Rainer Könen

Keine Zeit zum Abhängen

Kamenz. Beim diesjährigen Neujahrsempfang ehrte Kamenz‘ Oberbürgermeister Roland Dantz engagierte Einwohner und blickt optimistisch in die Zukunft der Stadt.

Als der Neujahrsempfang  nach etwas mehr als zwei Stunden allmählich in die finale Phase ging - es standen noch einige Ehrungen und das Schlusswort des Kamenzer Oberbürgermeister aus - wurde das Catering-Personal im  Foyer des Rathauses etwas unruhig. Ob es noch lange gehen werde, da oben im Ratssaal, wollten einige wissen, denn schließlich habe man die Vorbereitungen für das opulent-wirkende Neujahrsbuffet abgeschlossen.  

Inzwischen 17000 Einwohner

Natürlich ist so ein Neujahrsempfang immer auch eine Art Arbeitsnachweis. Für Kommunen, Verwaltungen, für Vereine und Institutionen, für Einwohnerschaft und nicht zuletzt auch für den ersten Bürger der Stadt. So ist das auch in Kamenz. Er wolle das abgelaufene Jahr »in zehn Minuten zu bilanzieren«, hatte Roland Dantz zu Beginn seiner Festrede angekündigt, und angesichts der sich darob entspannenden Gesichtszüge bei manchem Besucher im Ratssaal etwas verschmitzt gelächelt. Denn natürlich war dieses Unterfangen etwas zu optimistisch gedacht. Was nicht zuletzt auch am zurückliegenden Jahr lag, das für viele Kamenzer ein lebhaftes und zum Teil aufregendes war. So erläuterte Bürgermeister Dantz den rund 200 Gästen, dass Kamenz seit dem vergangenen Jahr, mit der Eingemeindung von Schönteichen auf mittlerweile rund 17?000 Einwohner angewachsen sei. Aber man prosperiere nicht nur einwohnermäßig, sondern habe im vergangenen Jahr auch einiges ins städtische Bildungswesen investiert. Dantz sprach von 3,6 Millionen Euro, die die Stadt in diesem Bereich investiert habe, unterstützt von weiteren zehn Millionen, die der Landkreis beisteuerte. Besonders, so Dantz weiter, freue er sich über die neue Wiesaer Kita, die nun rund 170 Kindern Platz biete. Dantz: »Die 4,5 Millionen Euro, die wir hier investiert haben, sind gut angelegt.« Im Rahmen eines Ehrenamtsprogramms seien 2019 insgesamt 8?150 Euro an acht Vereine ausgegeben worden.
Der 61-jährige Oberbürgermeister warf an diesem Abend natürlich auch einen Blick nach vorn. Man werde sich in den kommenden Monaten mit den Vorbereitungen zum 800. Geburtstag der Stadt, der 2025  gefeiert werden soll, beschäftigen. Ob Kamenz nach zwei vergeblichen Anläufen beim dritten Versuch, die Landesgartenschau 2025 in der Lessing-Stadt zu holen, Erfolg haben werde, das, so Dantz, hänge vor allem davon ab, ob die Stadt die dafür anvisierten Flächen baldmöglichst erwerben könne. Man werde angesichts von zwölf Ortsfeuerwehren den Brandschutzbedarfsplan weiter fortschreiben. Und natürlich stehe in diesem Jahr der von vielen Kamenzern sehnlichst erwartete Neubau des Hallenbades im Blickpunkt. Damit verbunden auch die Frage, wie das Bad künftig zu nutzen sei, als Schwimmsporthalle oder als Spaßbad.
Aber bei einem solchen Neujahrsempfang wird nicht nur bilanziert, es wird auch geehrt. So wurden 20 Bürger für ihr ehrenamtliches Engagement mit der Ehrenmedaille der Stadt ausgezeichnet. Drei langjährige Stadträte (Marion Junge, Helga Schönherr und Jörg Bäuerle) wurden von Dantz für ihre engagierte Arbeit ausgezeichnet.

Müsliriegel gegen den Hunger

Fazit: Es gibt in diesem Jahr in Kamenz wieder eine Menge zu tun. Da »werden wir keine Zeit zum Abhängen haben«, wie das Roland Dantz salopp beschrieb. Heißt auch: Da sollte man sich beim kommenden Neujahrsempfang vorab stärken, denn bis zur abendlichen Buffeteröffnung dürfte es dauern. Manche, dies konnte man am Rande der Veranstaltung beobachten, wussten sich aber zu helfen. Mit Müsliriegeln. So konnte man diesen mehrstündigen Neujahrsempfang entspannt verleben, ohne sich der Gefahr eines Hungerastes auszusetzen.

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