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Kostenloser Landeplatz

Kamenz. Das Malteser Krankenhaus in Kamenz hat jetzt einen »Storchenparkplatz« für eilige Geburten eingerichtet. Eine gute Idee oder Nonsens?

»Es geht los!« Auf diesen Satz warten die Angehörigen jeder Hochschwangeren in gespannter Vorfreude. Wenn ein Kind auf die Welt kommen will, ist Eile geboten. Deshalb können Frauen kurz vor der Geburt jetzt noch schneller vom Parkplatz des Malteser Krankenhauses St. Johannes in den Kreißsaal gelangen. Der dem Eingang am nächsten liegende Parkplatz wurde zum »Storchenparkplatz« umgewidmet. Angehörige von Frauen in den Wehen können ihn bis zu 30 Minuten lang nutzen, bis Zeit ist, den Wagen umzuparken.

Bereits im Frühjahr war der Weg innerhalb des Krankenhauses zum Kreißsaal durch Abbildungen von Störchen deutlicher gekennzeichnet worden. Jetzt beginnt der Weg schon auf dem Parkplatz, gut erkennbar an einem blauen »Storchenparkplatz«-Schild.

Der »Storchenparkplatz« – eine medizinische Notwendigkeit oder eine nette PR-Geschichte? Wir fragen im Seenland-Klinikum Hoyerswerda nach, was man von der Idee aus Kamenz hält. Braucht man tatsächlich einen extra Parkplatz für werdende Eltern? »Wir haben direkt vor dem Eingangsbereich zehn Kurzzeitparkplätze eingerichtet; nicht nur für das Storchen-Publikum«, verrät uns Gernot Schweitzer, Pressesprecher des Klinikums. »Auf diesen Parkplätzen darf man sein Auto bis zu einer Stunde abstellen und dahin gehen, wo man eben hin muss. Von unserer Seite ist nicht angedacht einen separaten Storchen-Parkplatz auszuweisen.«

Denn wem die eine Stunde Kurzzeitparken nicht reicht, der findet rings um das Klinikum weitere Parkplätze auf denen man bis zu zwei Sunden parken kann. Alles in allem ist so ein Parkplatz für eilig werdende Eltern wohl eine nette Idee, er heißt nur nicht überall »Storchenparkplatz«.

Info:
Ob Storchen- oder Kurzzeitparkplatz: In der Regel beträgt die Parkzeit zwischen 30 Minuten und 1 Stunde.
Hingegen dauert die Geburt des 1. Kindes durchschnittlich 12-14 Stunden. Die Parkzeit reicht also lediglich zum Abliefern der werdenen Mama...

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Üben am Baumbiegesimulator

Hagenwerder. Nach einem Sturm sind entwurzelte Bäume, die Straßen blockieren oder Gebäude versperren, keine Seltenheit. Oftmals steht das Holz aufgrund seines Eigengewichts dabei unter enormer Spannung und stellt Rettungskräfte vor ganz besondere Herausforderungen. Um gut für diesen Ernstfall gewappnet zu sein, übten Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren am vergangen Samstag (9. Februar) nach mehrjähriger Pause erstmalig wieder an einem Baumbiegesimulator. „Hier können alle Spannungen, Zug und Druck im Stamm simuliert werden“, erklärt der erste Stellvertreter des Kreisbrandmeisters, Peter Seeliger, der als Hilfsausbilder bei der Schulung anwesend war. „Die Kameraden lernen in der Ausbildung, worauf sie unter diesen Umständen achten müssen und erlernen besondere Schnitttechniken.“ Damit die Schulung den neuen Vorgaben der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) entspricht, hat der Landkreis Görlitz eigens einen Baumbiegesimulator beschafft. Dieser war am Samstag erstmalig im Einsatz. Er ist auf einem Anhänger montiert und wird zukünftig bei der Ausbildung der Freiwilligen Feuerwehren eingesetzt. Das Gerät steht fortan flächendeckend im gesamten Landkreis für Schulungen zur Verfügung. Bereits im Mai wird es einen weiteren Motorsägenlehrgang in Zittau geben. Insgesamt plant der Landkreis vier bis fünf Lehrgänge für jeweils zwölf Teilnehmer pro Jahr, um peu à peu dazu beizutragen, dass die vom Gesetzgeber vorgeschriebene Schulung für alle Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren ermöglicht werden kann. An der jüngsten Schulung in Hagenwerder, die durch Christian Hanzig von der Berufsfeuerwehr Görlitz durchgeführt wurde, nahmen zwölf Feuerwehrleute teil. Die Ausbildung wird durch den Landkreis für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren durchgeführt, damit diese bei Sturmschäden oder sonstigen Hilfeleistungen sowie auch bei Bränden die Motorkettensäge einsetzen dürfen. Neben den Übungen am Baumsimulator standen auch Baumfällungen und Entästungen auf dem Schulungsprogramm.Nach einem Sturm sind entwurzelte Bäume, die Straßen blockieren oder Gebäude versperren, keine Seltenheit. Oftmals steht das Holz aufgrund seines Eigengewichts dabei unter enormer Spannung und stellt Rettungskräfte vor ganz besondere…

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