gb/pm

Posaune in der rechten, Trompete in der linken Hand

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Sonderkonzert im Dresdner FriedrichstaTT Palast

Sonderkonzert im Dresdner FriedrichstaTT Palast

Foto: Büttner

Dresden. Immer wieder gerne spielt Weltlegende James Morrison zu den Jazztagen Dresden. So gelang es auch diesmal wieder, ihn zwischen Bayern und Norwegen nach Dresden zu locken. Eigentlich sucht sein Trompetenspiel seinesgleichen, so dass es auch selbstverständlich war, dass er für Australien die Olympiade in Sydney eröffnete. Aber Morrison schaffte es, die Musikwelt zu verblüffen, indem er eine komplette Bigband allein einspielte. Nur begleitet von Jeff Hamilton am Schlagzeug spielte er mit einer Homogenität und Perfektion alle Trompeten-, Posaunen- und Saxophonstimmen sowie Klavier, Kontrabass und Gitarre ein, dass einem der Atem stockte. Dies hat bis jetzt weltweit noch kein Musiker geschafft! Sein humoriger Blues mit linker Hand am Flügel und rechter Hand an der Trompete darf in keinem Konzert fehlen.

 

Am 24. April, 19 Uhr, ist er im erlesenen Quartett der „Masters auf finest Jazz“ beim ersten Sonderkonzert 2022 der Jazztage Dresden im Dresdner FriedrichstaTT Palast zu erleben

 

James Morrison spielt nicht nur Trompete, Posaune, Saxophon, Klavier und Bass, er beherrscht diese auch auf einem sagenhaften Niveau. Bereits mit sechs Jahren begann er seine musikalischen Schritte am Klavier und bereits mit sieben Jahren folgten erste Blechblasinstrumente in seiner Ausbildung. Kein Wunder also, dass er bereits mit jungen 13 Jahren als professioneller Musiker in Nachtclubs auftreten konnte. Seit seinem Debut auf dem Monterey Jazz Festival folgten zahlreiche Auftritte mit Jazz-Legenden, darunter Dizzy Gillespie, Herbie Hancock, Dave Brubeck, Chick Corea, Quincy Jones und Ray Charles. Bei seinen Konzerten tritt Morrison meist mit dem kompletten Instrumentarium auf und überrascht seine Zuhörer mit fliegenden Wechseln zwischen den Instrumenten. Nicht ohne Grund gilt er deshalb als einer der bedeutendsten Jazz- Trompeter der Gegenwart.

 

Mit ihm auf der Bühne des Dresdner FriedrichstaTT Palasts steht der tschechische Gitarrist Libor Šmoldas. Dieser sammelte erste Erfahrungen mit Flöten und Trompete, bevor er im Alter von zwölf Jahren die Gitarre für sich entdeckte. Auch der britische Jazz-Bassist Geoff Gascoyne begleitet Morrison an dem Abend. Er begann seine Laufbahn zunächst mit dem Klavierspiel und der Bassgitarre in einer Jugendband. Später wechselte er zum Jazz und hat sich inzwischen genreübergreifend einen Namen gemacht. Als vierter im Bund steht der Niederländer Sebastiaan de Krom mit auf der Bühne. Bereits im frühen Alter von drei Jahren unterrichtete ihn sein Vater am Schlagzeug. Seit dem Studium an der Berkley School of Music ist er ein gefragter Schlagzeuger und trat unter anderem mit Herbie Hancock, John Scofield und Wynton Marsalis auf.

 

Tickets sind in verschiedenen Kategorien ab 39 Euro erhältlich. Möglichkeiten zur Buchung sowie weitere Informationen zu diesem und weiteren Konzerten können auf der Homepage www.jazztage-dresden.de eingesehen werden.


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