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Rödertalbienen holen vierten Sieg in Folge

Der 31:27 (14:14) – Sieg des HC Rödertal gegen die TG Nürtingen ist der vierte Erfolg in Serie. Die Gastgeberinnen brauchten dieses Mal 25 Minuten ehe sie ins Spiel kamen und die Weichen auf Sieg stellten.

Nur Julia Mauksch fehlte erneut im Bienenkader. Die zuletzt wegen einer Handverletzung ausgefallene Thilde Boesen war wieder zurück auf der Platte und von Beginn an eine der Stützen in der Abwehr.

Beide Mannschaften begannen nervös und erlaubten sich mehrere Fehler. Erst in der 4. Minute konnte Nina Fischer (2/1 Tore) einen Tempogegenstoß zur 1:0–Gästeführung vollenden. Die Bienen benötigten einen Strafwurf, um etwas Zählbares auf das Tableau zu bekommen – Kamila Szczecina (7 Tore) wurde gefoult und den fälligen Strafwurf verwandelte Egle Alesiunaite (5/3 Tore) sicher zum 1:1-Ausgleich. Auch beim 2:1-Führungstreffer war Szczecina beteiligt. Sie stellte eine Sperre und Brigita Ivanauskaite (9 Tore), erfolgreichste Torschützin auf dem Feld, netzte ein. Beide Teams waren nun im Spiel. Die Bienen erarbeiteten sich mit einem 3:0-Lauf einen kleinen Vorsprung (5:3 nach 11 Minuten). Kurz darauf folgte jedoch die erste Schwächephase. Dadurch konnte die TG Nürtingen wieder mit 6:5 in Führung gehen. Trainer Mühlner war mit der Leistung seiner Mädels nicht zufrieden und versuchte von außen zu korrigieren. Zunächst erzielte Alesiunaite nach einem schönen Solo den 6:6-Ausgleich. Als die eingewechselte Yuko Minami auf der Gegenseite einen Strafwurf der TGN parierte und Ivanauskaite im direkten Gegenzug aus halblinker Position auf 7:6 stellte, war die Welt bei den 423 Zuschauern im Bienenstock wieder in Ordnung. Doch ab der 23.Minute kamen die Baden-Württembergerinnen immer besser ins Spiel. Benitta Quattlender vollendete einen 5:0-Lauf zur 14:10-Führung der Gäste. Bei noch 2,5 Minuten auf der Uhr zückte Mühlner seine zweite grüne Karte, um seine Mannschaft auf den Endspurt in der ersten Hälfte einzustellen. Er schien die richtigen Worte gefunden zu haben. Zunächst traf Tammy Kreibich (2 Tore) aus halbrechter Position. Im Anschluss vollendete Meret Ossenkopp (2 Tore) einen Tempogegenstoß zum 12:14. Noch immer war eine Minute Zeit und die Bienen sahen ihre Chance. Torfrau Ann Rammer parierte einen Wurf der Gäste. Über Rabea Pollakowski (2 Tore) kam der Ball zur mitgelaufenen Szczecina, die den 13:14-Anschlusstreffer verwandelte. Die Halle stand Kopf. TGN-Trainer Stefan Eidt versuchte mit einer Auszeit 30 Sekunden vor Schluss den Schwung aus dem Bienenspiel zu nehmen. Das gelang nicht. Nach einem Fehlpass schnappten sich die Gastgeberinnen gedankenschnell den Ball und Alesiunaite machte mit der Pausensirene den 14:14-Ausgleichstreffer.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit stand erneut Torfrau Rammer im Mittelpunkt, die ebenfalls einen Siebenmeter der Nürtingerinnen parierte. In der 35. Minute konnte der HCR durch Kreibich erstmals wieder mit 16:15 in Führung gehen. Die Gäste lauerten jedoch weiter auf die nächste Schwächephase der Bienen. Mühlner ließ nun immer wieder mit Jasmin Eckart (4 Tore) als zweite Kreisläuferin spielen, womit die TGN merkliche Probleme hatte. In der 40. Minute war dann Boesen bei einem schlechten Pass der Gäste hellwach und stibitzte den Ball. Durch das Tor von Eckart im darauffolgenden Angriff setzten sich die Gastgeberinnen erstmals wieder auf drei Tore ab (20:17). Mit zunehmender Spieldauer erhöhte sich auf beiden Seiten die Fehlerquote mit einem kleinen Vorteil für die Bienen, die sich weiter absetzten. Als Ivanauskaite erneut hervorragend die am Kreis stehende Szczecina bediente, war der erste 5-Tore-Vorsprung des HC Rödertal perfekt. Nürtingen versuchte weiter das Tempo hoch zu halten und die Bienen zu Fehler zu zwingen. Allerdings ging den Gästen allmählich die Puste aus. Mit dem 30:24 in der 58. Minute durch einen Tempogegenstoß von Pollakowski war die Partie entschieden. Kurz vor Schluss, beim Stand von 31:25, wurde Ivanauskaite nach ihrer dritte Zeitstrafe disqualifiziert. Auch die beiden Tore der TGN in der letzten Minute zum 31:27-Endstand konnten am vierten Sieg der Bienen in Folge nichts mehr ändern. Mit diesem Erfolg bleibt der HC Rödertal weiter knapp hinter dem VfL Waiblingen auf dem 6.Tabellenplatz.

