Mikroorganismen trainieren für mehr Abwasser

Schwarze Pumpe. Der Industriepark Schwarze Pumpe ist mit über 125 Unternehmen und mehr als 5.000 Beschäftigten eines der wichtigsten industriellen Zentren der Lausitz. Im Herbst wird hier in Sachen Infrastruktur ein wesentlicher Schritt vollzogen sein. Der erhebliche Ausbau der Abwasserbehandlungsanlage 2 (ABA 2) ist dann abgeschlossen. Notwendig ist das durch die steigenden Anforderungen der im Industriepark ansässigen Unternehmen. Allein die Inbetriebnahme der zweiten Papiermaschine bei Hamburger- Rieger fordert schon eine Leistungserweiterung. Die ABA reinigt Sozial- und Sanitärabwasser sowie Industrieabwasser. „Wir sprechen hier in erster Linie von Hochlastreinigung im Rahmen einer bedarfsgerechten Infrastruktur“, informiert Roland Peine, technischer Geschäftsführer der ASG Spremberg GmbH. „Abgereinigt muss hier unter anderem besonders dickes, hochbefrachtetes Abwasser, zum Beispiel Faserschlamm, der bei der Aufbereitung von Altpapier entsteht.“ Die Reinigungsstraße funktioniere anaerobisch, erklärt der Industriepark-Manager. Das heißt, es werden Mikroorganismen eingesetzt. Die erweiterte Anlage werde nun allmählich hochgefahren. „Das ist nötig“, so Roland Peine, „weil die Kleinstlebewesen trainiert werden müssen, um sich an die höhere Anforderungen anpassen zu können.“ Das Ausmaß der Erweiterung der ABA 2 im Industriepark zeigt sich im Vergleich – die Anlage wird dann so leistungsfähig sein, dass das Abwasseraufkommen für eine Großstadt wie Dresden bewältigt werden könnte. Roland Peine: „Wer von der Ansiedlung neuer Unternehmen im Prozess des Strukturwandels spricht, muss auch die Voraussetzungen dafür schaffen.“ Ebenfalls im Bau befindet sich ein neues Wasserwerk, welches Ende des Jahres in Betrieb gehen soll. Es wird Industriewasser mit einer Leistung von bis zu 15.000 Kubikmeter pro Tag zur Verfügung stellen können. Der Industriepark Schwarze Pumpe ist mit über 125 Unternehmen und mehr als 5.000 Beschäftigten eines der wichtigsten industriellen Zentren der Lausitz. Im Herbst wird hier in Sachen Infrastruktur ein wesentlicher Schritt vollzogen sein. Der…

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I-Marke für weitere drei Jahre

Burg (Spreewald). Der Deutsche Tourismusverband hat die Touristinformation Burg im Spreewald erneut mit der I-Marke ausgezeichnet und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das Ergebnis »sehr gut« bescheinigt. Die I-Marke ist ein Qualitätszeichen, dass erst nach einer strengen Zertifizierung genutzt werden darf. Neben der Erfüllung von Mindestkriterien (Öffnungszeiten, Weiterbildungen etc.) muss man einen Mystery-Check bestehen. Bereits Anfang des Jahres hatte eine Prüferin des Deutschen Tourismusverbandes das Burger Haus des Gastes besucht. Für die Touristinformation gab es 95 von 100 Prozentpunkten. »Das ist ein tolles Ergebnis. Wir haben uns damit sogar noch leicht gegenüber dem Ergebnis vor drei Jahren verbessert«, freut sich Nicole Schlenger. Der Landes- und Bundesdurchschnitt liegt bei 80 %. Die Auswertung gibt aber auch Hinweise, welche Verbesserungen noch vorgenommen werden können. So ist die nicht mehr zeitgemäße Innenausstattung ein Thema, an dem aber bereits gearbeitet wird. Der digitale Wandel ist ein Megatrend mit erheblichen Auswirkungen auf den Tourismussektor, dem sich auch die Burger Touristinformation stellt und sich zukunftsorientiert ausrichtet. Angefangen mit kostenfreiem WLAN im Innen- und Außenbereich, wurden nun zwei digitale Touchpoints angeschafft, also zwei interaktive Informationspunkte. Die Geräte dienen Gästen der Inspiration und Information. Sie können sich Radtouren direkt aufs Handy laden und somit auch navigieren. Es werden Tipps zu Veranstaltungen, gastronomischen Einrichtungen, aber auch zu anderen Ausflugszielen gegeben. »Ein großer Vorteil ist, dass die Informationen auch außerhalb der Öffnungszeiten unserer Touristinformation verfügbar sind«, erklärt Nicole Schlenger. Diese Software #MeinSpreewald steht auch anderen touristischen Partnern zur Verfügung. Auch die Internetseite www.BurgimSpreewald.de erstrahlt in neuem Glanz. Die Homepage wurde überarbeitet, hat ein neues Layout bekommen und wurde entsprechend der neuen technischen Anforderungen programmiert.Der Deutsche Tourismusverband hat die Touristinformation Burg im Spreewald erneut mit der I-Marke ausgezeichnet und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das Ergebnis »sehr gut« bescheinigt. Die I-Marke ist ein Qualitätszeichen, dass erst nach einer…

