Bernd Witscherkowsky

Auf Herzbergs Traumzauberrad

(Herzberg). Mit dem Fahrrad direkt in die Zukunft? Funktioniert, meint Lena Heiss und rannte damit scheinbar offene Rathaustüren ein.
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Auf dem »Wünschefahrrad« der Stadt Herzberg: Bürgermeister Karsten Eule-Prütz angefeuert von Lena Heiss (2.v.r.) vom Team Zukunftsorte Brandenburg.

Auf dem »Wünschefahrrad« der Stadt Herzberg: Bürgermeister Karsten Eule-Prütz angefeuert von Lena Heiss (2.v.r.) vom Team Zukunftsorte Brandenburg.

Foto: Bernd Witscherkowsky

Schon 2019 ging die Koordinatorin vom Netzwerk Zukunftsorte e.V. auf die Suche nach Brandenburger Gemeinden, die sich den Herausforderungen einer »nachhaltigen und integrierten Entwicklung« stellen wollen. In der Elbe-Elster-Kreisstadt wurde die junge Frau fündig, dann kam Corona und die für Herzberg ausgeklügelte Projektidee »Radeln in die Zukunft« lief zunächst nur auf Sparflamme. Seit vergangenen Freitag startet ihr Team, darunter Projektmanagerin Nicole Ullrich-Stochert und Praktikantin Louise Gassenmeyer, voll durch und präsentierte den Kreisstädtern in der »Marxchen Villa«, was sie bis zum Jahresende so alles vorhaben.
 

Offener Treff im Herzen der Stadt

 
Im Mittelpunkt des mit 83.500 Euro vom Land Brandenburg geförderten Projektes steht dabei der denkmalgeschützten Stadtvilla am Botanischen Garten wieder ein wenig Leben einzuhauchen. »Ziel ist es, im Herzen der Stadt einen offenen Treff- und Anlaufpunkt für alle Bürger zu schaffen, die sich für gezielte örtliche Wertschöpfung verbunden mit mehr Lebensqualität engagieren. Also Leute, die im wahrsten Sinne des Wortes mobil sein wollen und die wir alle über das ganze Jahre hinweg einladen möchten, sich aktiv daran zu beteiligen«, sagt Lena Heiss. Im Focus steht zunächst die Mobilität jener Herzberger, die vorzugsweise auf zwei Rädern ohne Verbrennungsmotor unterwegs sind und sich für den Ausbau eines sicheren Rad- und Fußwegenetzes einsetzten möchten. Der Projektname »Radeln in die Zukunft#Villa« soll dabei Programm sein.
 

Zukunftsthemen aus der Bevölkerung

 
Positive Signale dazu auch aus dem Rathaus, schließlich trage eine gezielte lokale Mobilität zur Verbesserung der öffentlichen Daseinsvorsorge und zur Steigerung der Attraktivität der Stadt als Lebensumfeld für junge Familien, Kinder- und Jugendliche, aber auch Senioren bei. Im ersten Schritt wurde die Villa bereits als öffentlich zugänglicher Ort vorbereitet und ein generationenübergreifender Rat gebildet. Jetzt, wo sich langsam wieder die Sonne zeigt, gelte es, gemeinsam alle elf Ortsteile zu »erradeln«, um Zukunftsthemen aus der Bevölkerung einzusammeln. Damit sollen Bedarfe erfasst, integriert und in einer Mini-Ausstellung gezeigt werden. In der zweiten Etappe finden bereits konkrete Veranstaltungen und Events in der Villa statt - vom Theaterstück bis zu Aktionen, denn die Räume der Stadtvilla sollen zum Ort des Zusammenkommens und der Ideenfindung werden. Im Sommer (17. bis 19. Juni) soll in der Marxschen Villa ein Fahrradfest über die Bühne gehen, gefolgt vom »Radmobilitätssommer« mit verschiedenen Aktionen und Festen in und um die Zukunftsvilla. Höhepunkt dürfte am 10. Dezember (17 Uhr) ein Fest mit großer Jahresausstellung werden, bei der die Villa im Lichterglanz erstrahlen soll. Natürlich via selbst erzeugten Strom aus Bein- und Muskelkraft. Entsprechende Termine und Aktionen sind zusätzlich auch auf unserer Internetseite www.wochenkurier.info zu finden.
 
• Bürgervorschläge, die in das Projekt einfließen sollen, bitte an: 
 

Stadt Herzberg Leiterin FB1

 Zentrale Steuerung & Services sowie Familie & Bildung

 Stephanie Kuntze

 Telefon: (03535) 482-210 oder 0173 7851173

E-Mail: kuntze@stadt-herzberg.de