Sandro Paufler

Flüchtlingsunterkunft bleibt in Wehrsdorf

Wehrsdorf. Die Flüchtlingszahlen im Landkreis Bautzen bleiben unverändert hoch. Um eine Unterbringung gewährleisten zu können, soll der Mietvertrag in der Wehrsdorfer Unterkunft um drei weitere Jahre verlängert werden. Das gefällt nicht jedem.
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Die Flüchtlingsunterkunft in Wehrsdorf ist seit 2015 in Betrieb.

Die Flüchtlingsunterkunft in Wehrsdorf ist seit 2015 in Betrieb.

Foto: Sandro Paufler

Der Mietvertrag für das Flüchtlingsheim in Wehrsdorf wird um drei weitere Jahre verlängert, das beschloss der Kreistag in seiner letzten Sitzung. Bei der Abstimmung stimmten 54 Kreisräte dafür, 27 Kreisräte lehnten die Verlängerung ab und fünf Kreisräte enthielten sich der Stimme.

 

Weiterhin hohe Flüchtlingszahlen

 

Der Beschluss des Kreistages war notwendig gewesen, weil der bestehende Mietvertrag zum 31. März 2023 ausläuft. Seit Jahren sieht sich der Landkreis mit steigenden Flüchtlingszahlen konfrontiert: Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 716 Asylbewerber, 110 afghanische Ortskräfte und 20 Flüchtlinge aus weiteren Bundesaufnahmeprogrammen aufgenommen. Darüber hinaus haben rund 3800 ukrainische Menschen im Landkreis Bautzen Schutz gesucht.

 

Standort in Wehrsdorf sei akzeptiert

 

Das Objekt in Wehrsdorf mit seiner Kapazität von maximal 146 Personen wird seit 2015 als Flüchtlingsunterkunft genutzt. Nach Angaben der Landkreisverwaltung sei der Standort akzeptiert. Vor Ort ist das Bündnis "Blickkontakt", das sich ehrenamtlich in der Flüchtlingsarbeit engagiert, aktiv. Das Bündnis hat sich das Ziel gesetzt, die Integration und die Akzeptanz der Bewohner vor Ort zu unterstützen.

 

Bautzener AfD gegen eine Verlängerung

 

Bereits vor der Abstimmung hatte sich der AfD-Landtagsabgeordnete Frank Peschel und die Bautzener AfD öffentlich gegen eine Verlängerung des Mietvertrages ausgesprochen und eine konsequente Abschiebung von Ausreisepflichtigen gefordert.


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