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"Es war eine einfache Entscheidung, den Vertrag zu unterzeichnen"

Weißwasser. Der Saisonstart in der DEL2 rückt näher. In der Sommerpause gab es viel Bewegung im Kader der Lausitzer Füchse.

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Hintere Reihe (v.l.n.r.): Phillip Lange (Physiotherapeut), Luis Müller, Sebastian Zauner, Louis Anders, Teemu Henritius, Marco Baßler, Eric Hördler, Korbinian Geibel, Julian Wäser, Ilija Fleischmann, Daniel Visner, Florian Ostermann (Physiotherapeut)
Mittlere Reihe (v.l.n.r.): Thomas Scholz (Team-Betreuer), Ronny Krüger (Team-Betreuer), Stefan Wohlschlager (Equipment-Manager), Marian Kapicak, Kristian Blumenschein, Tim Detig, Maximilian Heim, Thomas Gauch, Bennet Roßmy, Jan Bednar, Kevin Handschuh, Lane Scheidl, Jens Baxmann (sportlicher Berater), Sakari Lindfors (Torwarttrainer)
Vordere Reihe (v.l.n.r.): Nikita Quapp, Eric Valentin, Hunter Garlent, Toni Ritter, Dominik Bohac, André Mücke (Assistenztrainer), Dirk Rohrbach (Geschäftsführer), Petteri Väkiparta (Cheftrainer), Clarke Breitkreuz, Steve Hanusch, Roope Mäkitalo, Maximilian Adam, Kristian Hufsky

Hintere Reihe (v.l.n.r.): Phillip Lange (Physiotherapeut), Luis Müller, Sebastian Zauner, Louis Anders, Teemu Henritius, Marco Baßler, Eric Hördler, Korbinian Geibel, Julian Wäser, Ilija Fleischmann, Daniel Visner, Florian Ostermann (Physiotherapeut) Mittlere Reihe (v.l.n.r.): Thomas Scholz (Team-Betreuer), Ronny Krüger (Team-Betreuer), Stefan Wohlschlager (Equipment-Manager), Marian Kapicak, Kristian Blumenschein, Tim Detig, Maximilian Heim, Thomas Gauch, Bennet Roßmy, Jan Bednar, Kevin Handschuh, Lane Scheidl, Jens Baxmann (sportlicher Berater), Sakari Lindfors (Torwarttrainer) Vordere Reihe (v.l.n.r.): Nikita Quapp, Eric Valentin, Hunter Garlent, Toni Ritter, Dominik Bohac, André Mücke (Assistenztrainer), Dirk Rohrbach (Geschäftsführer), Petteri Väkiparta (Cheftrainer), Clarke Breitkreuz, Steve Hanusch, Roope Mäkitalo, Maximilian Adam, Kristian Hufsky

Foto: T. Keil

Am Ende machten es die Füchse deutlich. Mit einem 10:1-Auswärtssieg sicherte sich das Team im März den Klassenerhalt, bevor man sich kurz darauf mit einer Saisonabschlussfeier in die Sommerpause verabschiedete. Dort sorgte die Nachricht für strahlende Augen, dass Roope Mäkitalo auch in der kommenden Saison in blau-gelb auf Torejagd gehen wird. Der Finne war im Verlauf der Saison immer stärker und damit immer wichtiger geworden, so dass die Füchse die Option zur Vertragsverlängerung zogen. Damit war die erste Kontingentstelle besetzt.

 

Geschäftsführer Dirk Rohrbach begründete das so: „Roope ist ein physischer Spieler mit läuferisch und stocktechnisch starken Fähigkeiten, der auch Spielwitz beweist. Sein Potential zeigte sich während der Haupt- und vor allem in der Playdown-Runde. Wir sind froh, die Option zu haben und diese als logische Folge seiner sehr guten Leistungen zu ziehen. Er fühlt sich bei uns auch wohl und freut sich darauf, ein weiteres Jahr hier sein zu können.“

 

Im April folgte die Meldung, das Petteri Väkiparta Trainer bleibt. Der 44-Jährige hatte kurz nach dem Jahreswechsel für Chris Straube übernommen und dem Team wieder Selbstbewusstsein eingehaucht.

