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Seenland vergoldet Barrierefreiheit

Senftenberg. Touristische Angebote sollten für alle Zielgruppen barrierefrei sein. Wo das im Lausitzer Seenland am besten zutrifft steht jetzt in einer Broschüre, die mit dem »Goldenen Rollstuhl« ausgezeichnet wurde.

Damit reiht sich das Lausitzer Seenland in namenhafte Titelträger wie etwa der Alpenregion Tegernsee-Schliersee (2018), der belgischen Nordseeküste (2016) und Ostfriesland (2015) ein. »Es ist ein Preis für alle, die sich diesem Thema stellen und für uns ein Zeichen, dass unsere Bemühungen zur Barrierefreiheit wahrgenommen werden. Gleichzeitig ist es Motivation, daran weiterzuarbeiten«, sagt Kathrin Winkler, Geschäftsführerin Tourismusverband Lausitzer Seenland e.V.. Die Ehrung erfolgte während der Reisemesse CMT in Stuttgart durch den ABS - Zentrum selbstbestimmt Leben e.V.. Der Stuttgarter Verein ehrt hiermit besonders herausragende barrierefreie Reiseangebote.

64 Seiten gebündelte Informationen

Wie Winkler informiert, sind Touristen mit Handicaps eine bedeutende Zielgruppe. Sie würden gern reisen und seien bevorzugt außerhalb der Hochsaison unterwegs. Jedoch würden sie viel mehr Zeit für die Vorbereitungen benötigen. »Als Betroffene muss man sich touristische Angebote sehr genau und aus einem anderen Blickwinkel anschauen. Diese Broschüre erleichtert das, denn sie gibt einen Einblick, was einen erwartet«, erzählt Marei Tuppatsch, Mitglied der Arbeitsgruppe Barrierefrei des Tourismusverbandes Lausitzer Seenland e.V. und Urlaubstesterin für die erstmals veröffentlichte Broschüre »Lausitzer Seenland - Barrierefrei reisen«. Darin präsentiert sich die Urlaubsregion auf 64 Seiten mit Erlebnisberichten und Ausflugstipps sowie detaillierten und geprüften Informationen zu 120 Unterkünften, Restaurants, Freizeitangeboten und Urlaubsarrangements. Das Projekt wurde durch die Lausitzer Seenland Stiftung gefördert und mit Unterstützung des Blinden- und Sehbehinderten Verband Brandenburg e.V. Bezirksgruppe Senftenberg umgesetzt.

Verschiedene Zielgruppen im Blick

Wie Kathrin Winkler sagt, ist die Broschüre auch eine gute Hilfe für mobilitätseingeschränkte Senioren - etwa mit Rollator - oder für Familien mit Kinderwagen. Barrierefreiheit sei für viele Zielgruppen ein wichtiges Thema. Deshalb sollten sich noch viel mehr touritische Leistungsträger diesem Thema annehmen. Marei Tuppatsch ergänzt: »Leider wird in Deutschland immer noch viel zu oft zwischen normalen und barrierefreien Tourismus getrennt. Die größte Barriere liegt also im Kopf.« Laut Kathrin Winkler sollten Ausschreibungstexte gleich barrierefrei gedacht werden: »Wir sollten hier im Seenland mit den vielen Neubauten dies als große Chance betrachten.« Manfred Müller aus dem Blinden- und Sehbehinderten Verband Brandenburg e.V., Bezirksgruppe Senftenberg, kritisiert hierbei, dass zu oft immer erst bei Fertigstellung eines Objektes der Rat von entsprechenden Fachleuten hinzugezogen werde: »Sie sollten bereits in die Planungen mit einbezogen werden. Dann klappt das besser mit der Barrierefreiheit.«

Selbstbestimmtes Leben unterstützen

Die »vergoldete« Broschüre sei sehr wertvoll. »Sie unterstützt das selbstbestimmte Leben von Betroffenen«, sagt Manfred Müller. Wie er berichtet, soll in diesem Jahr ergänzend eine CD der Broschüre im DAISY-Format herauskommen. Die spezielle Technologie ermöglicht es, wie in einem Buch zu blättern. Zudem sollen weitere Wegebeschreibungen zum Hören entwickelt werden. »Dr. Peter und Hedwig Fritsch aus Großräschen sprechen dafür die Wegebeschreibungen ein. Diese soll es dann zum Herunterladen im Internet geben«, sagt Müller.

• »Lausitzer Seenland - Barrierefrei reisen« gibt es in einer Auflage von 20?000 Stück und ist etwa in Touristinformationen sowie in Kliniken erhältlich. Zudem kann sie unter www.lausitzerseenland.de bestellt und heruntergeladen werden.

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St. Joseph-Stift: Baby Nr. 1000 ist da

Dresden. Charlotte Mara heißt das diesjährige Jubiläumsbaby, das am 16. August punkt 20.44 Uhr als Geburt Nr. 1000 in die 2019-er Statistik des St. Joseph-Stifts eingehen wird. Die Kleine brachte bei der Geburt 3.555 Gramm auf die Waage, war 52 Zentimeter groß und ist bereits das dritte Kind seiner Eltern. Die kommen eigentlich aus Riesa, haben sich aber ganz bewusst für die Entbindung in dem Dresdner Krankenhaus entschieden. „Die Erfahrungen bei den Geburten meiner ersten beiden Kinder in einer anderen Klinik waren leider nicht so positiv. Deshalb bin ich auf die Suche gegangen. Aufgrund der Beckenendlage von Charlotte Mara habe ich mich im St. Joseph-Stift beraten lassen und war sofort überzeugt. Das Personal, das ruhige Arbeiten ohne Hektik und Stress haben mir ein sehr sicheres Gefühl gegeben. Auch dass man hier auf das Stillen und den Bindungsaufbau von Mutter und Kind so viel Wert legt, das ist etwas Besonderes, das findet man nicht überall", begründet die frischgebackene Mama Stefanie.   Im St. Joseph-Stift, das seit 2011 nach den Kriterien von WHO und UNICEF als "Babyfreundliche Geburtsklinik" zertifiziert ist, gibt es  nicht nur ärztlich und pflegerisch, sondern auch räumlich beste Voraussetzungen für Entbindungen:  Drei Kreißsäle, ein Entbindungsraum für Wassergeburten, Wehenzimmer, ein OP-Saal für Kaiserschnittentbindungen sowie wohnliche Ein- und Zweibettzimmer, die auch als Familienzimmer genutzt werden. Das ganzheitliche Betreuungskonzept kommt bei den Dresdnern gut an: Im vergangenen Rekordjahr kamen 1.678 Neugeborene im St. Joseph-Stift zur Welt. In diesem Jahr waren es per 16. August schon 523 Jungen und 479 Mädchen, darunter zwei Zwillingsgeburten (deshalb 1.002 Kinder).Charlotte Mara heißt das diesjährige Jubiläumsbaby, das am 16. August punkt 20.44 Uhr als Geburt Nr. 1000 in die 2019-er Statistik des St. Joseph-Stifts eingehen wird. Die Kleine brachte bei der Geburt 3.555 Gramm auf die Waage, war 52 Zentimeter…

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