Peter Aswendt

Rohrbruch und Premierensieg beim 20. Budenzauber

Senftenberg. Zum Sparkassentraditionsturnier des FSV Glückauf Brieske/Senftenberg waren jetzt wieder große Namen aus der Fußballwelt auf dem Kunstrasen in der Niederlausitzhalle zu bestaunen. Von den zahlreichen Helfern wieder optimal vorbereitet, erlebten die 47. Hallenturniere, die noch bis zum 19. Januar stattfinden, mit dem Traditionsturnier ihren ersten Höhepunkt.

Zur 20. Auflage des Fußballfestes traten neun Mannschaften in drei Gruppen an. Im ersten Spiel ihrer Gruppe legten die Briesker Knappen mit einem 2:1-Sieg gegen Union Berlin den Grundstein für eine gute Platzierung im Turnier. Die Titelverteidiger des letztjährigen Turniers, die tschechische Nationalelf, begann gegen den Hamburger Sportverein mit einem Fehlstart und unterlag 1:2. Turnierneuling Wismut Aue stellte gegen die Briesker Knappen im ersten Spiel klar, wer der Hausherr ist und gewann mit 5:2 ihr Auftaktspiel. Kein Wunder, den Namen wie Marco Kurth, Enrico Kern oder Skerdilaid Curri können auf eine erfolgreiche Bundesligakarriere zurückblicken.

Piplica im Tor

Ebenfalls neu beim Senftenberger Budenzauber war die Bundesliga Auswahl Ost, die mit Tomislav Piplica im Tor, einen Publikumsliebling der vergangenen Fußballzeit in ihren Reihen hatte. Neben dem Torwartrecken vergangener Zeiten stand Dariusz Wosz, Daniel Ziebig und Detlef Irrgang mit der Auswahl Ost auf dem Platz. Trotz großer Namen verpasste die Auswahl mit Turnierrang vier das Podest knapp. Im hochklassigen Endspiel trafen die DDR-Oberligalegenden von Wismut Aue und Dynamo Dresden aufeinander. Die Wismut-Elf setzte sich in letzter Minute mit einem 2:1-Sieg gegen Schwarz-Gelben aus Dresden durch und gewannen somit gleich beim Premierenauftritt das 20. Traditionsturnier des FSV Glückauf.

Wechselbad der Gefühle

Für FSV-Präsident Herbert Tänzer begann das Turnier mit einem Wechselbad der Gefühle: „Wir hatten am Vormittag einen Rohrbruch und somit kein Wasser in der Toilette. Wir standen kurz vor der Absage, aber durch die schnelle Hilfe vom WAL-betreib konnte der Schaden behoben werden“, schnaufte er kurz durch. Auch das kleine Terminchaos des Wochenendes konnte den FSV-Präsidenten nicht aus der Ruhe bringen: „Wir werden unsererseits auf andere Veranstalter zugehen, um Terminüberschneidungen im nächsten Jahr zu vermeiden“, so sein Fazit aus dem Veranstaltungswochenende. Dass wieder mehr als 1000 Zuschauer zum Traditionsturnier in der Niederlausitzhalle waren, freut ihn natürlich: „Es ist unheimlich schwer, das Niveau jedes Jahr zu halten. Wir freuen uns, dass zum 20. Traditionsturnier das Konzept mit der DDR-Oberliga-Nostalgie aufging“, zeigt sich Tänzer zufrieden.

Weiterer Höhepunkt

Mit dem Wasserverband Hallenmasters der Herren am Samstag, 18. Januar, ab 15 Uhr, steht ein weiteres Highlight auf dem Programm der Hallenturniere. „Wir haben erstmals zwölf Mannschaften aus dem Südbrandenburger Fußball dabei, das zeigt, dass die Qualität unserer Turniere Anerkennung finden“, freut sich Herbert Tänzer auf das nächste Fußballfest am kommenden Wochenende.

Weitere Termine zum 47. Hallenturnier

• Freitag, 17. Januar, 18 Uhr, Cup der Frauenmannschaft

• Samstag, 18. Januar, 9.30 Uhr, Winter-Cup FSV C2-Junioren

• Samstag, 18. Januar, 15 Uhr, Masters der Herrenmannschaften

• Sonntag, 19. Januar, 9 Uhr, Winter-Cup FSV C1-Junioren

• Sonntag, 19. Januar, 14 Uhr, Winter-Cup A-Junioren

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