 

Petteri Väkiparta: „Ich habe meine Zeit in Weißwasser bisher genossen. Mein Gefühl sagt mir, dass wir hier zusammen etwas aufbauen und weiterentwickeln können. Die Gespräche mit Dirk Rohrbach waren sehr offen und gut. Wir beide sehen unser Entwicklungspotential gleich. Jetzt müssen wir gut arbeiten, sodass wir nach dem Sommer bereit für die Saison sind.“

 

Leistungsträger verlängert Vertrag

 

Kurz darauf verlängerte Hunter Garlent seinen Vertrag. Ein wichtiger Schritt in der Kaderplanung, denn der Kanadier war in der abgelaufenen Spielzeit einer der Top-Scorer (29 Tore, 51 Vorlagen) der Lausitzer. Damit war die zweite Kontingentstelle besetzt.

 

Hunter Garlent: „Ich freue mich sehr, nächstes Jahr wieder ein Teil der Mannschaft zu sein. Mit einem großartigen Trainerstab und dem Kern der Mannschaft, der auch nächstes Jahr dabei ist, glaube ich, dass wir bereit sind, ab August große Schritte zu unternehmen. Weißwasser hat eine tolle Fan-Gemeinschaft, die verbunden hinter ihrer Mannschaft steht. Vor allem während der Playdowns war es etwas Besonderes für mich, diese lautstarke und leidenschaftliche Unterstützung zu erleben. Ich kann Dirk und der Organisation nicht genug für alles danken, was sie für mich und meine Familie getan haben. Das hat mein erstes Jahr in Europa zu einem großartigen Jahr und Weißwasser letztlich zu einem Ort gemacht, in dem ich mich sehr wohl fühle.“

 

Auf die Meldung, dass auch Co-Trainer André Mücke und Torwarttrainer Sakari Lindfors im Fuchsbau bleiben, folgten im April die ersten Neuverpflichtungen. Daniel Visner, Ilija Fleischmann und Julian Wäser unterschrieben einen U21-Fördervertrag und tauschten das Trikot der Eisbären Juniors gegen das der Lausitzer Füchse.

 

Co-Trainer André Mücke: „Alle drei sind sehr talentierte Spieler und jeder hat unterschiedliche Stärken. Es kommt das erste Profijahr für die Jungs, in dem wir sie behutsam aufbauen wollen. Ilija, Daniel und Julian haben die richtige Einstellung zum Eishockey und bei uns die Möglichkeit den nächsten Schritt zu machen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit den Jungs.“

 

Erster von zwei Rückkehrern

 

Nur einen Tag später wurde bekanntgegeben, dass Verteidiger Dominik Bohac nach sechs Jahren nach Weißwasser zurückkehrt. Der Tscheche stand von 2015 bis 2017 bereits 97 Mal für die Blau-Gelben auf dem Eis. Dank Zweijahresvertrag sollten noch einige Spiele dazukommen.

 

Dominik Bohac: „Ich habe bereits vor 6 Jahren für die Füchse gespielt. Ich kenne Weißwasser, die Organisation, den Club, die Fans. Ich war sehr schnell davon überzeugt, nach Weißwasser zurückzukehren. Zudem kenne ich Trainer Petteri Väkiparta aus meiner Schwenninger Zeit. Er ist auch ein Grund, warum ich wieder hier spielen möchte.“

 

Es folgte die Vertragsverlängerung mit Angreifer Tim Detig und die Verpflichtungen von Stürmer Louis Anders und Verteidiger Thomas Gauch. Anders kam von den Black Dragons Erfurt, Gauch von den Crocodiles Hamburg. Derweil sagte Stéphane Döring „Tschüss“. Der 23-Jährige will sich stärker auf seine berufliche Ausbildung konzentrieren und wechselte in die Oberliga.

