Sebastian Schindler

Frische Ideen fürs Haselbachtal

Haselbachtal. Jutta Fischbach und Frank Klenner sind angetreten, um die touristischen Angebote im Haselbachtal bekannter zu machen.

Wer schon einmal im Museum der Granitindustrie mit dazugehöriger Schauanlage auf der Prelle im Haselbachtaler Ortsteil Häslich war, kommt nicht umhin, beeindruckt zu sein von den großen Maschinen, die schon vor über 100 Jahren mächtige Granitblöcke aus dem dazugehörigen Steinbruch hoben und verarbeiteten.
Was der Förderverein, der das Museum vor 20 Jahren aufgebaut hat und seither betreibt, hier geschaffen hat ist beispielhaft. Aber: Der Verein hat mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen, reguläre Öffnungszeiten sind nicht mehr möglich, lediglich Führungen mit Voranmeldung können noch angeboten werden. Zu oft bleiben die Besucher aus. Abseits von Schulklassen und einigen älteren Menschen verirren sich zu selten Interessierte in den ehemaligen Granitsteinbruch, dessen Steine unter anderem beim Bau des olympischen Schwimmbeckens in München zum Einsatz kamen.

Das soll sich nun ändern: Seit dem 1. September sind Frank Klenner und Jutta Fischbach die Tourismusmanager vom Haselbachtal. Sie teilen sich eine 30-Stunden-Stelle, die großteils vom »Dresdner Heidebogen« finanziert wird, einem gemeinsamen Förderprogramm des Freistaats Sachsen und der EU. Die Förderung ist zunächst auf zwei Jahre befristet.

Sie sind keine Unbekannten. Frank Klenner leitete viele Jahre das Kulturhaus Großröhrsdorf, zusammen organisieren sie seit einigen Jahren Jugendweihe-Veranstaltungen in der Region und Jugendreisen. In den neuen Job sind die beiden mit vielen Ideen gestartet.
Die Prelle zu beleben und attraktiver zu machen, ist der Kern ihres Plans. Aus ihrer Sicht ist das Gelände der Prelle in Deutschland einmalig. Die Tatsache, dass es in den alten Gebäuden bei Bedarf immer noch »kracht und knallt«, könne man hervorragend nutzen, um das Ausflugsziel auch überregional bekannter zu machen. Schließlich gehe es auch im Haselbachtal darum, die Gemeinde attraktiver sowohl für die Einwohner als auch für Zuzügler und Rückkehrer zu machen, so Klenner. Dafür sei eine lebendige Vereinsstruktur und ein umfangreiches Kultur- und Freizeitangebot sehr von Vorteil.

In einem ersten Schritt sind sie selbst Mitglieder im Prelle-Verein geworden. Die bestehenden Attraktionen wollen die beiden ergänzen durch Klettersteige in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, die die Wände des Steinbruchs hinauf führen. Zu den Einstiegen soll man mit Floßen über den Steinbruchsee gelangen.
Eine Idee, die die beiden gewissermaßen mitgebracht haben, ist die Einrichtung eines Segway-Parks auf dem Gelände. Ein ähnliches Projekt der beiden in Großröhrsdorf scheiterte am Votum des dortigen Stadtrates. Das dort erarbeitete Konzept ließe sich aber ohne viel Aufwand auch im Haselbachtal umsetzen. Als größtes und langfristigstes Projekt ist die Einrichtung einer schwimmenden Bühne auf dem Steinbruchsee geplant. Vor der imposant beleuchteten Kulisse der mächtigen Granitwände über dem Wasser könnten dann Konzerte und Veranstaltungen stattfinden.

Um all diese Ideen Wirklichkeit werden zu lassen, brauchen Fischbach und Klenner vor allem eines: Mitstreiter, die mit ihnen gemeinsam weitere Ideen entwickeln und an deren Umsetzung arbeiten. Auch eine Kooperation mit dem benachbarten Bogenschießverein ist denkbar. Nach Vorstellung der beiden kann die Prelle ein verbindendes Element für die gesamte Gemeinde sein. Ist der Ort erst einmal als Anziehungspunkt etabliert, kann das – so die Idee -  auch für die zahlreichen weiteren Schätze des Haselbachtals nur von Vorteil sein. Dazu vernetzen sie sich gerade mit den ansässigen Vereinen und Initiativen. »Was die beiden in der Kürze der Zeit auf die Beine gestellt und an Ideen entwickelt haben, ist schon phänomenal«, so Bürgermeisterin Margit Boden. Zum 8. Dezember wird das alljährliche Lichterfest auf der Prelle gefeiert, traditionell mit Schau-Schmieden und der Möglichkeit, mit dem Weihnachtsmann im Schienenwagen über das Gelände zu fahren. Wer die neuen Tourismusmanager kennenlernen möchte, hat dort die Gelegenheit dazu.

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Neuzugang bei den Dresdner Eislöwen

Dresden. Die Verteidigung nimmt weiter Gestalt an: Die Dresdner Eislöwen haben mit Silvan Heiß einen jungen und motivierten Verteidiger verpflichtet, der den nächsten Schritt in seiner Karriere gehen will. Heiß spielte in den letzten beiden Jahren beim SC Riessersee in der Oberliga. In 50 Spielen schoss der Abwehrspieler sieben Tore und bereitete 19 Treffer vor. Der 23-Jährige ist der Sohn vom ehemaligen Nationaltorhüter Joseph „Peppi“ Heiß, wurde in Köln geboren und durchlief die Nachwuchsmannschaften des SCR bis zur Jugend. Bevor Heiß nach Garmisch-Partenkirchen zurückkehrte, lief er für den EV Landshut in der Oberliga auf. Marco Stichnoth, Sportlicher Berater: „Silvan Heiß ist ein engagierter junger Spieler und besitzt sehr gute schlittschuhläufferische Qualitäten. Unter Toni Söderholm hat er in der Vergangenheit sehr viel gelernt. Wir freuen uns, dass Silvan in der neuen Saison das Eislöwen-Trikot tragen wird.“ Silvan Heiß: „Die Freude iön der neuen Saison für die Dresdner Eislöwen zu spielen ist sehr groß. Es ist eine neue Herausforderung, die ich dankend annehme. Für mich ist Dresden und die DEL2 ein wichtiger Schritt in meiner Karriere – darauf habe ich in den letzten Jahren hingearbeitet. Ich freue mich schon die Stadt kennenzulernen und in der neuen Saison vor den Eislöwen-Fans zu spielen.“ (pm/Dresdner Eislöwen)Die Verteidigung nimmt weiter Gestalt an: Die Dresdner Eislöwen haben mit Silvan Heiß einen jungen und motivierten Verteidiger verpflichtet, der den nächsten Schritt in seiner Karriere gehen will. Heiß spielte in den letzten beiden Jahren beim SC…

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