Sandro Paufler

Projekt „Wesenitzaue“ spaltet Neukirch

Neukirch/Lausitz. Die Gemeinde möchte in der Nähe des Trumpf Werkes ein Hochwasserschutzgebiet errichten und gleichzeitig neue Gewerbeflächen schaffen. Vor allem die Bewohner aus dem Niederdorf würden von dem Schutzgebiet profitieren, da der Ortsteil regelmäßig von Hochwasser betroffen ist. Die Anrainer aus dem Oberdorf sind gegen das Projekt der „Wesenitzaue“ und haben viele Bedenken. Ein Thema, welches den Ort spaltet.

Würden Ortsfremde Personen den Namen „Wesenitzaue“ hören, so würden sie landschaftliche Idylle und Entspannung vermuten. Nach den Aussagen der Anwohner wird jene Idylle bald der Vergangenheit angehören. Dass das Thema Streitpotenzial bietet, beweist die letzte Gemeinderatssitzung, in der sich viele Bürger zu Wort meldeten und sechs Gemeinderäte wegen Befangenheit an der Abstimmung zum Billigungs-und Auslegungsbeschluss ausgeschlossen werden mussten – zurecht laut Recht-und Kommunalaufsicht des Landkreis Bautzen. Denn gleich fünf der Gemeinderäte wohnen im Gebiet der Wesenitzaue, haben Grundstücke dort oder sind direkte Anrainer.

Gemeinde möchte Platz für Neues schaffen

Schon 2016 kam die Idee auf, im Ort besser auf Hochwasserereignisse gewappnet zu sein und Platz für Industrie und Gewerbetreibende zu schaffen. Im Zuge dessen ersteigerte die Gemeinde die Industriebrache der „alten Kofferfabrik“ und möchte nun dort neue Gewerbeflächen planen. Weitere Gewerbeflächen sollen an der Wesenitzaue entstehen. Zusätzlich soll eine Straße gebaut werden, die eine Anbindung zur Wilthener Straße gewährleistet. Im überarbeiteten Entwurf soll ein Großteil der Biotope unberührt bleiben. Es wird Bauverbotszonen geben und der Gewerbelärm soll eingedämmt werden. Die Befürworter des Projektes sehen die Chance, dass mit dem Vorhaben die Hochwasserproblematik im Ort bald der Vergangenheit angehört und die Gemeinde sich zu einem attraktiven Arbeits- und Wohnort entwickelt. Wichtige Einnahmen generiert werden können und das hochgesteckte Ziel, die Einwohnerzahl langfristig auf über 5000 Einwohner zu steigern, erreicht werden kann.

Verminderte Lebensqualität und Naturzerstörung

Die Anwohner an der Wesenitzaue und erklärte Gegner des Projektes haben Angst um die Zerstörung der Natur und der Lebensgrundlage vieler Tiere die in diesem Gebiet leben. Eine Verminderung der Lebensqualität, Verkehrslärm und schadhafte Immissionen würden die Gesundheit der Bewohner gefährden. Ein erhöhtes Verkehrsaufkommen im Wohngebiet und ein Unfallschwerpunkt an der Kreuzung Leibinger Straße/Zittauer Straße befürchten viele. Gewerbeflächen haben nichts im Landschaftsschutzgebiet verloren und sollten dezentral errichtet werden, so die Auffassung der Gegner.

Für das weitere Verfahren werden Behörden und Stellen öffentlicher Belange Stellungnahmen oder Einwände für das Projekt abgeben. Die kompletten Informationen liegen derzeit im Rathaus der Gemeinde Neukirch/Lausitz zur Einsichtnahme aus. Auch in der Zukunft wird das Thema für viel Diskussionsstoff im Ort sorgen.

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.

