tok/pm

OLB macht Mediensuche einfacher

Die Bestände der Oberlausitzischen Bibliothek der Wissenschaften sind über einen neuen Online-Katalog abrufbar. Der führt mehrere Datenbanken zusammen.
Bilder
Hier geht’s zum neuen Online-Katalog: https://olb-goerlitz.bibliotheca-open.de.

Hier geht’s zum neuen Online-Katalog: https://olb-goerlitz.bibliotheca-open.de.

Foto: Ina Rueth/OLB

Görlitz. Die Schätze der Oberlausitzischen Bibliothek der Wissenschaften (OLB) in Görlitz können weltweit betrachtet werden. Denn seit 30 Jahren sorgen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dafür, dass die Bestände in den einschlägigen wissenschaftlichen Datenbanken online hinterlegt und vor Ort im Bibliothekssystem BIBLIOTHECAplus gesichert werden.

 

Eine Herausforderung für die OLB sind dabei die anfallenden Datenmengen. Besonders durch die Digitalisierungsprojekte seit 2015 im Rahmen des sächsischen Landesdigitalisierungsprogramms und die Einführung neuer Normen und Standards im Bibliothekswesen wuchsen die immer mehr an. Deshalb war der Umstieg auf eine neue Generation des Bibliothekssystems, auf einen neuen Online-Katalog und auf die Sicherung der Daten in einer Cloud notwendig. „Seit Dezember 2021 bewältigte das Personal der OLB neben dem laufenden Bibliotheksbetrieb diesen aufwändigen Prozess. Über 180 000 Datensätze wurden einheitlich in dem neuen System hinterlegt“, so Karin Stichel, wissenschaftliche Bibliothekarin der OLB. „Das war ein immenser Kraftakt, der sich aber gelohnt hat.“

 

Der neue Online-Katalog »OPEN« bietet nun allen Interessierten und Forschenden eine schnelle und komfortable Mediensuche in den Bibliotheks- und Archivbeständen der Oberlausitzischen Bibliothek der Wissenschaften und darüber hinaus. Der große Vorteil für die Leser ist, dass mit einer Suchanfrage nicht nur die bibliographischen Beschreibungen aller gedruckten Werke recherchierbar sind, sondern auch alle bereits digitalisierten Bestände mehrerer Datenbanken und Systeme im neuen Online-Katalog zusammengeführt und im Volltext abrufbar sind. Das heißt, dass eine aufwändige Mehrfachsuche wegfällt.

 

Möglich wurde dies durch zwei Digitalisierungsprojekte. Das sächsische Landesdigitalisierungsprojekt „Bestände der Oberlausitzischen Bibliothek der Wissenschaften Görlitz / Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden“ begann 2015 und ist mittlerweile abgeschlossen. Dabei wurden 1.297 Druckwerke zur Geschichte von Görlitz und der Oberlausitz digitalisiert. Im Projekt „Kriegsbedingt verlagerte Bestände Görlitzer Provenienzen, seit 1945 in der Universitätsbibliothek Breslau/Wroclaw / Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden“ wurden bisher 1.003 Medien Handschriften und Drucke digitalisiert. Dieses Digitalisierungsprojekt läuft momentan noch.

 

Vor allem die einmaligen Handschriften zur Geschichte von Görlitz, die nicht mehr in der OLB sind, stehen für die Forschung nun frei zur Verfügung. Und auch die hiesigen Bestände werden durch die Digitalisierung besser geschützt, da sie nicht mehr in die Hand genommen werden müssen und damit verschlissen werden, sondern online verfügbar sind. „Wir sind sehr glücklich über die Möglichkeit der Digitalisierung und der damit verbundenen virtuellen Rückführung der Bestände nach Görlitz und der Erhaltung und Nutzbarmachung des europäischen Kulturerbes“, so Karin Stichel.

 

Hier geht's zum neuen Online-Katalog.