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Rödertalbienen: Knapper Sieg in Hessen

Großröhrsdorf. Nach den beiden Niederlagen in der Liga und im Pokal hat der HC Rödertal wieder zurück in die Erfolgsspur gefunden. In Melsungen (Hessen) konnten die Bienen einen knappen 29:28 Auswärtssieg gegen die SG 09 Kirchhof feiern.

Die Fahrt nach Hessen begann allerdings mit einer schlechten Nachricht - Tammy Kreibich musste krankheitsbedingt absagen. Dafür konnte Bienen-Chefcoach Frank Mühlner sonst aus den Vollen schöpfen. Für die erkrankte Kreibich spielte Julia Mauksch (4/3 Tore) im rechten Rückraum.

Der HCR startete nervös in die Partie. Entsprechend erzielte Diana Sabljak (10/1 Tore), die heute mit zehn Toren erfolgreichste Spielerin der Partie, den ersten Treffer. Bis zur neunten Minute konnten die Bienen diesen knappen Rückstand halten, ehe die SG zu einem 3:0-Lauf ansetzte (7:3 nach 14 Minuten). In den ersten 15 Minuten scheiterten die Bienen reihenweise an Kirchhof-Torfrau Frederikke Siggaard. Damit machten sie sich das Leben schwerer als nötig. Generell lief im Angriffsspiel nicht viel zusammen bei den Gästen. Das lag auch daran, dass Brigita Ivanauskaite (5 Tore) immer wieder in Pressdeckung genommen wurde, um sie aus dem Spiel zu nehmen. HCR-Trainer Mühlner sah sich gezwungen sein erstes Time-Out zu nehmen, um die Mannschaft wieder auf Kurs zu bringen. Dennoch konnten seine Mädels den Rückstand zunächst nicht signifikant verkleinern. Erst nach 20 Minuten kam der Bienenzug langsam ins Rollen. Die Abwehr stand sicherer und auch im Angriff agierten sie konsequenter. Das Spiel schien plötzlich zu kippen. Die Gastgeberinnen verloren zunehmend den Faden. Mit der Einwechslung von Rabea Pollakowski (7 Tore), heute mit sieben Treffern erfolgreichste Biene, bewies das Trainergespann ein goldenes Händchen. Sie drehte in den verbleibenden acht Minuten richtig auf - erzielte fünf Tore in Folge. Dadurch ging der HCR bis zur Halbzeitpause mit 12:10 in Führung.

Mit jede Menge Schwung kam der HC Rödertal zurück aus der Kabine und vergrößerte den Vorsprung dank Toren von Ivanauskaite und Kamila Szczecina (4 Tore) auf 14:10. Doch Kirchhof gab sich nicht auf und kämpfte weiter verbissen. Nach 38 Minuten gab es auf Bienenseite das erste Bundesliga-Tor von Jasmin Eckart zum 15:13 zu feiern. Die Stimmung kühlte allerdings schnell wieder ab. Bis zur 39. Minute schafften die Löwinnen den 15:15-Ausgleich. Danach ging das Spiel in die heiße Phase. Beide Mannschaften schenkten sich nichts. Die Bienen erkämpften sich nach 44 Minuten erneut eine knappe Zwei-Tore-Führung (19:17), mussten aber nur 180 Sekunden später erneut den 20:20-Ausgleich hinnehmen. Kurz darauf setzte sich der HCR wiederum auf 22:20 ab. Die Partie wurde immer umkämpfter und hitziger. In der 53. Minute versuchte Ivanauskaite einen Tempo-Gegenstoß der Gastgeberinnen zu vereiteln und erhielt ihre dritte Zeitstrafe, was die Disqualifikation bedeutete. Jedem Tor der Rödertalbienen folgte im direkten Gegenzug der Anschlusstreffer von Kirchhof. Erst als Mauksch starke Nerven bewies und zwei Minuten vor der Schlusssirene einen fälligen Strafwurf zum 28:26 verwandelte, war den Gästen der Sieg fast sicher. Den Schlusspunkt bei den Bienen setzte kurz darauf Pollakowski mit dem 29:27. Nur Sabljak konnte mit Ablauf der Uhr noch einen Treffer zum 28:29-Endstand aus Sicht der Gastgeberinnen erzielen. Im Anschluss kannte die Freude bei Mannschaft, Trainerteam und Verantwortlichen keine Grenzen mehr.

