

Die Städtischen Wirtschaftsbetriebe haben das Jahr 2022 mit einer soliden Vermögensstruktur und guten Eigenkapitalwerten abgeschlossen. »Es gab Höhen und Tiefen. Wir schauen optimistisch nach vorn«, erklärte der SWH-Aufsichtsratsvorsitzende und Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh in Zeiten von Strukturwandelprozessen und Umbrüchen auf dem Energiemarkt.
Die SWH sieht sich als starker lokaler Unternehmensverbund der gesellschaftsrechtlich, wirtschaftlich und organisatorisch stabil aufgestellt ist. Der Hintergrund: Die SWH ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Stadt Hoyerswerda, in der die Versorgungsbetriebe (VBH), die Verkehrsgesellschaft (VGH), das Lausitzbad (LBH), die Lausitzhalle (LHH) sowie die Breitband GmbH (BBH) einbezogen sind. Das Lausitzwerk ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Versorgungsbetriebe und werde wegen untergeordneter Bedeutung nicht in den Konzernabschluss mit einbezogen, so SWH-Geschäftsführer Thomas Bleier. Seit dem 1. Januar gehört auch die Firma KOARK Automation als Tochterunternehmen der Lausitzwerk GmbH zum Unternehmensverbund.
Die SWH leiste mit ihrer breiten Geschäftstätigkeit im Bereich der Stromversorgung, der Mobilität, kulturellen und sportlichen Angeboten, Versorgung mit Internet, Fernsehen und Telefon einen wesentlichen Beitrag für die kommunale Daseinsfürsorge und Lebensqualität. Die SWH beschäftigte im Jahr 2022 243 Mitarbeiter und 17 Auszubildende.
Das Konzept des Unternehmensverbundes: Zwischen der Konzernmutter SWH und ihren Organgesellschaften VBH, VGH, LBH, LHH und BBH bestehen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge. Heißt im Klartext: Gewinne der Tochtergesellschaften werden an die Konzernmutter abgeführt und Verluste der Tochterunternehmen werden durch die Konzernmutter ausgeglichen.
Die Umsatzerlöse betrugen im Jahr 2022 49.817T Euro. Der Anstieg der Umsatzerlöse um 2.085T Euro gegenüber dem Vorjahr resultiere aus gestiegenen Erlösen im Veranstaltungsbereich nach der Corona-Pandemie sowie aus Erlösen im Dienstleistungsbereich.
Wegen der gleichzeitig noch stärker gestiegenen Aufwendungen habe sich der Konzernjahresüberschuss gegenüber dem Vorjahr um 1.924T Euro auf 852T Euro vermindert, heißt es in dem Pressebericht. Im besagten Geschäftsjahr hat die SWH Gruppe insgesamt 8.234T Euro in das Sachanlagevermögen investiert und Instandhaltungsmaßnahmen in Höhe von 3.416T Euro durchgeführt.
Apropos Investition: Das Lausitzbad erfährt momentan einen Umbau und eine Modernisierung in Millionenhöhe. Für die Qualifizierung der Sport- und Freizeiteinrichtung stehen 22 Millionen Euro aus dem Strukturmittelfonds zur Verfügung. 2022 besuchten 123.374 Gäste das Bad und 29.800 Besucher die Saunalandschaft. Die Resonanz dürfte nach erfolgreichem Umbau weiterhin steigen.
Und auch in die Lausitzhalle soll investiert werden, so OB Torsten Ruban-Zeh. Wenn alles wie geplant läuft, können 24 Millionen Euro dafür verbaut werden. Die Baumaßnahmen sollen im Sommer nächsten Jahres, da feiert das Haus seinen 40. Geburtstag, beginnen und im Winter 2025 abgeschlossen sein. Geplant ist nicht nur neue Technik, sondern auch ein moderneres Veranstaltungsprofil, das nicht nur, aber auch jüngere Leute und Familien mehr anziehen soll. Perspektivisch gesehen brauche Hoyerswerda unbedingt solch eine Weiterentwicklung, so der OB. Auch Thomas Bleier ist überzeugt, dass die Stadt in den nächsten fünf bis zehn Jahren wachsen werde: »Wir werden mehr Einwohner haben. Und da müssen wir schauen, dass wir attraktive Angebote unterbreiten können.«
Für die beiden Geschäftsführer der Lausitzhalle und der Breitband GmbH laufen demnächst die Verträge aus. Wie es danach weitergeht, wird die Zukunft zeigen. Die jeweiligen Ausschreibungsverfahren, bei denen sich die jetzigen Geschäftsführer für diese Stelle wieder bewerben können, seien in vollem Gange, erklärt der Unternehmensverbund abschließend.