Sandro Paufler

Solarpark in Schmölln geplant

Schmölln. Ein Investor möchte einen Solarpark errichten, der sich für die Gemeinde finanziell lohnen könnte. Doch es gibt auch Bedenken.

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Der Bürgermeister Achim Wünsche steht genau dort, wo der Investor einen Solarpark errichten möchte - in unmittelbarer Nähe zum Umspannwerk und entlang der Bahnstrecke.

Der Bürgermeister Achim Wünsche steht genau dort, wo der Investor einen Solarpark errichten möchte - in unmittelbarer Nähe zum Umspannwerk und entlang der Bahnstrecke.

Foto: Sandro Paufler

In der Gemeinde Schmölln-Putzkau soll ein Solarpark mit einer geplanten Leistung von 20 Megawatt entstehen. Damit könnten circa 3500 Haushalte mit Strom versorgt werden. Realisiert werden soll das Projekt in unmittelbarer Nähe zum Umspannwerk und entlang der dort befindlichen Bahnstrecke. Die Wattner AG mit Hauptsitz in Köln fungiert hierbei als Investor. Das Unternehmen betreibt bundesweit 105 Solarkraftwerke und möchte speziell in Schmölln rund 14 Millionen Euro investieren, das bestätigte der Projektleiter Patrick Ingwer.

Wann genau gebaut werden kann, steht noch nicht fest. Laut dem Investor befinde man sich derzeit noch im Planungs- und Genehmigungsverfahren. Trotzdem gibt es ein definiertes Zeitfenster: Der Projektleiter Ingwer rechnet mit einer voraussichtlichen Errichtung der Anlage gegen Ende 2023.

 

Nicht alle sehen Solarpark positiv

 

Schmölln-Putzkaus Bürgermeister Achim Wünsche hat erstmalig von dem Vorhaben im Jahre 2018 erfahren. In der Zwischenzeit wurden die Pläne mehrfach im Gemeinderat diskutiert. Neben vielen positiven Stimmen wurden auch ernste Bedenken laut: Es gibt zum einen die Sorge, dass das Vorhaben wertvolle landwirtschaftliche Flächen verschwende und zum anderen, dass Photovoltaikmodule vorzugsweise auf Dachflächen installiert werden sollten, äußerten sich vereinzelte Gemeinderäte.

 

Jährliche Finanzspritze für die Gemeinde

 

Die Errichtung des Solarparks könnte sich für die Kommune und Grundstücksbesitzer finanziell lohnen. Dank dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) werden die Städte und Gemeinden mit 20 Cent pro Kilowattstunde beteiligt. Außerdem fällt für die Betreibung des Solarparks eine Gewerbesteuer an. Die Eigentümer profitieren von höheren Pachteinnahmen. Der Bürgermeister Wünsche rechnet mit einem mittleren fünfstelligen Betrag, der jährlich ausgeschüttet und die Haushaltskasse entlasten könnte: "Mit den Mehreinnahmen können wir beispielsweise unsere Eigenanteile für geplante Projekte bezahlen", sieht der Bürgermeister die Vorteile für seine Kommune. Zudem sinkt der CO2-Abdruck im Ort deutlich.

Wenn alles im Zeitplan verläuft, soll gegen August das Projekt öffentlich ausgelegt werden.