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Rödertalbienen gehen mit Sieg in Winterpause

Nach einem Auftakt zum Vergessen und einem 6-Tore-Rückstand schaffte der HCR noch im ersten Durchgang die Wende und gewann das Spiel beim Aufsteiger HSG Gedern/Nidda mit 29:24 (15:13). Durch diesen Sieg belegen die Bienen zum Jahreswechsel den sechsten Tabellenplatz.

Neben der noch immer verletzten Thilde Boesen, musste das Trainergespann um Frank Mühlner nur auf Victoria Hasselbusch verzichten und konnte sonst aus den Vollen schöpfen.

Die Rödertalbienen waren mit den Köpfen offensichtlich schon in der anstehenden Winterpause. Anders ist die Leistung in den Anfangsminuten dieses Spiels nicht zu erklären. Der erste Treffer der Partie fiel nach drei Minuten. Leonie Isabel Nowak (3 Tore) setzte sich am Kreis gegen den Innenblock der Bienen durch und netzte zum 1:0 für die Gastgeberinnen ein. Die Hessinnen blieben weiterhin am Drücker. Als in der achten Minute Kristin Amos (10/2 Tore) mit ihrem Strafwurf an Torfrau Ann Rammer scheiterte, den Nachwurf jedoch zum 5:0 versenkte, war der Fehlstart für die Gäste perfekt. Kurz darauf durften auch die Bienenfans zum ersten Mal jubeln. Die inzwischen eingewechselte Egle Alesiunaite (2 Tore) hatte ein Auge für die heute überragende Linksaußen Jessica Jander (11 Tore), die zum 1:5 traf. Trotz des Tores gab die Mannschaft von Christian Breiler weiterhin den Ton an. Nach dem 7:1 durch Sabine Eisenacher (4 Tore) hatte HCR-Trainer Mühlner genug gesehen und zückte die grüne Karte. Seine Maßnahme sollte Früchte tragen. In der folgenden Spielphase waren die Bienen nicht wieder zu erkennen und spielten entfesselt auf. Zunächst verkürzte Birigita Ivanauskaite (4 Tore) aus halblinker Position zum 2:7. Im Anschluss sorgte Jander dafür, dass ihr Name in Nidda nicht so schnell vergessen wird. Mit vier Toren innerhalb von nur zwei Minuten brachte sie den HCR quasi im Alleingang zurück in die Spur (6:7 nach 15 Minuten). Als Julia Mauksch (2/1 Tore) kurze Zeit später den 8:8-Ausgleich machte, war das Spiel wieder vollkommen offen. Die HSG Gedern/Nidda zeigte sich nur kurz beeindruckt und baute ihrerseits den Vorsprung bis zur 22. Minute wieder auf 11:9 aus. Doch die Rödertalbienen waren nun in der Partie. Sie übernahmen nach einem 5:0-Lauf erstmals mit 14:11 die Führung. Bis zur Halbzeitpause verkürzte Eisenacher den Rückstand der Gastgeberinnen noch einmal auf 13:15.

Die Bienen verschliefen auch den Start in die zweite Halbzeit. In der 35. Minute konnten die Heimfans den 15:15-Ausgleich ihrer HSG bejubeln. Es dauerte erneut über sieben Minuten ehe der HC Rödertal etwas Zählbares auf die Anzeigetafel brachte – Mauksch spielte auf Jander, die zum 16:15 traf. Beide Mannschaften leitsteten sich im Angriff immer wieder technische Fehler, sodass sich kein Team deutlich absetze. Ab der 43.Minute suchten die Bienen die Entscheidung. Kamila Szczecina (3 Tore) und erneut Jander erhöhten auf 20:17. Danach traf Mauksch per Strafwurf zum 21:17 für die Gäste. Was folgte war eine Schrecksekunde für die Bienen – Mauksch knickte ohne Fremdeinwirkung um, musste am rechten Fuß behandelt werden und humpelte im Anschluss vom Feld. Für sie war das Spiel gelaufen. Der HCR machte trotzdem dort weiter wo er aufgehört hatte und Ivanauskaite erzielte in der 48. Minute das 22:17. Die Hessinnen wollten zwar den Rückstand noch einmal verkürzen, erlaubten sich aber besonders im Spielaufbau zu viele Fehler. Allerdings machten auch die Bienen den Deckel nicht drauf, sondern ließen selbst gute Möglichkeiten liegen. Nach 56 Minuten war beim Stand von 25:19 auch für Ivanauskaite die Partie beendet, weil sie ihre dritte 2-Minuten-Strafe erhielt. Die HSG versuchte nun alles, um den Druck auf die Gäste zu erhöhen. Breiler ließ seine Mannschaft in einer offensiven 4:2-Abwehr decken. Trotz Unterzahl hatte der HCR damit keine Probleme. Als erneut Jander in der 58.Minute zum 26:21 traf, war die Partie endgültig entschieden. In der Schlussphase konnte sich auch Meret Ossenkopp (2 Tore) noch zweimal in die Torschützenliste eintragen. Den Schlusspunkt setzte dann Amos drei Sekunden vor Schluss zum 24:29. Mit diesem Sieg kann der HC Rödertal beruhigt in die Winterpause gehen. Viel wichtiger ist allerding, dass Mauksch nicht schlimmer verletzt ist. An dieser Stelle wünschen wir noch einmal gute Besserung.

