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Interessen fördern und vertreten

Oberspreewald-Lausitz. Schätzungsweise 6 000 Menschen mit Migrationshintergrund leben im Landkreis Oberspreewald-Lausitz (OSL). Ihre Belange, als auch die Förderung eines guten gesellschaftlichen Miteinanders, haben die Mitglieder des Kreis-Integrationsbeirates fest im Blick.

Im Märzkreistag wurde das 7-köpfige Gremium unter Leitung der Integrationsbeauftragten der  Kreisverwaltung OSL, Kathrin Tupaj, neu bestellt. Jetzt wählten die Mitglieder Omar Kassab aus ihrer Mitte zum Vorsitzenden, berichtet OSL-Sprecherin Sarah Werner.

Der gebürtige Syrer Kassab kam 2014  nach Deutschland. Heute lebt und arbeitet der 36-jährige im Landkreis OSL. Als Wahl-Großräschener betreibt der Familienvater in der Stadt seit Juli 2017 einen eigenen Orientladen. Kurz zuvor trat er als
Mitglied dem Integrationsbeirat bei. Olga Hoffmann lautet der Name seiner Stellvertreterin. Die aus Kasachstan stammende Heilerziehungspflegerin lebt in Lübbenau. Die 44-Jährige kam vor rund 20 Jahren nach Deutschland.

Engagement in Netzwerken

Zu den weiteren Mitgliedern des Beirats zählen Irina Scheunert (Russland), Mariana Kunipatz (Malaysia) und Abdul Rhaman Kailani (Syrien). Als neue Mitglieder in der Runde kamen im März 2020 Amilcar Antonio Cubillo-Medrano (Nicaragua) und Ahmed Gamal Mohammed Hunaiber (Jemen) hinzu.

Die Mitglieder des Integrationsbeirates engagieren sich neben ihrer Tätigkeit im Gremium oft seit vielen
Jahren in örtlichen und überörtlichen Netzwerken, um Unterstützung zu geben und ein friedliches Miteinander zu gestalten. Kathrin Tupaj und der Büroleiter des Landrates, Stephan Hornak,  beglückwünschten den neu gewählten Vorsitzenden und seine Stellvertreterin am Rande der Sitzung des Integrationsbeirates zum neuen Amt und wünschten für die vor ihnen liegenden Aufgaben alles Gute.

Der Integrationsbeirat macht es sich zur Aufgabe, die Interessen der im Landkreis ansässigen Menschen, die nicht über die deutsche Staatsangehörigkeit verfügen beziehungsweise einen  Migrationshintergrund aufweisen, im Hinblick auf politische, kulturelle und soziale Belange zu fördern und zu vertreten. Die Mitglieder setzen sich aktiv für ein gutes Klima gegenseitigen Respekts und Akzeptanz ein. Sie  engagieren sich für ein gleichberechtigtes Zusammenleben von Menschen mit und ohne  Migrationshintergrund, setzen Zeichen gegen Diskriminierung und Rassismus, unterstützen die Arbeit  der Integrationsbeauftragten und beraten sie in wichtigen Angelegenheiten.

Verschiedene Veranstaltungen

In der Vergangenheit wurden verschiedenste Projekte und Veranstaltungen realisiert. Mit einer eigenen
Veranstaltung beteiligte sich der Integrationsbeirat zudem in 2019 erstmalig an der Internationalen Woche gegen Rassismus. Im Bürgerhaus Wendische Kirche in Senftenberg organisierten sie eine interaktive Lesung mit dem syrischen Journalisten, Filmemacher, Schauspieler, YouTuber und  Buchautoren Firas Al-Shater. »Auch für die neue Amtszeit gibt es bereits Ideen«, weiß Kathrin Tupaj.

Der Integrationsbeirat im Landkreis OSL existiert seit 2012. Die sieben Mitglieder werden für die Dauer von fünf Jahren, der Wahlperiode des Kreistages, durch die Kreistagsabgeordneten berufen. Seine Mitglieder arbeiten ehrenamtlich, parteipolitisch-, konfessionell- und verbandsunabhängig. Die Sitzungen des Integrationsbeirates sind öffentlich und finden in der Regel vier Mal im Jahr im  Landratsamt in Senftenberg statt.

Kontakt zum Integrationsbeirat vermittelt Kathrin Tupaj. Sie ist erreichbar per E-Mail: kathrintupaj@osl-online.de und über Telefon unter (03573) 870 1060.

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Mit Fürstin Lucie und Fürst Pückler

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