 

Im Mai vermeldeten die Füchse weitere Abgänge. Die Eigengewächse Philip Kuschel und Luis Rentsch verließen den Verein ebenso wie Nils Velm. Kurz darauf musste man mit Peter Quenneville den nächsten Abgang hinnehmen. Der Top-Scorer der vergangenen Saison (34 Tore, 51 Vorlagen) wechselte trotz Vertragsangebot der Füchse zum norwegischen Eishockeyclub Storhamar Hockey. Als Neuzugang konnte im gleichen Atemzug Kristian Hufsky begrüßt werden. Der Goalie wechselte vom sächsischen Ligakonkurrenten Dresdner Eislöwen nach Weißwasser. Außerdem wurde klar, dass auch Marian Kapicak ein Fuchs bleibt.

 

Torwart-Trainer Sakari Lindfors: „Kristian ist ein aktiver Torwart und er mag es, sich gut zu bewegen. Er hat sehr gute Reaktionen. Er ist sehr athletisch und will immer besser werden. Wir werden gut zusammenarbeiten. Marian war letztes Jahr schon bei uns. Er ist ein Typ, der immer alles gibt. Er braucht noch etwas mehr Geduld. Doch wenn er weiterhin so hart arbeitet, wird er sich technisch weiter verbessern und ein guter Torwart sein. Beide Spieler passen gut in unser Team.“

 

Der nächste Rückkehrer wurde im Juni vermeldet. Verteidiger Maximilian Adam spielte bereits zwischen 2016 und 2019 mit einer Förderlizenz der Eisbären Berlin für Weißwasser und bestritt in dieser Zeit 71 DEL2-Spiele. Der gebürtige Görlitzer konnte auch schon reichlich Erfahrung in der DEL sammeln.

 

Maximilian Adam: „Ich freue mich sehr darauf, wieder in meiner Heimat für die Füchse zu spielen. Es war keine leichte Entscheidung, aber ich habe bewusst diesen Schritt gewählt. Ich weiß, was ich in Weißwasser habe, wie mit mir geplant wird und auch so kenne ich das Umfeld, was es mir einfacher macht, mich direkt wohlzufühlen. Es gab mehrere andere Angebote, aber letztlich hatte ich bei Weißwasser das beste Bauchgefühl. Nach zuletzt schwierigen Jahren für mich im deutschen Oberhaus wollte ich nochmals in die DEL2 zurück. Außerdem möchte ich dem Verein auch ein Stück weit etwas zurückgeben. Mit wurde hier so viel ermöglicht, wofür ich noch immer sehr dankbar bin. Ich denke, dass wir eine sehr konkurrenzfähige Mannschaft für die kommende Saison haben werden, welche den Fans viel Spaß bereiten wird.“

 

Neuer Stürmer aus Finnland

 

Während ebenfalls im Juni der Wechsel von Jakub Kania nach Bayreuth bekanntgegeben wurde, konnte man mit Defensivspieler Jan Bednar verlängern und mit Teemu Henritius einen neuen Stürmer präsentieren. Der 29-Jährige spielte in den vergangenen sieben Jahren immer für den finnischen Club Mikkelin Jukurit.

 

Teemu Henritius: „Ich habe seit zehn Jahren in Finnland gespielt. Mein Gefühl sagte mir, dass ich jetzt auch einmal im Ausland spielen möchte, um auch eine andere Eishockeykultur zu erleben. Von den mitteleuropäischen Ligen hat mich vor allem Deutschland interessiert. Ich habe gehört, dass es dort eine großartige Fankultur gibt und qualitativ gutes Eishockey gespielt wird. Ich wurde von den Verantwortlichen aus Weißwasser kontaktiert und war interessiert. Ich habe nur Gutes darüber gehört, wie in Weißwasser gearbeitet wird. So war es eine einfache Entscheidung, den Vertrag zu unterzeichnen. Ich freue mich auf gutes und schnelles Eishockey und darauf, mit der Mannschaft um die Playoffs zu kämpfen.“

 

Im Juli wurde für die Defensive nachgelegt. Vom Villacher SV wechselte Sebastian Zauner nach Weißwasser. Der 27-jährige Linksschütze war von 2015 bis 2020 für die Dresdner Eislöwen aufgelaufen, ging dann nach Österreich.

