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KunstBUS, die Muse auf Rädern

Hoyerswerda. In diesem Sommer rollt der KunstBUS Oberlausitz in der Hoyerswerdaer Region, an einem Ferienwochenende im August.

Endlich! Nach der pandemiebedingten Zwangspause im letzten Jahr rollt in diesem Sommer wieder der KunstBUS Oberlausitz. Wie groß die Freude darüber insbesondere bei den Organisatoren ist – das ist die Kirschauer Kunstinitiative »Im Friese« e.V. – erfuhr man auf der Pressekonferenz im Hoyerswerdaer Schloss. Hier stellten die Macher des KunstBUS-Projektes ihre diesjährige Tourroute vor.

KunstBus fährt in den Sommerferien

So wird das traditionelle Kunst- und Kulturevent in diesem Jahr erstmals in den Sommerferien stattfinden. Werden an zwei Tagen sechs Kulturstandorte in der Hoyerswerdaer Region angesteuert. Der Hunger nach Kunst nach dem monatelangen Lockdown sei bei den Menschen sehr groß, meint die Schirmherrin des Projektes, Landkreis-Beigeordnete Birgit Weber. Gute Voraussetzungen also für den KunstBUS, diesen Hunger im Sommer zu stillen.

Hoyerswerda wird zum ersten Mal kulturell mit dem KunstBus erkundet

Nach der pandemiebedingten Pause im vergangenen Jahr rollt der KunstBUS Oberlausitz zum siebten Mal durch den Landkreis. Seit 2014 war der KunstBUS zumeist in Bautzen, im Oberland oder in der Kamenzer Region »on the road«. Im vergangenen Jahr sollte die Hoyerswerdaer Region kulturell erkundet werden. Wegen Corona wurde daraus nichts. Das wird in diesem Jahr, am 14. und 15. August, nachgeholt. Die Idee, Einheimische und Urlauber mit den kulturellen Eigenheiten einer Region vertraut zu machen, hat ungewöhnlichen Charme: Per Bus werden Kulturstationen angefahren, dort kann man aussteigen, sich umsehen oder weiterfahren. Das Besondere: Unterwegs wird man im Bus von Künstlern unterhalten. »Da wird immer einiges geboten und viel los sein«, verspricht Birgit Weber.

Angefangen von der Energiefabrik Knappenrode bis hin Krabat-Mühle

Die Busse fahren auf einem gegenläufigen Pendelverkehr, verbinden die Energiefabrik Knappenrode mit dem Zuse-Museum in Hoyerswerda, die Kulturfabrik und das Hoyerswerdaer Schloss mit der Schwarzkollmer Krabatmühle sowie der Lautaer Kulturkirche.

Zu sehen ist an den sechs Kulturstandorten einiges. So erwartet die Besucher in der Knappenroder Energiefabrik unter anderem eine Ausstellung mit großformatigen Fotos von Matthias Bulang, »Bevor du gehst«, werden Porträts von sorbischen Trachtenträgerinnen gezeigt. Im Hoyerswerdar Zuse-Museum können Besucher Skizzen aus der Hand von Konrad Zuse kolorieren und als Souvenir ausdrucken. Im Schlossmuseum kann man in die Stadt- und Regionalgeschichte eintauchen, die Stippvisite auch zu einem Zoobesuch nutzen. In der KulturFabrik gibt es ebenfalls eine Ausstellung. Diese trägt den Titel »Kunstraum XXI« und zeigt Fotos, wie die Braunkohlelandschaft die Lausitz verändert. Abends finden dort Blueskonzerte statt. Auf so einer Kulturtour darf natürlich die Krabatmühle nicht fehlen. Hier, so Magdalena Schaffer vom Krabatmühlenverein, werde man sicher einiges Neues entdecken können. Wer die Lautaer Kulturkirche ansteuert, sollte auch die Gelegenheit nutzen, sich die Gartenstadt anzuschauen. »Ist absolut sehenswert«, so Peter Kasper vom Kulturkirchenverein. Und klar, die Kulturkirche natürlich auch.

Info

Der Eintritt für das Wochenende kostet für Erwachsene 9 Euro (Kinder bis 14 Jahre gratis), für Jugendliche ab 14 Jahre 5 Euro.

