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Rödertalbienen erkämpfen sich Punkt

Großröhrsdorf. In einem engen Spiel voller Besonderheiten zeigte der HC Rödertal eine starke kämpferische Leistung. Auch die Gäste aus Waiblingen überzeugten mit schnellem Handball. Nach 60 Minuten trennten sich beide Mannschaften leistungsgerecht 25:25 (14:14).

Während Julia Mauksch weiterhin fehlte, durfte sich Lisa Loehnig über ihre Rückkehr in den Kader freuen.

Als erste Besonderheit liefen die „Patenkinder“ mit der 1. Frauenmannschaft ein – das Bundesligateam übernahm die Patenschaft für Nachwuchsspielerinnen der C– und B–Jugend, die in einem Perspektivkader zusammengefasst wurden. Die zweite Premiere folgte beim Anwurf – der HCR spielte erstmals von rechts nach links. Ein ungewohnter Anblick für die Zuschauer. Allerdings ließ sich die Sieben von Bienen-Coach Frank Mühlner davon nicht beirren. Brigita Ivanauskaite (11/3 Tore) konnte mit einer Über-Kopf-Finte ihre Gegenspielerin austricksen und netze zum 1:0 ein. Auch der VfL Waiblingen hatte keine Anlaufschwierigkeiten – Lea Gruber (4 Tore) egalisierte für die Gäste. Erneut war es Ivanauskaite, die den HCR mit 2:1 in Führung brachte. Im direkten Gegenzug fiel auf der anderen Seite der 2:2-Ausgleich durch Monika Odrowska (5/1 Tore). Die „Tigers“ versuchten immer wieder schnell nach vorne zu spielen, leisteten sich aber oftmals Fehler. Als sich in der 8. Minute erneut Ivanauskaite auf halbrechter Position durchsetzte und die Führung auf 4:2 ausbaute, standen die 535 Zuschauer im Bienenstock Kopf. Waiblingen spielte weiterhin mutig nach vorne und glich nur zwei Minuten später erneut zum 4:4 aus. Beim Stand von 5:5 brachte HCR-Trainer Mühlner Egle Alesiunaite. Gleich mit ihrer ersten Aktion bediente sie per No-Look-Pass Kamila Szczecina (6/3 Tore), die zum 6:5 einnetzte. Jeder kleinste Fehler wurde bestraft. Erneut waren es die Bienen, die sich auf 9:7 nach 16 Minuten absetzten. Auch diese Führung sollte nicht lange halten – nach vier Minuten stellten die „Tigers“ beim 10:10 wieder den Einstand her. Die Spannung im Bienenstock war spürbar und die Fans schrien ihre Mädels unermüdlich nach vorne. Weder der HCR noch die Sieben von Nikolaj Andersson konnte sich entscheidend absetzen. Beim Stand von 13:14 wurde Jessica Jander (1 Tor) strafwürdig gefoult. Den fälligen Siebenmeter verwandelte Ivanauskaite zum 14:14-Halbzeitstand. Zwar kamen die Bienen kurz vor der Pause noch mal in Ballbesitz, aber der Treffer von Tammy Kreibich (3 Tore) ins leere Tor fiel leider nach der Sirene.

Zur Halbzeitpause sorgte die Tanzgruppe „Crazy Cats“ des TSV 1865 Ohorn mit einer wundervollen Show für großen Jubel bei den heimischen Fans.

