Carola Pönisch

Stadt will Margon Arena vergrößern

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Foto: PR

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Die Stadtverwaltung will die 1998 eingeweihte und inzwischen modernisierungsbedürftige Margon Arena an der Bodenbacher Straße umbauen und erweitern. Die Kapazität soll um 600 auf 3.600 Sitzplätze erweitert werden. Die Kosten für diese Variante belaufen sich auf rund 32,3 Millionen Euro. Eine entsprechende Vorlage wird in den kommenden drei Monaten in den Ausschüssen der Landeshauptstadt beraten und steht am 24. September zur Beschlussfassung im Stadtrat. Grundlage dieser Pläne bildet die Entwicklungsstudie zum Sport- und Bildungscampus Bodenbacher Straße, die  von der STESAD und der IPRO-consult GmbH erarbeitet wurde. Ausgangspunkt dieser Studie ist die fällige Sanierung des Hauptdaches der Margon Arena. Nach über 20 Jahren im Betrieb bestehen besonders im Spitzensport zusätzliche Anforderungen, für die die Margon Arena nicht mehr zeitgemäß ausgerichtet ist. Ungenügende Businessbereiche sowie die Erschließung von WC-Anlagen und Gastronomieausgaben sind dabei nur einige Schwerpunkte. Parallel wurde die Forderung laut, die Margon Arena auch in ihrer Sitzplatzkapazität zu erweitern. 
Vorzugsvariante setzt auf Sanierung und Erweiterung
Bei der Vorzugsvariante ist an der südwestlichen Giebelseite ein Erweiterungsneubau mit weiteren Sportflächen vorgesehen. Anstelle der jetzigen drei Nebenhallen soll es vier neue Trainingsflächen von jeweils 200 Quadratmetern und mit eigenen Lagerflächen geben. Im Untergeschoss sind Räume für Physiotherapie, Regeneration und Reha vorgesehen. Über den neuen Trainingsflächen wird ein Hospitality- und VIP-Bereich für rund 450 Personen mit eigener Gastronomiefläche eingerichtet. Diese Räume sind so konzipiert, dass sie flexibel für einen Wettkampftag zur Betreuung der Ehrengäste dienen und im Wochenbetrieb mit mobilen Trennwänden für Schulungen und Mannschaftsbesprechungen genutzt werden können. Nördlich des VIP-Bereichs schließt sich eine Tribüne mit Blick auf das Spielfeld an. Südlich des VIP-Bereiches soll eine große Außenterrasse als weitere Veranstaltungsfläche dienen. Über die Terrasse besteht eine direkte Verbindung zum Parkhaus. Der Erweiterungsbau umfasst außerdem zwei neue Gastronomieausgabestellen und WC-Anlagen. Ein weiterer Anbau an der nordwestlichen Fassade bietet Platz für Büros und die Pressestelle. Zukünftig sollen hier die Geschäftsstellen des DSC Volleyball, der Dresden Titans und eventuelle weiterer Vereine einziehen. Die technischen Anlagen für Lüftung, Heizung/Sanitär/Elektrik in der Margon Arena werden komplett erneuert. Parkhaus an der Margon Arena geplant
Im Zuge der Neuausrichtung der Margon Arena, der Neuordnung der Sportaußenflächen und dem Neubau der Schule entfallen die derzeit vorhandenen Pkw-Stellflächen. Deshalb soll ein Parkhaus gebaut werden. Der auf dem Areal befindliche Tennisplatz ist der einzig mögliche Standort. Geprüft wird, ob die Tennissportler des TC Dresden-Seidnitz auf die Tennisanlage des Eisenbahner Sportvereins Dresden am Hagedornplatz umziehen können. Dort gibt es auf einer 4 500 Quadratmetern fünf Spielfelder und ein Vereinshaus. Diese Anlage soll auf acht Felder erweitert werden und somit beiden Vereinen eine Trainingsstätte bieten. Die Margon Arena
Die 1998 als „Mehrzweckhalle Bodenbacher Straße“ eingeweihte Margon Arena ist nach der EnergieVerbund Arena die zweitgrößte Mehrfunktionsarena in Dresden. Neben einer großen Vier-Feld-Haupthalle und einem Zuschauerbereich von bis zu 3.000 Zuschauern gibt es noch drei kleinere Nebenhallen. Seit 1998 ist die Margon Arena Heimstätte der Volleyballerinnen des Dresdner Sportclubs 1898 (DSC). Neben der 1. Bundesliga Volleyball qualifizierten sie sich auch für den internationalen Wettbewerb. Die Halle dient außerdem den Basketballern der Dresden Titans als Spielort. Aktuell spielen die Basketballer in der 2. Liga Pro B. Um für zukünftige sportliche Entwicklungen im Basketball vorbereitet zu sein ist es notwendig, die Margon Arena auch für den Spielbetrieb der 1. Liga auszurichten. Insgesamt trainieren in der Margon Arena 16 Vereine in 13 Sportarten.