HCR-Trainer Frank Mühlner: „Wir sind nur sehr schwer in die Partie gekommen. Allerdings war uns auch vorher schon klar, dass es hier nicht einfach wird. Mir hat heute in einigen Situationen einfach die nötige Konsequenz gefehlt. Es war auch den vielen einfachen Fehlern geschuldet, dass wir zu Beginn mit 1:7 zurück lagen. Dank der drei Konter entwickelt sich das Spiel dann glücklicherweise in eine gute Richtung für uns. Zu Beginn der zweiten Halbzeit waren wir auch wieder nicht gut. Ich weiß auch nicht was mit meinem Rückraum heute los war – da wollte niemand werfen. Der Stand der Tabelle zeigt ganz gut unser Leistungsniveau. Wir haben zwar einige Punkte liegen lassen, gehen aber mit einem guten Gefühl in die Pause.“

Florian Triebel

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Schulsporthallen bleiben geschlossen

Senftenberg. Die Stadt Senftenberg musste sich entscheiden, die Schulsporthallen und schulischen Außensportanlagen vor Beginn der Schulferien am 24. Juni nicht wieder für die Vereinsnutzung zu öffnen. Darüber informierten Bürgermeister Andreas Fredrich und Amtsleiter Falk Peschel am Mittwoch im Ausschuss Soziales Bildung, Kultur und Sport. Hintergrund dieser Entscheidung ist der Umstand, dass für die Nutzung der insgesamt sechs Schulsporthallen durch die Stadt Reinigungs- und Hygienekonzepte festgeschrieben werden müssten, für deren Umsetzung die Stadt in der Verantwortung steht. Vor jedem Nutzerwechsel müssten demzufolge die Hallen gereinigt werden, unabhängig davon, wie lange dort Sport getrieben wurde, also auch nach einer Nutzung von beispielsweise nur einer Stunde. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt wären in der Pflicht dies zu überwachen. Aufgrund der Nutzungszeiten bis zum Teil 22 Uhr kann dies nicht gewährleistet werden. Zudem wäre ohnehin nur die Ausübung so genannter kontaktloser Sportarten zulässig, beispielsweise Tischtennis. Darüber hinaus würden die Schulsporthallen mit Beginn der Schulferien am 24. Juni ohnehin wieder geschlossen. Es handelt sich also lediglich um einen Zeitraum von dreieinhalb Wochen, in dem die Schulsportanlagen durch Dritte genutzt werden könnten. Laut einer neuen Fassung der Verordnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie wäre die Nutzung durch Dritte beziehungsweise durch Vereine theoretisch wieder möglich. Die Stadt Senftenberg hofft vor diesem Hintergrund auf Verständnis in der Bevölkerung und insbesondere bei den betroffenen Vereinen. »Der Gesundheitsschutz hat stets höchste Priorität«, erklärt Bürgermeister Andreas Fredrich. Bei der Entscheidung gehe es zudem darum, die Verhältnismäßigkeit von Nutzen, Zeit und Aufwand zu berücksichtigen. Aufgrund der nicht in Anspruch genommenen Nutzungstage seit dem 17. März 2020 bis zum 24. Juni 2020 (Schuljahresende) werden die Nutzungsgebühren neu berechnet und gegebenenfalls bereits gezahlte Nutzungsgebühren zurückerstattet. Dies soll spätestens nach Schuljahresende erfolgen.Die Stadt Senftenberg musste sich entscheiden, die Schulsporthallen und schulischen Außensportanlagen vor Beginn der Schulferien am 24. Juni nicht wieder für die Vereinsnutzung zu öffnen. Darüber informierten Bürgermeister Andreas Fredrich und…

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