Der KunstBUS fährt von 11.25 bis 20.20 Uhr alle anderthalb Stunden (letzter Start: ca. 19 Uhr); eine Fahrt dauert 90 Minuten.

In den Bussen haben Künstler (Performance, Theater, Musik) Auftritte.

Weitere Infos zu Programm und Fahrplan unter www.kunstbus-oberlausitz.de.

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Keine Klosterweihnacht in diesem Jahr

Riesa. Die Riesaer Klosterweihnacht kann leider auch in diesem Jahr nicht stattfinden. Mit dem Erlass der am Montag, 22. November, in Kraft getretenen Corona-Notfallverordnung des Freistaats Sachsen sind Weihnachtsmärkte generell untersagt. Das gilt auch für die bereits verkleinerte Klosterweihnacht mit Hygienekonzept. Keine Adventsbuden im Kloster Wie in allen sächsischen Städten waren auch in Riesa die Vorbereitungen schon weit vorangekommen. »Es ist bedauerlich, dass durch die Staatsregierung nun doch ganz kurzfristig die Absage erfolgte, nachdem die Weihnachtsmärkte wenige Tage vorher noch für durchführbar erklärt wurden«, so Oberbürgermeister Marco Müller. Sowohl der gesamte organisatorische Aufwand der städtischen FVG Riesa mbH als auch die Vorfreude der Menschen war nun leider doch umsonst. Da die FVG die Verträge mit den Händlern noch nicht abgeschlossen hatte, entstehen der Gesellschaft zumindest finanziell keine Nachteile. »Für die Händler selbst ist die Situation natürlich sehr ärgerlich und teilweise auch kritisch«, sagte der Oberbürgermeister. Hilfen für die Markthändler in Sicht Die betroffenen Händler der abgesagten Weihnachtsmärkte sollen Hilfen vom Freistaat bekommen. Im Wirtschaftsministerium teilt man mit: Die Veranstalter und Händler der abgesagten Weihnachtsmärkte haben Anspruch auf Überbrückungshilfen. Dafür soll es eine »Überbrückungshilfe 3 plus« für die Betroffenen geben. Für die Händler ließen sich darüber unter anderem die entstandenen Fixkosten abrechnen. Erstattet würden aber auch die Kosten für verderbliche Waren sowie Produkte, die nach der Weihnachtszeit nicht mehr zu verkaufen seien, unter anderem Lebkuchen, Kekse, Adventsstollen und Glühwein. Der Baum bleibt, Eisbahn unklar Der aufgestellte Weihnachtsbaum am Klostereingang bleibt natürlich stehen und wird in wenigen Tagen auch seine Beleuchtung erhalten. Der Aufbau der beliebten Eislaufbahn hinter dem Rathaus ist vom Betreiber vorerst gestoppt worden, so dass sie keinesfalls wie geplant am kommenden Samstag öffnen wird. „Wir werden aber sämtliche Möglichkeiten prüfen, unter welchen Voraussetzungen die Eisbahn in den kommenden Wochen vielleicht doch noch eröffnet werden kann“, so Marco Müller. Die Anlage bleibt vorerst im jetzigen halbfertigen Zustand stehen, bis eine Entscheidung gefallen ist. FVG schließt Einrichtungen Auch die meisten Einrichtungen der FVG müssen in diesen Tagen schließen. Sämtliche Veranstaltungen im Museum, Stadthalle »stern« und Sachsenarena fallen aus. Die Außenbereiche des Tierparks haben von 10 bis 16 Uhr mit der 3G-Regelung geöffnet. Die Bibliothek bleibt ebenfalls mit der 3G-Regel offen. Diese Notfallregelung gilt zunächst bis zum 12. Dezember und wird danach angepasst. Großenhain mit richtiger Entscheidung Bereits einige Tage vor der Notfallverordnung hatte Großenhain seinen Weihnachtsmarkt mit Rodelbahn und Budenzauber bereits abgesagt. (Stand 23.11.21)Die Riesaer Klosterweihnacht kann leider auch in diesem Jahr nicht stattfinden. Mit dem Erlass der am Montag, 22. November, in Kraft getretenen Corona-Notfallverordnung des Freistaats Sachsen sind Weihnachtsmärkte generell untersagt. Das gilt auch…

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