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Aufruf zum Ideenwettbewerb Kulturelle Heimat Lausitz

Südbrandenburg. Der Strukturwandel der Lausitz ist auch ein kultureller Wandel. In einem ersten Schritt schreibt deshalb das brandenburgische Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur (MWFK) einen Ideenwettbewerb unter dem Titel »Kulturelle Heimat Lausitz« aus. Damit sollen im Rahmen des Sofortprogramms der Bunderegierung zur Stärkung der Braunkohleregionen die Kunst- und Kulturakteure in der Lausitz unterstützt und erste Zukunftsperspektiven entwickelt werden. Mit dem Förderprogramm »Ideenwettbewerb Kulturelle Heimat Lausitz« sollen in den Jahren 2020 bis 2021 Kulturprojekte und Kulturprojektideen gefördert werden, die auf eine mittel- und langfristige Strukturentwicklung der Lausitz-Kulturen gerichtet sind. Gefördert werden sollen daher insbesondere solche Vorhaben und Ideen, die landkreisübergreifend angelegt sind, die Vernetzung verbessern und die Sichtbarkeit der Lausitzer Kulturlandschaft befördern. Das Förderprogramm ist für alle Sparten und Themen der Kultur offen. Außerdem sind ausdrücklich auch spartenübergreifende und interdisziplinäre Projekte willkommen. Es können Anträge mit einem Förderbedarf von 2 000 bis maximal 150 000 Euro eingereicht werden. Der ausgefüllte und unterschriebene Antrag inklusive aller Anlagen ist bis zum 14. August 2020, 18 Uhr, per E-Mail an kontakt@kulturwettbewerb-lausitz.de zu senden. Zusätzlich sind die Unterlagen bis 14. August 2020 (Poststempel) an folgende Adresse zu senden: IBA-Studierhaus Lausitzer Seenland e.V., Kulturwettbewerb, Seestraße 84-86, 01983 GroßräschenDer Strukturwandel der Lausitz ist auch ein kultureller Wandel. In einem ersten Schritt schreibt deshalb das brandenburgische Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur (MWFK) einen Ideenwettbewerb unter dem Titel »Kulturelle Heimat Lausitz«…

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Kultureller Verlust für Spremberg

Spremberg. Die Stadt Spremberg sieht es als großen kulturellen Verlust für Spremberg an, das beliebte Heimatfest im Jahr 2020 aufgrund der Corona-Pandemie und den erlassenen rechtlichen Rahmenbedingungen nicht stattfinden zu lassen. Zusätzlich haben die von der Absage des Heimatfestes betroffenen Partner mit wirtschaftlichen Folgen zu kämpfen. Durch den zuständigen Kulturbereich der Stadt Spremberg wurde allen bereits vertraglich gebundenen Partnern ein Angebot für das Heimatfest im Jahr 2021 unterbreitet, welches auch von allen angenommen wurde und somit eine Geltendmachung von finanziellen Forderungen wegen unterlassener Vertragserfüllung nicht zum Tragen kommt. Die Kosten für die Durchführung der Heimatfeste beliefen sich in den letzten Jahren zwischen 127 000 bis 136 000 Euro und im vergangenen Jahr aufgrund zusätzlicher Höhepunkte und allgemeiner Preissteigerungen in verschiedenen Bereichen der Veranstaltungsorganisation sogar auf 183 000 Euro, die durch die zu verzeichnenden Einnahmen für das Heimatfest immer nur teilweise gedeckt werden können. Bei jährlichen Einnahmen in Höhe von etwa 70 000 bis 75 000 Euro entsteht ein Defizit zwischen den Einnahmen und den Ausgaben, welches aus dem Haushalt der Stadt Spremberg mit einem nicht unerheblichen Zuschuss gedeckt werden muss. Die Aufwendungen für die Vorbereitung und Durchführung des Heimatfestes müssen in diesem Jahr nicht erbracht und somit nicht aus dem städtischen Haushalt finanziert werden. Daher sind im Jahr 2020 ausnahmsweise keine Ausgaben seitens der Stadt Spremberg zu tätigen. Dies ist auch nachvollziehbar, da ein Fest in der Größenordnung, wie das Spremberger Heimatfest, das schon seit Jahren eintrittsfrei für alle Besucher angeboten wird, nicht kostendeckend durchgeführt werden kann, ohne dass die Besucher zur Kasse gebeten würden. Und das soll auch künftig so bleiben, um jedermann die Teilhabe am kulturellen Leben zu ermöglichen.Die Stadt Spremberg sieht es als großen kulturellen Verlust für Spremberg an, das beliebte Heimatfest im Jahr 2020 aufgrund der Corona-Pandemie und den erlassenen rechtlichen Rahmenbedingungen nicht stattfinden zu lassen. Zusätzlich haben die von der…

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