HCR-Trainer Frank Mühlner: "Das war heute ein dreckiger Sieg meiner Mannschaft. Besonders im Angriff haben wir spielerisch nicht gut agiert und sind nur über den Kampf in die Partie gekommen. In der Anfangsphase haben wir uns das Leben selbst schwer gemacht und viele freie Würfe hergeschenkt. Man hat gemerkt, dass Kirchhof viel Druck hatte. Wir wollten zwar gewinnen, mussten es aber nicht unbedingt. Vielleicht hat das heute den kleinen Unterschied gemacht. Trotzdem haben wir zu viele Fehler gemacht und gesehen, dass wir noch eine Menge Arbeit vor uns haben."

Bericht: Florian Triebel

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Mit der Laterne zum Martinstag

Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Zum Tag des Heiligen Sankt Martin, am 11. November, organisieren zumeist Kirchgemeinden Laternenumzüge und feiern ein Fest, bei dem es etwas über das Leben und Wirken des Martins von Tours zu erfahren gilt. Kinder und Familien sind zu Lampionumzügen, Martinshörnchen teilen, Beisammensein am Lagerfeuer eingeladen. Mit dem Brauch wird an den römischen Soldat, der im Jahre 360 n. Chr. lebte, erinnert. Er half in einer bitterkalten Nacht einem armen Bettler und teilte mit ihm seinen weiten Mantel, damit er nicht erfror. Beim Gedenken an Sankt Martin bringen Kinder mit ihren Laternen Licht und Wärme in den dunklen Herbst – genau wie er damals. Folgende Martinsfeste finden am 11. November statt:  Bannewitz: 16.30 Uhr Martinsspiel in der Kirche Bannewitz, anschließend Lampionumzug, Martinsfeuer und warme Getränke an der Feuerwehr Bielatal: 17 Uhr Martinsandacht in der Kapelle Burkhardswalde: 16.30 Uhr Andacht in der Kirche, Martinsumzug, Abschluss mit Imbiss im Pfarrhaus. Dippoldiswalde: 16.30 Uhr Martins-Spiel in der evangelischen Stadtkirche am Markt. Danach bewegt sich der Umzug mit dem Martinsreiter sowie Lampions und Liedern durch die Innenstadt zur katholischen St.-Konrads-Kirche, wo der Abschluss stattfindet. Freital-Deuben: 16.45 Uhr Laternenumzug - Beginn an der Katholischen Kirche St. Joachim, Johannisstraße 2, Ende Christuskirche, An der Kirche 10 bzw. Pfarrgarten, Pestalozzistraße 6 Freital-Hainsberg: 17 Uhr Hoffnungskirche an der Kirchstraße, Kirchstraße 10, Laternenumzug mit Andacht und anschl. Martinsfeuer Freital-Pesterwitz: 17 Uhr Treff der St. Jakobuskirchgemeinde. Umzug und Martinsfeuer im Pfarrhof Heidenau: 17 Uhr Andacht in der katholischen Kirche (Fröbelstraße), Umzug durch die Stadt und Abschluss in der Christuskirche mit Imbiss. Maxen: 16.30 Uhr Treffen an der Kirche, dort Liedersingen und Martinsgeschichte, Lampionumzug vom Gemeindehaus durch den Ort, zu einer Familie, dort gemütliches Beisammensein und Hörnchenteilen, Besuch bei den Martinsgänsen Mohorn (Wilsdruff): 17 Uhr Martinsandacht Neustadt: 17 Uhr Vesper zum Martinstag in der St.-Jacobi-Kirche Neustadt anschließend Martinsumzug und Teilen der Martinshörnchen Pirna: 17.30 Uhr (Einlass ab 17 Uhr) Andacht mit Anspiel in der St. Marienkirche. Danach werden auf dem Kirchplatz vor dem Gotteshaus die Lampions entzündet und der Heilige am oberen Marktbrunnen hoch zu Ross erwartet. Anschließend Umzug mit Lampions durch die Gassen und Straßen zum Markt vor das Rathaus, wo der Posaunenchor spielt. Nach altem Brauch werden dort Hörnchen ausgegeben und untereinander geteilt. Reinhardtsdorf: 17 Uhr Martinsspiel und kleine Andacht Papstdorf: 17 Uhr Start zum Laternenumzug vor dem Pfarrhaus, danach Andacht in der Dorfkirche  Sebnitz: 17 Uhr Beginn der Martinsfeier in der Ev.?Luth. Stadtkirche „Peter und Paul“  (caw/df) Zum Tag des Heiligen Sankt Martin, am 11. November, organisieren zumeist Kirchgemeinden Laternenumzüge und feiern ein Fest, bei dem es etwas über das Leben und Wirken des Martins von Tours zu erfahren gilt. Kinder und Familien sind zu Lampionumzügen,…

