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Spatenstich für Tribüne im Stadion des Friedens

Freital. Die Modernisierung in Freitaler Sportstätten kommt weiter voran – außerdem gibt‘s verbesserte Bedingungen in Weißig, Wurgwitz und Hainsberg.

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Freital hat ein Herz für den Sport. Dies wurde Anfang der Woche erneut deutlich, als im Stadion des Friedens der Spatenstich für den Neubau eines Funktionsbaus mit integrierter Tribüne erfolgte. Auf der Tribüne an der Längsseite zur Weißeritz können künftig rund 500 Zuschauer Platz finden. Bis zum Mai 2024 soll das 4,5 Millionen Euro teure Vorhaben abgeschlossen sein. »Denn im Juli 2024 richtet Freital die Deutschen Meisterschaften im Orientierungslauf aus«, so Jörg Schneider, Vorsitzender des SC Freital.

Bereits jetzt nutzt der größte Verein der Stadt das Stadion für seine Fußballer und Leichtathleten. Künftig soll auch der Trainings- und Wettkampfbetrieb, der zurzeit noch im Stadion am Burgwartsberg stattfindet, in die zentrale Sportstätte am Platz des Friedens verlagert werden. Damit für alle Sportler ausreichend gute Bedingungen bestehen, baut man neben der Kegelbahn und der neu ausgebauten Bogensportanlage einen Kunstrasenplatz. Künftig soll noch ein weiterer Platz mit geringeren Abmessungen errichtet werden.

Notwendig wurde der Tribünenneubau aufgrund des alten, stark sanierungsbedürftigen Funktionsgebäudes. »Das Haus stammt aus den 1930er Jahren, wurden zwischendurch modernisiert und ist aber mittlerweile zu klein für heutige Ansprüche«, erklärt Jörg Schneider. Mit dem dreistöckigen Neubau entstehen acht Umkleide- und Sanitärräume für Sportler, Räume für Trainer und Übungsleiter, Lager- und Büroräume sowie ein Physiotherapiebereich. »Den seitlichen Abschluss bildet ein Kopfbau, dessen oberste Etage verglast ist. Kampfrichter werden dadurch eine gute Rundumsicht über das Geschehen im Stadion haben«, erklärt Jörg Schneider mit Blick auf die vorliegenden Pläne. Der großzügig gestaltete Raum könne aber auch für Schulungen und repräsentative Zwecke genutzt werden.

 

Sportangebot ist der Stadt würdig

 

Grund zur Freude hatten kürzlich die Aktiven der Sportgemeinschaft Weißig 1861. Für rund 360.000 Euro bekamen sie einen neuen Kunstrasenplatz mit einem 90x65 Meter großen Spielfeld. Nach rund 20 Jahren intensiver Nutzung war der bisherige Belag verschlissen und Reparaturen kaum noch möglich. Mit finanzieller Unterstützung des Freistaates und der Stadt Freital wurde neuer Kunstrasen verlegt, Quarzsand verfüllt, Entwässerungsrinnen und Bordsteine instandgesetzt.

Auch die Fußballer der SG Wurgwitz sollen einen neuen Kunstrasenplatz erhalten.

Gerade in den Wintermonaten werden bei Sporttreibenden die Hallen der Stadt stark gefragt. So entschied man sich im Stadtrat, in Hainsberg neben der bestehenden Zweifeldhalle eine weitere Turnhalle zu errichten. Im März dieses Jahres erfolgte der symbolische Spatenstich. Für Jörg Schneider, im Hauptberuf Geschäftsführer der Technischen Werke, ist das nur konsequent: »Die neue Sporthalle in den Maßen 50 mal 27 Meter ist dringend notwendig, denn viele kleinere im Stadtgebiet entsprechen nicht mehr den modernen Erfordernissen.« Er hofft, im Frühjahr 2023 den Neubau an die Sportler übergeben zu können.

»Wir haben in den vergangenen Jahren kontinuierlich in die Sanierung und Ausstattung unserer Sportstätten investiert«, so Jörg Schneider weiter. So sei mittlerweile das Sportangebot einer 40.000-Einwohner-Stadt würdig.

Im Rahmen des feierlichen Spatenstichs im Stadion des Friedens bedankte sich Schneider auch bei Ehrenamtlichen und Sponsoren. Denn ohne deren Unterstützung sei es beispielsweise nicht möglich gewesen, 1.500 Mitglieder in dem 2020 neu gegründeten Verein SC Freital mit Sportkleidung auszurüsten.


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