Bienen-Coach Mühlner brachte Jasmin Eckart für den zweiten Durchgang im Innenblock. Gleich mit ihrer ersten Aktion blockte sie einen Wurf der Gäste. Den Abpraller schnappte sich Meret Ossenkopp (3/1 Tore) und traf zur erneuten HCR-Führung (15:14). Waiblingen stellte auf eine offensive 3-2-1-Abwehr um. Die Maßnahme ging auf, denn der VfL ging erneut mit 16:15 in Führung. In der 38. Minute erhielt Eckart eine Zeitstrafe. Die Gäste nutzten die Überzahl und setzten sich auf 20:17 ab. Der HCR hatte Probleme mit der offenen Deckung und kam in dieser Phase nur durch Strafwürfe zu Torerfolgen. Beim Stand von 19:22 spürte das Publikum, dass die Bienen Hilfe benötigten und gaben noch mal alles. Beflügelt von den eigenen Fans startete der HCR seine Aufholjagd. Spätestens beim 21:22 durch Szczecina stand die Halle Kopf. Als in der 52. Minute Ivanauskaite den Ball eroberte, zu Kreibich spielte und diese direkt zu Ossenkopp weiterleitete, welche zum 22:22 einnetzte, war die Partie wieder offen. Die Spannung stieg mit jeder Minute. In der 56. Minute scheiterte Simona Nikolovska (4 Tore) mit einem Strafwurf am Pfosten. Der Abpraller landete aber erneut in ihren Armen und der Nachwurf im Tor (24:25). Die Bienen scheiterten zunächst mit ihrem Angriff und auf der anderen Seite war es Ann Rammer, die einen 2-Tore-Vorpsrung der Gäste verhinderte. Mit noch 57 Sekunden auf der Uhr nahm Mühlner seine letzte Auszeit. Im Publikum hielt es keinen auf den Sitzen. Die Anhänger schrien den HCR nach vorne. Zunächst scheiterte Szczecina mit ihrem Wurf, doch der Ball blieb weiter im Besitz der Bienen. Ivanauskaite setzte sich 21 Sekunden vor Schluss durch und traf zum 25:25. Zwar nahm auch VfL-Trainer Andersson sein letztes Time-Out doch seine „Tigers“ kamen nicht noch einmal zum Abschluss. Die Zuschauer sahen eine kämpferische und schnelle Partie. Beide Mannschaften zeigten schönen Handball und dürften mit dem Ergebnis zufrieden sein.

HCR-Trainer Frank Mühlner: „Ich bin mit dem Punkt hochzufrieden. Ich habe meine Spielerinnen unter der Woche gewarnt, dass diese Partie kein Selbstläufer wird, wie noch das Hinspiel. Waiblingen war die erwartet harte Nuss. Wir haben teilweise taktisch gute Lösungen gefunden, aber die Fehlerquote war trotzdem immer noch zu hoch.“

Florian Triebel

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Kader-News: Filin kehrt zu Eislöwen zurück

Dresden. Vladislav Filin wird in der neuen Saison wieder das Eislöwen-Trikot mit der Nummer 47 tragen. Der Stürmer stand bereits in der Saison 2015/2016 für Dresden auf dem Eis und sorgte, unter anderem im Viertelfinale gegen Bremerhaven, für wichtige Tore. Am Ende erreichten die Blau-Weißen das Halbfinale. Seine Ausbildung genoss der jetzt 25-Jährige bei den Eisbären Berlin. Durch die damalige Kooperation zwischen den beiden Clubs konnte Filin für die Sachsen auflaufen und in Dresden Spielpraxis sammeln. In den letzten Jahren spielte der Linksschütze sowohl für DEL- als auch DEL2-Clubs. Seit der Saison 2018/2019 stand Filin in Straubing unter Vertrag und erhielt in seinem ersten Jahr bei den Tigers auch eine Förderlizenz für den Deggendorfer SC. Nun kehrt „Vlad“ wieder in seine alte Wirkungsstätte zurück und wird für die Eislöwen auf Torejagd gehen. Marco Stichnoth, Sportlicher Berater Dresdner Eislöwen: „Wir freuen uns, dass Vladislav sich für uns entschieden hat. Er kennt Dresden und bringt sehr viel Geschwindigkeit in die ersten beiden Reihen. Die Mannschaft bekommt durch Ihn viel Qualität dazu.“ Vladislav Filin: „Wenn ich an meine Zeit in Dresden zurückdenke, habe ich nur gute Erinnerungen an die Fans, den Club und die Stadt. Die Eislöwen waren meine erste Wahl in der DEL2, denn ich habe mich nicht nur direkt wohlgefühlt, sondern ich weiß auch, dass wir als Team hier etwas erreichen können. Meine Freude wieder das Eislöwen-Trikot zu tragen, ist sehr groß. Außerdem kann ich es kaum erwarten, bald wieder auf das Eis zu gehen.“ (pm/Dresdner Eislöwen)Vladislav Filin wird in der neuen Saison wieder das Eislöwen-Trikot mit der Nummer 47 tragen. Der Stürmer stand bereits in der Saison 2015/2016 für Dresden auf dem Eis und sorgte, unter anderem im Viertelfinale gegen Bremerhaven, für wichtige Tore.…

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