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»Fließendes Atelier« zum Fontane-Jubiläum

Burg (Spreewald). Vor 200 Jahren wurde Theodor Fontane geboren. Im Sommer 1859 besuchte er die Spreewaldgemeinde Burg auf seinen Wanderungen durch die Mark. Was ist ihm hier begegnet? Was hat er gesehen? Was können wir heute noch aus seiner Zeit entdecken? Diese Neugier ist Ausgangspunkt für eine besondere Aktion, auch um eine Annäherung an den weltbekannten Autor im Jubiläumsjahr zu verstärken.

Im März starten der Tourismusverein Burg (Spreewald) und Umgebung e.V. und die Touristinformation des Amtes Burg (Spreewald) das Fontane-Jahr mit dem Aufruf: »FontaneZeitliches? Wecke den Entdecker in Dir! Sei FontaneZeitEntdecker.«

Diese besondere Spurensuche über die Lebenszeit will die Neugier auf das Werk des berühmten Brandenburgers wecken. »Wir sind sehr gespannt, was alles entdeckt wird. Den Kontakt zu Fontane herzustellen und ihn zu verstehen wird besonders auch für junge Menschen gelingen, wenn greifbare Ausgangspunkte geschaffen werden können«, davon ist Christine Clausing, Vorsitzende des Tourismusvereins überzeugt. »FontaneZeitEntdecker« kann jeder werden, der in Burg und Umgebung etwas aus dem 19. Jahrhundert auffindet, vielleicht ein Gebäude, eine Brücke, eine Kaffeetasse oder auch ein Buch – eben Dinge aus seiner Zeit entdeckt.

Kampagne startet am 30. März

Am 30. März startet die Kampagne und lädt unkompliziert zum Mitmachen ein: Auf der Facebook-Seite von Burg (Spreewald) kann das Entdeckte (Fotos und Textinfo) dann veröffentlicht werden und es gibt unter allen Entdeckern Preise zu gewinnen.

»Wir bereiten zahlreiche Aktivitäten ab März vor, darunter das Finale unserer ›FontaneZeitEntdecker‹-Aktion am 7. September im Waldhotel Eiche. Es wird ein außergewöhnliches Highlight mit dem international bekannten Künstler Jim Avignon und zugleich unser Beitrag zur aquamediale 2019. Zudem werden wir einen weiteren besonderen Gast haben: Die Berliner Kunsthistorikerin Dr. Heide Rezepa-Zabel, bekannt auch als Expertin aus der ZDF-Sendereihe ›Bares für Rares‹. Sie hilft uns dabei, einige ausgewählte fontanezeitliche Fundstücke einzuordnen. Darauf freuen wir uns sehr. Unser Ziel ist es, mit dem kreativen Herangehen bis in die Hauptstadt Aufmerksamkeit zu erregen«, sagt Nicole Schlenger, Leiterin Tourismus des Amtes Burg (Spreewald).

Fontane auf dem Kahn

Jim Avignon hat bereits begonnen und schuf eine Figur, die alle Aktivitäten von Burg (Spreewald) begleiten wird: Fontane auf dem Kahn mit der Feder als Rudel und einem Buch »reist« bereits auf der Homepage durchs Bild. »Ich war davon fasziniert, Fontane auf seiner Reise von Berlin in den Spreewald zu folgen und mich dabei von seinen Motiven künstlerisch inspirieren zu lassen«, so Jim Avignon, der zum Finale erstmals auf einem Spreewaldkahn arbeiten wird: ein »Fließendes Atelier« im Spreewald. In einem Triptychon wird er Entdecktes aufgreifen und künstlerisch verarbeiten. Der bekannte Maler, Musiker, Illustrator und Konzeptkünstler war zuletzt jahrelang in New York tätig und arbeitet gegenwärtig wieder in Berlin. Bekannt wurde Avignon unter anderem mit seinem Bild an der Mauer der East Side Gallery in Berlin.

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U18-Wahl: Grüne und AfD vorn

Sachsen. Kinder und Jugendliche haben am 17. Mai bei der bundesweiten U18-Wahl deutlich gemacht, wie aus ihrer Sicht die Europawahl in Deutschland ausgehen soll. Bündnis 90/Die Grünen stelle mit 28,9 % den klaren Wahlsieger vor SPD (15 %) und CDU (12,7 %). Die Linke (7 %) und die AfD (6,7 %) liegen etwa gleichauf, es folgt mit 5,5 Prozent die FDP, die übrigen Stimmen verteilen sich auf zahlreiche kleinere Parteien. In Sachsen stellen nach Willen der Kinder und Jugendlichen Bündnis 90/ Die Grünen mit 18,1 % die stärkste Kraft. An zweiter Stelle rangiert die AfD mit 14,4 % der Stimmen. Die Linke (9,8 %), SPD (8,4 %) und CDU (8 %) liegen dicht beieinander. Mehr als 5 % erreichten Die PARTEI (7,1 %), Die Tierschutzpartei mit 6 % und die FDP mit 5,7 %. Mit insgesamt 16% komplettieren diverse andere Parteien den breiten Fächer des jugendlichen politischen Spektrums. Eine Woche vor der Europawahl ist das Ergebnis der Jugendwahl ein Signal sowohl an Politik als auch die anderen Generationen. Kinder und Jugendliche wählen bundesweit mehr pro-europäische Parteien. In Sachsen ist die euro-skeptische Perspektive deutlich ausgeprägter, bleibt aber dennoch hinter den Umfrageergebnissen der Erwachsenen zurück. Junge Menschen geben in der Mehrzahl denen eine Stimme, die Umweltschutz und konkrete Maßnahmen gegen den Klimawandel zur entscheidenden Frage machen, #fridaysforfuture gab darauf im Vorfeld deutliche Hinweise. Auch die Unzufriedenheit mit einer europäischen Urheberrechtsreform, die jugendliche Lebenswelten stark berührt, scheint sich im Wahlergebnis widerzuspiegeln. In Sachsen haben am 17. Mai 2.459 Kinder und Jugendliche abgestimmt. In Jugendtreffs, auf Spiel- und Marktplätzen oder in Schulen wurden von Kindern und Jugendlichen insgesamt 53 Wahllokale selbst organisiert. "Das große Interesse an der U18 Europa-Wahl und den Materialien im Vorfeld zeigt mir vor allem deutlich, dass junge Menschen, sich mit Politik und Parteien auseinandersetzen und wir ihnen die Wahlentscheidung ab dem 14 Lebensjahr übertragen können,“ kommentiert Jan Witza, Vorsitzender des Kinder- und Jugendring Sachsen. „Zweite wichtige Erkenntnis: Jugendliche wählen Pluralismus, das zeigt das überaus breite Spektrum von Parteien, die Stimmen der jungen Menschen erhalten haben.“Kinder und Jugendliche haben am 17. Mai bei der bundesweiten U18-Wahl deutlich gemacht, wie aus ihrer Sicht die Europawahl in Deutschland ausgehen soll. Bündnis 90/Die Grünen stelle mit 28,9 % den klaren Wahlsieger vor SPD (15 %) und CDU (12,7 %).…

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