Silke Richter

Biologische Vielfalt im Zoo

Hoyerswerda. Welchen Beitrag Zoos im Allgemeinen und der Hoyerswerdaer Zoo im Besonderen leisten, erzählte Zooleiter Eugène Bruins kürzlich in einem Vortrag.
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Eugène Bruins mit dem Südlichen Kugelgürteltier, das zu einer bedrohten Art gehört.

Eugène Bruins mit dem Südlichen Kugelgürteltier, das zu einer bedrohten Art gehört.

Foto: Silke Richter

»Wenn es heute keine Zoos gäbe, müsste man sie jetzt erfinden.« Dieses Zitat präsentierte Eugène Bruins kürzlich im Schloss. Der zoologische Leiter und Kurator hatte zu einem Vortrag mit dem Thema »Naturschutz im Zoo Hoyerswerda« eingeladen. Er berichtete über die Hauptaufgaben eines Zoos, die nicht selten in einem Spagat landen, wenn es darum gehe, Besuchern möglichst nicht nur einen schönen Zoo-Tag zu bescheren, sondern gleichzeitig für das Thema Naturschutz zu sensibilisieren.
 
»Zoos und Naturschützer finden jetzt mehr zueinander. Das ist sehr gut«, freut sich Eugène Bruins. Weltweit seien über 13.800 Tierarten vom Aussterben bedroht. Gründe dafür liegen vor allem im Klimawandel, in der Vernichtung von Lebensräumen, illegalem Wildtierhandel und übermäßiger Jagd auf Tiere. »Vielen Tierarten geht es sehr schlecht und viele Arten gäbe es ohne Zoos nicht mehr«, erklärte Eugène Bruins, der hier mit dem Hoyerswerdaer Zootier »Südliches Kugelgürteltier« zu sehen ist. In ihrer Heimat, die sich im südlichen Südamerika befindet, stehen diese Tiere auch auf dem Speiseplan der Menschen. Zudem ist der stärker werdende Verlust ihres Lebensraumes immer mehr zu beklagen. All das führte dazu, dass diese Tierart mittlerweile als bedroht gelte.


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