Kegelbahn wieder für Privatpersonen freigegeben

Lübbenau/Spreewald. Seit Montag, dem 27. Juli, die Kegelhalle in Lübbenau unter Auflagen nun auch wieder für private Nutzer freigegeben. Aufgrund der aber immer noch andauernden Einschränkungen durch die Covid19-Pandemie sowie den Sturmschäden im benachbarten Sportlerheim kann jedoch die Kegelhalle aktuell noch nicht wie gewohnt, sondern nur unter Berücksichtigung bestimmter Vorgaben genutzt werden. Die Kegelbahnen an sich und der anliegende Vorraum stehen grundsätzlich zur Verfügung, wobei der Vorraum einer Mehrfachnutzung für Kegler, Fußballer und Sportplatzmitarbeiter unterliegt. Für die Kegler besteht aber während der genehmigten Nutzungszeit auch Nut-zungsvorrang. Eine zeitgleiche Belegung durch unterschiedliche Nutzer ist nicht gestattet. Es ist durch die Nutzer darauf zu achten, dass keine persönlichen Gegenstände im Vorraum zurückbleiben. Die Mitarbeiter des Sportplatzes reinigen den Raum täglich und desinfizieren die dort befindli-chen Tische und Stühle. Dennoch ist jeder Nutzer eigenständig dafür verantwortlich, die Hygienemaßnahmen einzuhalten und bei Bedarf vor, während und/oder nach der Nutzung die benutzten Gegenstände (Kugeln, Bedienerpult etc.) selbst zu desinfizieren und vor allem in regelmäßigen Abständen zu lüften. Das Covid19-Eindämmungskonzept, den Nutzungsantrag und den Vordruck für die Anwesenheitsliste finden Interessierte in der pdf-Datei »Sportstättennutzungsantrag« auf der Internetseite www.luebbenau-spreewald.de im Bereich Bildung / Soziales / Sport & Freizeit /Kegelbahn. Persönliche Rückfragen sind unter Tel. 03542/ 85 312 oder per E-Mail an sport@luebbenau-spreewald.de möglich.Seit Montag, dem 27. Juli, die Kegelhalle in Lübbenau unter Auflagen nun auch wieder für private Nutzer freigegeben. Aufgrund der aber immer noch andauernden Einschränkungen durch die Covid19-Pandemie sowie den Sturmschäden im benachbarten…

weiterlesen

Tom Knobloch bleibt ein Eislöwe

Dresden. Bei den Dresdner Eislöwen dreht sich das Personalkarussel weiter: Mit Tom Knobloch konnte ein weitere Spieler in Dresden gehalten werden. Der 21-Jährige stürmt seit der Saison 2018/2019 für die Blau-Weißen und geht nun in sein drittes Jahr. Knobloch absolvierte in der letzten Spielzeit 47 Spiele, erzielte dabei zwei Tore und steuerte vier Assists bei. Rico Rossi, Cheftrainer Eislöwen: „Es freut mich, dass Tom wieder dabei ist. Er hat in der zweiten Hälfte der vergangenen Saison einen riesigen Schritt in seiner Entwicklung gemacht. Das Team ist dieses Jahr sehr jung, aber ein junger Spieler wie Tom, der bereits viel Erfahrung besitzt, wird eine bessere Rolle einnehmen können. Ich bin mir sicher, dass er sowohl für uns als auch für sich selbst den nächsten Schritt in seiner Karriere machen wird.“ Tom Knobloch: „Ich freue mich sehr, auch in der nächsten Saison für die Dresdner Eislöwen auf dem Eis alles geben zu können. Sowohl Dresden als auch der Club und unsere Fans sind für mich eine neue Heimat geworden. Ich werde alles daransetzen, meine Leistung weiter zu steigern und so meinen Teil zum Erfolg der Eislöwen beizutragen. Die einmalige Atmosphäre bei den Blau-Weißen auf und neben dem Eis sowie die Kulisse in der Arena werden es möglich machen, dass wir zusammen in der nächsten Saison sportlich eine Schritt nach vorn machen.“ (pm/Dresdner Eislöwen)Bei den Dresdner Eislöwen dreht sich das Personalkarussel weiter: Mit Tom Knobloch konnte ein weitere Spieler in Dresden gehalten werden. Der 21-Jährige stürmt seit der…

weiterlesen