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„Radeln nach Zahlen“: Tourenplanung in OSL wird kinderleicht

Oberspreewald-Lausitz. Sie sind rot, rund und werden in Windeseile die Herzen der Radfahrer im Landkreis Oberspreewald-Lausitz (OSL) erobern: Gemeint sind die auffälligen Metalltafeln, die derzeit an den Wegweisern entlang der Radwege in OSL befestigt werden. Die sogenannten Knotenpunkte helfen Radwanderern künftig dabei, ihre Touren schnell, einfach und individuell zu planen.

Das Prinzip ist simpel: Die Touristen radeln „nach Zahlen“ von Knoten zu Knoten. Am oberen Ende eines Wegweisers verrät eine gut sichtbare Zahl auf rotem Untergrund dem Radfahrer, an welchem Knotenpunkt er sich befindet. Unter den Zielangaben befinden sich Verweise zu den umliegenden Knoten. Alle Punkte sind zudem auf einer Übersichtskarte eingezeichnet, die sich ebenfalls am Schild befindet.

Bis Saison 2020 soll neue System stehen
 
Die ersten Schilder sind bereits entlang der Radwege um Altdöbern und Großräschen montiert. Den Abschluss bilden die Radwege um Vetschau/Spreewald und Lübbenau/Spreewald. Insgesamt wird es in OSL 120 Knotenpunkte geben. Bis zum Saisonstart im April 2020 sollen die Arbeiten fertiggestellt sein, heißt es aus der Kreisverwaltung.
 
Etwa 110.00 Euro Investitionssumme umfasst das Projekt. 90 Prozent davon stammen aus der Förderrichtlinie „GRW – Ausbau der wirtschaftsnahen kommunalen Infrastruktur“ des Landes Brandenburg, der Rest entfällt auf die Kommunen und den Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg als Baulastträger der Wege. Der Landkreis als Fördermittelempfänger koordiniert die Umsetzung des Projektes. Auftragnehmer ist die Graphische Werkstatt Neustrelitz GmbH.

Neue Karte und neuer Plan
 
Parallel werden auch die Radwanderkarte sowie der Radwegeübersichtsplan für den Landkreis OSL entsprechend überarbeitet. Diese werden ebenfalls zu Saisonbeginn in den Touristinformationen ausgelegt und können auf der Landkreisseite eingesehen werden.

Neben dem Landkreis OSL setzen derzeit auch die Landkreise Elbe-Elster, SpreeNeiße, Dahme-Spreewald und die Stadt Cottbus die Knotenpunktwegweisung um. Das System funktioniert somit auch landkreisübergreifend und eröffnet eine Vielzahl individuell planbarerer Touren. Geplant ist auch hier eine Fertigstellung bis zur Saison 2020.
 
Seinen Ursprung hatte die knotenpunktbezogene Wegweisung 1995 im belgischen Limburg. Später breitete sich die Idee in die Niederlande und auch nach Deutschland aus. 

System bereits am Start
 
In Brandenburg existiert das System bereits in mehreren Tourismusregionen im Norden und Westen des Landes. Diese decken große Teile der Landkreise Prignitz, Barnim, Havelland, Ostprignitz-Ruppin und Oberhavel ab. Den Anfang machte 2012 die Region Prignitz. 
 
Neben den Landkreisen im Süden Brandenburgs und der Stadt Cottbus arbeitet derzeit auch die Uckermark an der Umsetzung.

11 Millionen-Projekt
 
Der Landkreis OSL ist mit knapp 600 Kilometern Radwegen eine attraktive Fahrradregion. Neben den Knotenpunktwegweisern realisiert die Kreisverwaltung in Kooperation mit den Kommunen und dem Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg aktuell auch die Modernisierung eines großen Teils seiner Fernradwege. Bis zum geplanten Abschluss im Mai 2022 fließen rund 11 Millionen Euro in das Projekt.

(PM/Landkreis OSL)

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