Mühlner auch kurzfristig auf Lisa Loehnig verzichten, die im Training umgeknickt war. Ansonsten stand ihm der gesamte Kader zur Verfügung.

Die Mannschaft von Bettina Grenz-Klein legte einen grandiosen Start hin und ging schnell mit 2:0 in Führung. Beide Tore erzielte Loes Vandewal (10/3 Tore). Die quirlige Rückraumspielerin war heute die erfolgreichste Schützin auf der Platte. Den ersten Treffer auf Seite der Bienen erzielte Meret Ossenkopp (7 Tore), die nach einem Zuspiel von Tammy Kreibich (3 Tore) frei zum Abschluss kam. Kurz darauf konnte Kamila Szczecina (2 Tore) ein Anspiel von Brigita Ivanauskaite (4 Tore) verwerten und glich zum 2:2 aus. Das Lintfort heute gedankenschneller war, deutete sich bereits beim 3:3 an – in der Rückwärtsbewegung schlief der HCR beim Wechseln. In Unterzahl konnten sie den Ausgleich zum 3:3 nicht verhindern. Die Mühlner-Sieben ließ sich davon zunächst nicht aus der Ruhe bringen und ging nach sechs Minuten mit 5:3 in Führung. TuS-Trainerin Grenz-Klein reagierte – sie ließ Ivanauskaite frühzeitig in Pressdeckung nehmen. Für den Rest des Spiels waren die Bienen ein Schatten ihrer selbst. Immer wieder konnte Vandewal ihre Mitspielerinnen gut in Szene setzen. Es benötigte 13 Minuten und zwei Time-Outs von Mühlner, bis der HCR wieder etwas Zählbares auf die Anzeigetafel bekam. In der 20. Minute spielte Kreibich einen präzisen Diagonalpass auf die inzwischen eingewechselte Rabea Pollakowski (1 Tor), die zum 6:8 traf. Der HCR leistete sich auch weiterhin zu viele Fehler im Aufbauspiel und war auch in der Verteidigung meistens einen Schritt zu spät. Dadurch baute Lintfort den Vorsprung bis zur 28. Minute auf 15:9 aus. Kurz vor Ende der ersten Hälfte klaute Szczecina noch einmal unter vollem Einsatz dem Gegner den Ball. Über Pollakowski kam das Spielgerät zu Ivanauskaite, die zum 10:15-Halbzeitstand traf.

Zu Beginn der zweiten Hälfte machte sich noch einmal etwas Hoffnung im Lager der Bienen breit. Mühlner ließ seine Mannschaft nun in einer offensiven 5:1-Abwehr verteidigen, womit Lintfort einige Schwierigkeiten hatte. Im Angriff war es Kreibich, die zum ersten Mal mit Tempo auf die gegnerische Abwehr ging und prompt das 11:15 erzielte. Kurz darauf verkürzten Ivanauskaite und Ossenkopp auf 13:15 (37. Minute). Beide Mannschaften leisteten sich nun immer wieder Fehler, weswegen das Spiel offen blieb. Die Bienen waren besonders in der Abwehr deutlich engagierter, ließen im Angriff aber mehrfach Großchancen ungenutzt. Bis zur 45. Minute zog die Sieben von Grenz-Klein auf 20:16 davon. Der HCR bäumte sich nochmals kurz auf und verringerte den Rückstand wieder auf zwei Tore (18:20 nach 46 Minuten). In der 50. Minute erhielt Ivanauskaite ihre dritte Zeitstrafe und wurde disqualifiziert. Wie schon über die gesamte Spieldauer ließen sich die Bienen weiterhin hängen. Es kam nie das Gefühl auf, dass sie dieses Spiel noch drehen könnten. Mit einem 4:0-Lauf zog Lintfort bis zur 55. Minute auf 26:20 davon. Zu diesem Zeitpunkt war die Partie schon längst gelaufen. Die Spielerinnen des HCR wirkten schlapp, kraftlos und konnten nicht annähernd das Tempo der Gastgeberinnen mitgehen. In den letzten fünf Minuten der Partie konnten beide Seiten noch ein Tor für sich verbuchen. Ossenkopp erzielte das zwischenzeitliche 21:26, ehe Mie Norup Isaksen (3/3 Tore) per Strafwurf zum 27:21 – Endstand traf. Neben der offensichtlichen konditionellen Überlegenheit der Gastgeberinnen muss erneut über die Ausbeute von der Strafwurflinie diskutiert werden. Die Bienen trafen lediglich einen von sechs Versuchen. Die Mannschaft täte gut daran, nach dieser blamablen Vorstellung, am nächsten Spieltag eine Trotzreaktion zu zeigen.

HCR-Trainer Frank Mühlner: „Wir haben heute wegen Arroganz verloren. Oft genug wurde darauf hingewiesen, dass die Spielerinnen von Lintfort um ihr Leben rennen werden. Wir haben unsere komplette Linie verloren und nicht das gemacht, was vorher besprochen wurde. Im Kopf waren die Mädels viel zu langsam. Konsequenz ist, dass der trainingsfreie Tag gestrichen ist.“

Florian Triebel

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St. Joseph-Stift: Baby Nr. 1000 ist da

Dresden. Charlotte Mara heißt das diesjährige Jubiläumsbaby, das am 16. August punkt 20.44 Uhr als Geburt Nr. 1000 in die 2019-er Statistik des St. Joseph-Stifts eingehen wird. Die Kleine brachte bei der Geburt 3.555 Gramm auf die Waage, war 52 Zentimeter groß und ist bereits das dritte Kind seiner Eltern. Die kommen eigentlich aus Riesa, haben sich aber ganz bewusst für die Entbindung in dem Dresdner Krankenhaus entschieden. „Die Erfahrungen bei den Geburten meiner ersten beiden Kinder in einer anderen Klinik waren leider nicht so positiv. Deshalb bin ich auf die Suche gegangen. Aufgrund der Beckenendlage von Charlotte Mara habe ich mich im St. Joseph-Stift beraten lassen und war sofort überzeugt. Das Personal, das ruhige Arbeiten ohne Hektik und Stress haben mir ein sehr sicheres Gefühl gegeben. Auch dass man hier auf das Stillen und den Bindungsaufbau von Mutter und Kind so viel Wert legt, das ist etwas Besonderes, das findet man nicht überall", begründet die frischgebackene Mama Stefanie.   Im St. Joseph-Stift, das seit 2011 nach den Kriterien von WHO und UNICEF als "Babyfreundliche Geburtsklinik" zertifiziert ist, gibt es  nicht nur ärztlich und pflegerisch, sondern auch räumlich beste Voraussetzungen für Entbindungen:  Drei Kreißsäle, ein Entbindungsraum für Wassergeburten, Wehenzimmer, ein OP-Saal für Kaiserschnittentbindungen sowie wohnliche Ein- und Zweibettzimmer, die auch als Familienzimmer genutzt werden. Das ganzheitliche Betreuungskonzept kommt bei den Dresdnern gut an: Im vergangenen Rekordjahr kamen 1.678 Neugeborene im St. Joseph-Stift zur Welt. In diesem Jahr waren es per 16. August schon 523 Jungen und 479 Mädchen, darunter zwei Zwillingsgeburten (deshalb 1.002 Kinder).Charlotte Mara heißt das diesjährige Jubiläumsbaby, das am 16. August punkt 20.44 Uhr als Geburt Nr. 1000 in die 2019-er Statistik des St. Joseph-Stifts eingehen wird. Die Kleine brachte bei der Geburt 3.555 Gramm auf die Waage, war 52 Zentimeter…

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