HCR-Trainer Frank Mühlner: „In den ersten fünf Minuten dominierten die Abwehrreihen. Wir waren ein bisschen nervös und haben uns bis zur 25. Minute zu viele Fehler erlaubt. Der Knackpunkt der Partie war heute ganz klar unsere Aufholjagd zum 14:14-Ausgleich. Das Spiel mit zwei Kreisläuferinnen hat hervorragend funktioniert, obwohl wir es unter der Woche gar nicht trainiert haben. Ein Sonderlob geht an Kamila Szczecina und Brigita Ivanauskaite. Die beiden waren extrem abgezockt. Die TG Nürtingen ist bestimmt keine Laufkundschaft. Umso mehr freue ich mich über den Sieg.

Florian Triebel

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Friedenslauf-Spenden gehen an Drudel 11

Ostritz. Rund 300 Menschen liefen im Oktober in Ostritz für Demokratie, Weltoffenheit und Toleranz. Die Hälfte der beim Friedenslauf gesammelten Spenden, 2450 Euro, wurde inzwischen an Drudel 11 e.V. aus Jena überwiesen. Dies teilen der Vorstandsvorsitzende des Internationalen Begegnungszentrums St. Marienthal, Dr. Michael Schlitt, und der Mitorganisator des Friedenslaufes, Landrat a.D. Günter Vallentin (Ostritz), mit. Drudel 11 engagiert sich seit 25 Jahren als anerkannter Träger der Jugendhilfe. In zahlreichen Projekten – vom Jugendzentrum bis hin zur Ausstiegsberatung für Neonazis  – hat es sich der Verein zur Aufgabe gemacht, Kindern und Jugendlichen Selbstkompetenz zu vermitteln und dabei Anreize zum Perspektivwechsel zu geben. Inzwischen kann das Team von Drudel 11 auf eine langjährige Erfahrung in den Bereichen der Gewalt- und Radikalisierungsprävention zurückblicken. Sebastian Jende vom Verein Drudel 11 dazu: „Mit großer Freude hat unser Verein diese tolle Nachricht von der Spende erhalten. Ein besonderer Dank geht an alle Spender und Läufer und natürlich an das IBZ St. Marienthal als Veranstalter sowie an die Verantwortlichen der Stadt Ostritz.“ Drudel 11 bietet Beratungen für Ausstiegswillige aus rechtsextremen Zusammenhängen an. Gemeinsam mit den Ausstiegwilligen wird in der vertraulichen Einzelberatung der bisherige, zumeist von Gewalterfahrungen, Vorurteilen und Hassideologien geprägte Lebensweg reflektiert. Dabei werden gemeinsam neue Lebensperspektiven für die Ausstiegswilligen erarbeitet. Sebastian Jende dazu weiter: „Die Struktur der rechtsextremen Szene hat oft zur Folge, dass sich Ausstiegswillige in einem eng gesponnenen Netz gefangen fühlen. Vor allem der hohe soziale Druck aus der Szene, bis hin zu Drohungen und Verfolgung, führt bei Ausstiegswilligen oftmals zu einem Gefühl der Ohnmacht. Ist aber die Ausstiegsmotivation gegeben, dann setzt unsere Beratung genau an diesem Punkt an und hilft den Aussteigern einen Ausweg zu finden und sich neu zu orientieren.“ Der andere Teil der Spenden wurde für das „Ostritzer Friedensfest“ zur Verfügung gestellt. Der „Ostritzer Friedenslauf“ im Oktober war auch eine Reaktion auf den am gleichen Tag im Ostritzer Hotel „Neißeblick“ stattgefundenen „Kampf der Nibelungen“. Zu dieser Kampfsportveranstaltung kamen zahlreiche Mitglieder der rechtsextremen Szene.Rund 300 Menschen liefen im Oktober in Ostritz für Demokratie, Weltoffenheit und Toleranz. Die Hälfte der beim Friedenslauf gesammelten Spenden, 2450 Euro, wurde inzwischen an Drudel 11 e.V. aus Jena überwiesen. Dies teilen der Vorstandsvorsitzende…

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