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Echter Dresdner Stollen, nur mit dem Siegel

Dresden. Was drin sein muss ist festgelegt (65% Rosinen, 50% Butter oder Butterfett, 20% Orangeat und Zitronat,15% süße und bittere Mandeln), auch was auf keinen Fall drin sein darf (Margarine, künstlichen Aromen,  Konservierungsstoffe), wo und wie er gebacken wird (in Dresden und einem festgelegten Umkreis, in Handarbeit). Und dennoch ist klar: Den einen, den perfekten Stollen gibt es nicht. Denn er müsste von den Stollenprüfern 20 Punkte  erhalten, »das hat noch keiner geschafft«, sagt Ralf Ullrich, Vorstandsmitglied des Schutzverbandes Dresdner Stollen e.V.. Auch am 8. November  bei der öffentlichen Stollenprüfung in der Altmarkt Galerie gab es keinen 20-Punkte-Sieger, dafür viele gute Stollen mit 18 bis über 19 Punkten. Um das Stollensiegel überhaupt zu bekommen, muss das Gebäck mindestens 16 Punkte erhalten. Die Prüfer bewerten dabei innere und äußere Beschaffenheit, Geruch und Geschmack. Je Kriterium kann es maximal fünf Punkte geben. Insgesamt 70 Striezel wurden öffentlich getestet und benotet, weitere 45 in nichtöffentlichen Prüfungen.Die Tester wissen dabei nicht, aus welchen Backstuben die Anwärter stammen. »Jeder Stollen, der das goldene Siegel tragen darf, muss den hohen Anforderungen unseres Verbandes an Geschmack und Güte entsprechen«, so Ralf Ullrich. Schließlich sei jeder ein Unikat – und ein Qualitätsversprechen. Sollte es doch einmal vorkommen, dass ein Stollen nicht besteht, gibt es eine Nachprüfung. „Wir bewerten hier ein Handwerksprodukt. Das sind allesamt Unikate. Es ist sehr selten, aber natürlich kann es vorkommen, dass nicht alles perfekt ist. Dann tauschen wir uns mit den Meistern aus, beraten, geben Tipps - da wir ja alle selber am Backofen stehen oder gestanden haben, kann man von der Erfahrung aller profitieren." Handwerk trifft Wissenschaft Dass alle Sinne geschärft sein müssen, wenn es um die Qualitätsprüfung für den echten Dresdner Stollen  geht, versteht sich von selbst. „Um uns dahingehend weiterzubilden, haben wir uns im Sommer auf wissenschaftliches Terrain begeben", so Ullrich. „In Zusammenarbeit mit der Professur für Lebensmittelkunde und Bedarfsgegenstände der Technischen Universität Dresden und der Akademie Deutsches Bäckerhandwerk Sachsen haben wir ein speziell auf unseren Dresdner Christstollen hin abgestimmtes Sensorik-Seminar entwickelt. In diesem wurden unsere Stollenprüfer und interessierteMitglieder geschult.“ Durchgeführt wurde das Seminar von Prof. Dr. Thomas Simat, der die Professur leitet: „Normalerweise bilde ich unsere Lebensmittelchemie-Studenten allgemein in Lebensmittelsensorik aus. In Zusammenarbeit mit der Akademie Deutsches Bäckerhandwerk haben wir eine Schulung für die Stollenprüfer nach dem Schema des Stollenschutzverbandes ausgearbeitet. Für mich war beeindruckend, wie sich die gestandenen Handwerker auf die sensorische Grundschulung eingelassen haben und mit welcher Leidenschaft und fachlicher Expertise für dieses Produkt bei der Bewertung der von der Akademie bereitgestellten Stollenproben zwischen den Teilnehmern diskutiert wurde. Der Dresdner Christstollen ist für die hiesigen Stollenbäcker kein Produkt wie jedes andere. Es ist absolut bemerkenswert, mit welcher Zielstrebigkeit sie alle an der Optimierung der Qualität in den backenden Betrieben selbst und auf Verbandsseite an der Weiterbildung der Prüfer arbeiten." Was drin sein muss ist festgelegt (65% Rosinen, 50% Butter oder Butterfett, 20% Orangeat und Zitronat,15% süße und bittere Mandeln), auch was auf keinen Fall drin sein darf (Margarine, künstlichen Aromen,  Konservierungsstoffe), wo und wie er…

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