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LEX: Sächsische Spirituosenmanufaktur erfolgreich

Die Sächsische Spirituosenmanufaktur mit dem Gründer Martin Wagner ist mit dem Lausitzer Existenzgründerpreis (LEX) der Wirtschaftsinitiative Lausitz ausgezeichnet worden. Darüber informiert Jana Wieduwilt von Wieduwilt Kommunikation. Seit 13 Jahren werde der Preis alljährlich ausgelobt und damit der beste Businessplan von Gründern prämiert.
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Gründer Martin Wagner ist mit dem Lausitzer Existenzgründerpreis der Wirtschaftsinitiative Lausitz ausgezeichnet worden. Foto: Wieduwilt Kommunikation

Gründer Martin Wagner ist mit dem Lausitzer Existenzgründerpreis der Wirtschaftsinitiative Lausitz ausgezeichnet worden. Foto: Wieduwilt Kommunikation

In diesem Jahr habe Martin Wagner mit seinem Konzept unter 79 Bewerbern die honorige Jury überzeugen können. Laudator und Vorsitzender der Wirtschaftsinitiative Lausitz, Michael von Bronk, betonte in seiner Rede, dass er sich besonders freue, dass sich ein Konzept durchgesetzt habe, dass, statt auf Schnelllebigkeit auf Handwerk, Entschleunigung und regionale Produkte setze.  Martin Wagner brenne für sein Unternehmen. Im doppelten Wortsinn: Denn der 33-Jährige aus Kirschau in Sachsen ist gelernter Brauer und Mälzer – seit letztem Jahr ist er auch sein eigener Chef mit der Sächsischen Spirituosenmanufaktur. Martin Wagner treibe die Leidenschaft für wahren, unverfälschten Genuss. So verarbeite er Früchte aus der Region, meist aus Sachsen. Daraus mache er – in einem langen, behutsamen Prozess edelste Brände, Liköre und Geiste. Diese vertreibe er über seinen Online-Shop, im Direktverkauf und über ausgewählte Genusshändler. Martin Wagner verarbeite nur das, was die Natur liefere. In der Apfelsaison dann eben Äpfel. Wenn keine Äpfel mehr von heimischen Bäumen geerntet werden könnten, sei auch die Apfelbrand-Saison zu Ende.

„Ich verarbeite nur, was mir die heimische Natur liefert, je nach Saison. Daher haben wir kleine Auflagen, die auch nicht nachproduziert werden können. Das macht unsere Produkte so besonders. Alle unsere Produkte sind reine Natur und 100 Prozent Handarbeit“, erläutert Martin Wagner.
So gebe es in der Sächsischen Spirituosenmanufaktur zum Beispiel Fenchel-Kräuter- oder Stachelbeere-Fruchtlikör, Schöner aus Boskoop-Apfelbrand oder auch exotisches, wie den Porter-Bierbrand. Dabei berufe er sich auf traditionelle Rezepte und setze auf die Handwerkskunst des Brennens.
„Es war schon immer mein Traum, meine eigenen Brände und Liköre herzustellen. Deshalb habe ich meine Ausbildung zum Brauer und Mälzer abgeschlossen und danach einige Jahre in einer renommierten Brennerei gearbeitet. In meinen Studienjahren habe ich konsequent die Dinge dazugelernt, die ich brauchte, um die Gründung voran zu treiben“, sagt Martin Wagner.
Um die alten Rezepte wieder zu entdecken, schmökere der Unternehmer tagelang in der Sächsischen Landesbibliothek in uralten Aufzeichnungen. „Ich verwende eine ganze Reihe traditioneller Handwerksrezepte und verfeinere diese mit dem heutigen Wissen um die Herstellung von Bränden, Geisten und Likören.“ Ein Spirituosenhersteller braucht aber nicht nur eine ganze Menge handwerkliches Geschick. Er braucht vor allem Geduld. „Wenn ich heute einen Brand ansetze, braucht es mehrere Monate, manchmal Jahre, bevor man probieren kann“, sagt Martin Wagner gelassen.  Er weiß, dass Geduld, akribische Aufzeichnungen und die hohe Qualität der Zutaten sein Erfolgsrezept sind. Und noch etwas ist dem jungen Gründer ganz wichtig: „Ich verarbeite vor allem regionale Früchte. Am liebsten nutze ich das unverfälschte, intensive Aroma von ganz alten sächsischen Obstsorten. Diesen Genuss möchte ich meinen Kunden weiter geben“, sagt er. Auch deshalb hat der junge Unternehmer eine ganze Reihe von Streuobstwiesen in Pflege.
Martin Wagner: „Ich möchte auf meine Weise dazu beitragen, unsere heimischen Tier- und Pflanzenarten zu erhalten.“
So gehöre Martin Wagner zu jener jungen Generation von Neu-Unternehmern, die vom ersten Tag an ihrer Vision von einer nachhaltigen Wirtschaftsweise folgen. Dabei sei der Gründer systematisch vorgegangen und arbeite exakt nach seinem Businessplan, den er über Monate entwickelt habe. „Wie meine Spirituosen braucht auch der Aufbau eines Unternehmens Zeit und Konsequenz“, sagt Martin Wagner. Und er weiß als Unternehmer, dass er immer dazu lernen wird. „Ich bedanke mich bei der Wirtschaftsinitiative Lausitz und den Juroren für die Möglichkeit, mein Konzept den erfahrenen Juroren vorstellen zu dürfen. Und ich bedanke mich sehr für die Auszeichnung und die Rückmeldung zu meinem Businessplan, was mir zeigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin“, resümiert er. Hintergrund und Fakten Das Unternehmen Sächsische Spirituosenmanufaktur wurde 2015 von Martin Wagner (33) gegründet. Unternehmenszweck des Spezialherstellers ist die Verarbeitung regionaler Früchte, Blüten, Kräuter und Gewürze zu hochwertigen Fruchtlikören, Bränden und Geisten. Produziert wird ausschließlich in Sachsen, in Handarbeit. Der Gründer setzt dabei auf Nachhaltigkeit, traditionelle Rezepte ohne künstliche Zusätze und den schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen. Firmensitz ist das sächsische Schirgiswalde-Kirschau. Werdegang des Gründers • Martin Wagner, 33 Jahre
• Abitur in Wilthen
• Ausbildung zum Brauer und Mälzer bei Sternquell, Plauen
• Studium Wirtschaftsingenieurwesen an der Berufsakademie Bautzen (Bachelor)
• Studium Integratives Projektmanagement an der Technischen Universität Dresden und Internationales     • Hochschulinstitut Zittau (Master of Arts) Lausitzer Existenzgründerpreis Martin Wagner erzeugt nach alter Handwerksart Geiste, Brände und Liköre und hat mit seinem Businessplan für sein neu gegründetes Unternehmen Sächsische Spirituosenmanufaktur die hochkarätig besetzte Jury aus Wirtschaftsvertretern überzeugt. Er konnte sich unter 79 Bewerbern behaupten und wurde jetzt in Cottbus feierlich ausgezeichnet. Der LEX wird seit 13 Jahren von der Wirtschaftsinitiative Lausitz (WiL) ausgelobt und der 1. Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Weitere Preisträger sind der 2. Preis – 2.500 Euro INDI Implant Systems GmbH, Görlitz Michael Menzel und den 3. Preis Niederlausitz aktuell, Cottbus mit Benjamin Andriske und 1.500 Euro. (PM/Wieduwilt Kommunikation)