 

Co-Trainer André Mücke: „Sebastian ist ein absoluter Vorzeigeprofi. Seine Athletik und Physis sind auf einem Top-Level. Wir sind sehr froh, dass er nächste Saison für uns spielt. Er wird eine entscheidende Rolle in unserer Abwehr einnehmen.“

 

Jens Baxmann muss verletzungsbedingt Schluss machen

 

Anfang August wurde neben dem Karriereende von Richard (Richie) Mueller auch die Verpflichtung des Kanadiers Lane Scheidl bekanntgegeben. Der Stürmer bringt viel Erfahrung mit, spielte unter anderem in Nordamerika, der Slowakei und Norwegen.

 

Co-Trainer Andrè Mücke: „Wir freuen uns auf Lane. Er bringt alle Attribute mit, nach denen wir gesucht haben. Er ist ein kompletter Spieler mit optimaler Arbeitseinstellung, der die Mannschaft in den Vordergrund rücken lässt. Er bringt neben seinen läuferischen Fähigkeiten auch Führungsqualitäten und Europaerfahrung mit.“

 

Dann kam die Nachricht, dass Jens Baxmann seine Karriere Verletzungsbedingt beenden muss. Der Füchse-Verteidiger hatte sich im Januar im Training am Auge verletzt. Mit einer Operation konnte das Schlimmste verhindern werden, in Sachen Profikarriere ging es aber nicht weiter.

 

Füchse-Geschäftsfüher Dirk Rohrbach: „Es ist sehr schade, dass Jens aufhören muss. Er hat als Spieler das verkörpert, was wir uns mit seiner Verpflichtung erhofft hatten. Er hat unsere junge Truppe geführt und war auf und neben dem Eis durch seine professionelle Einstellung Vorbild. Da wir uns schon länger gut kennen und auch ich einst wegen einer Verletzung früher aufhören musste, möchte ich ihm mit auf den Weg geben, dass man auch nach dem aktiven Sporttreiben dem Eishockeysport verbunden bleiben kann. Es wäre toll, käme es so.”

 

Acht Förderlizenzspieler für die Füchse

 

Kurz darauf folgte die Bekanntgabe der Förderlizenzspieler. Durch die Kooperation mit den Eisbären Berlin stehen diese Saison einige alte Bekannte und einige neue Gesichter für die Füchse auf dem Eis. Tobias Ancicka (Tor), Korbinian Geibel (Defensive) und Bennet Roßmy (Offensive) sind lizenzerprobte Spieler. Neu hingegen sind Nikita Quapp (Tor), Maximilian Heim und Eric Hördler (beide Offensive). Auch Marco Baßler steht per Förderlizenz im Füchse-Kader. Er wurde bereits vergangene Saison für die Lausitzer lizenziert, hatte jedoch keine Einsätze. Wenig später rückte Kevin Handschuh nach. Damit vergeben die Eisbären insgesamt 8 Förderlizenzen.

 

Die (bisher) letzten Neuigkeit in Sachen Kader gab’s Mitte August. Da vermeldete der Verein, dass der Kanadier Kristian Blumenschein zum Tryout nach Weißwasser kommt. Der Verteidiger kam auf eigenen Wunsch und finanziert seinen Aufenthalt selbst. Ob die Füchse ihn verpflichten, hängt vom Einbürgerungsverfahren und den Finanzen ab. „Durch die begrenzten finanziellen Mittel des Clubs muss für eine Verpflichtung die finanzielle Absicherung geschaffen werden“, teilte der Verein mit.