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Mehr als 360 Einwendungen gegen den IPO

Pirna. Vertreter der Bürgervereinigung "IPO stoppen" haben mehr als 360 Einwendungen gegen den IndustriePark Oberelbe (IPO) bzw. zum Bebauungsplan Nr. 1.1 im Pirnaer Rathaus abgegeben.

Christine Liebing und Ingo Düring von der Bürgervereinigung "IPO Stoppen" überbringen die Ordner mit den Einwendungen und Ausarbeitungen der Bürger.

Christine Liebing und Ingo Düring von der Bürgervereinigung "IPO Stoppen" überbringen die Ordner mit den Einwendungen und Ausarbeitungen der Bürger.

Bild: Daniel Förster

Vertreter der Bürgervereinigung "IPO stoppen" haben am Donnerstag (28. September) mit 365 Einwendungen zu den Bebauungsplänen des Zweckverbandes IndustriePark Oberelbe (IPO) im Rathaus Pirna zur Öffentlichkeitsbeteiligung Stellung bezogen. Die Einwendungen seien in Zusammenarbeit mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND), dem Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU), dem Arbeitskreis Historische Gärten der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur e.V. (DGGL) und dem Landesverein Sächsischer Heimatschutz entstanden sowie stammten von vielen interessierten und zukünftig betroffenen Bürgern. Stellvertretend nahm Thomas Gockel, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit bei der Stadtverwaltung Pirna und wohl auch Sprecher des IPO-Zweckverbandes, die beiden Ordner sowie die vielen Ausarbeitungen der Bürger entgegen.

 

Schwerwiegende Mängel festgestellt

 

Die Bürgervereinigung "IPO stoppen" hat eigenen Angaben zufolge 54 Themenbereiche auf 125 Seiten detailliert analysiert und zusammengefasst. Als schwerwiegendste Mängel sehen die Kritiker des Projektes gravierende Defizite in der Begründung des Bedarfs für den IPO, grob fehlerhafte Standortwahl im Zusammenhang mit der enormen Neuinanspruchnahme unversiegelter, vorwiegend hochwertiger landwirtschaftlich genutzter Flächen und anderer verfügbarer Alternativen, nicht gesicherte medientechnische Erschließung, grob fehlerhafte Bewertung der Belange des Schutzes für den Barockgarten Großsedlitz sowie dessen Umgebung, grobe Mängel in der Ausgleichsbilanzierung und den Ausgleichsempfehlungen, "auf Kante genähte" Lärmkontingentierung, den fehlenden Nachweis einer gefahrlosen Niederschlagswasserbewirtschaftung, methodische Defizite der Lokalklimauntersuchung sowie eine unvollständige Bewertung der Auswirkungen auf die Kaltluftentstehung und damit verbundener lokalklimatischer Veränderungen für betroffene Anwohner.

Die rund 500 Hinweise, Forderungen und Einwendungen zu den Planungsunterlagen und vorgelegten Gutachten sollen ebenfalls an den Ministerpräsidenten, die fünf OB-Kandidaten in Pirna, an die Stadträte, an die Landesdirektion Sachsen LaDi und das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie LfULG sowie das Landratsamt Sächsische Schweiz gegeben werden.


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