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Verweilen, schlemmen, genießen

Elsterwerda. Das Fontane-Picknick ist ein Fest mit reichlich Kultur und Kulinarik unter freiem Himmel. In seiner zweiten Runde führt es am 20. und 21. Juli zum Gärtnerhaus und Schlossensemble nach Elsterwerda.

Nach dem erfolgreichen Auftakt in Mühlberg sind nun das Gärtnerhaus und Schlossensemble in Elsterwerda am 20. und 21. Juli die Kulissen für das zweite Fontane-Picknick im Landkreis Elbe-Elster. An beiden Tagen locken reichlich Angebote von Kultur bis Kulinarik nach Elsterwerda.

„Natürlich sind möglichst viele Picknick-Gäste das A und O bei diesem Freiluftvergnügen“, sagt die Marketingkoordinatorin des Landkreises Janine Kauk.

„Wir bieten dafür kleine Paradiese mit jeweils besonderem Kulturambiente an. In lockerer und ungezwungener Atmosphäre ist die Picknickgesellschaft eingeladen, zu verweilen, zu schlemmen oder einfach den Moment zu genießen.“

Dabei begleiten werden die Gäste zum Beispiel der Barde Bernhard Klar und Robby Fuchs mit seinen Klangschalen von der Kreismusikschule „Gebrüder Graun“. Mit einer Fontane-Lesung von Iris Bernd und Poetry Slam von Franziska Wilhelm werden die beiden Tage sicher zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Fontanes Schwester Elise wird jeweils durch das Programm führen, dazu gibt es eine kleine Ausstellung mit Dorf- und Stadtporträts. Außerdem warten kulinarische Angebote des Heimatvereins Elsterwerda und Umgebung e.V., und es können regionale Weine verkostet werden.

Die Organisatoren sind sich sicher, Fontane hätte seine Freude gehabt. Aber auch die Gäste können zum Gelingen des Picknicks mit entsprechenden Zutaten beitragen.

„Mit einer originellen Kopfbedeckung zum Beispiel, hüpfenden Kindern unter einer Riesen-Seifenblase, mit Omas einzigartigem Quarkkuchen oder einem Sonntagsanzug mit Zylinder. Wir prämieren die witzigste Picknickgesellschaft“, verspricht Janine Kauk.

• Anmeldungen für das Fontane-Picknick am 20. und 21. Juli in Elsterwerda nimmt das Kulturamt des Landkreises unter kulturamt@lkee.de oder unter Telefon (03535) 465100 entgegen.

(PM/Landkreis Elbe-Elster)

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Goldschakal tappt in Fotofalle

Görlitz. Zum ersten Mal ist in Sachsen ein Goldschakal nachgewiesen worden. Das teilte das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) heute in Dresden mit. Das Tier war bereits am 30. März auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz im Landkreis Görlitz in eine Fotofalle gegangen. Jetzt liegt die offizielle Bestätigung vor, dass es sich um einen Goldschakal handelt.  Als Goldschakal identifiziert wurde das Tier vom LUPUS Institut, das im Auftrag des LfULG das Wolfsmonitoring in Sachsen durchführt. Durch Vergleichsaufnahmen vom gleichen Kamerastandort sei gut zu erkennen gewesen, dass das fotografierte Tier größer als ein Rotfuchs und kleiner als ein Wolf ist. Von der Gestalt her ist die Zuordnung zum Goldschakal sicher. Seitdem gibt es keine weiteren Hinweise auf die Anwesenheit des Tieres. Die anpassungsfähige Art besiedelt bevorzugt verbuschtes und feuchtes Gelände mit Versteckmöglichkeiten, bewohnt jedoch auch andere Lebensräume. Auf dem „Speisezettel“ des Goldschakals stehen vorwiegend kleinere Säugetiere wie Wühlmäuse und Ratten, aber auch Früchte und Aas. Das scheue Tier stellt keine Gefahr für den Menschen dar, kann jedoch ähnlich wie ein Fuchs auch ungeschützte kleinere Nutztiere töten.  Der Goldschakal ist eine besonders geschützte Tierart und im Anhang V der Europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie gelistet. Zukünftig sollen Hinweise auf den Goldschakal aufmerksam geprüft und dokumentiert werden. Das Landesumweltamt bittet die Bevölkerung, Aufnahmen aus Wildkameras, die auf den Goldschakal schließen lassen, zur Dokumentation in der Artdatenbank Sachsen zu übermitteln: E-Mail: DB-Arten.LfULG@smul.sachsen.de Homepage: https://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/natur/8048.htm Hintergrund Der Goldschakal (Canis aureus) gehört, ebenso wie Fuchs und Wolf, zur Familie der Hundeartigen. Besonders die Unterscheidung vom Wolf bedarf eines geschulten Blickes. Farblich ähnelt er dem Wolf, mit einem Einschlag ins Rötliche und einem deutlichen, hellen Kehlfleck. Insgesamt wirkt das Tier kurzbeiniger als ein Wolf. Die Schnauze ist spitzer und zierlicher als die des Wolfes. Vom Fuchs ist das Tier durch seine gedrungenere Gestalt und einen deutlich kürzeren Schwanz mit schwarzer Spitze zu unterscheiden. In Europa kommt der Goldschakal seit alters auf dem Balkan vor. Dort wurde er verfolgt und fast ausgerottet. Durch Schutzmaßnahmen erholten sich die Bestände allmählich. Besonders seit den 1960er Jahren kam es neben Vorstößen einzelner Tiere auch zu festen Ansiedlungen von Familien bis weit nach Nordwesten. Der Goldschakal siedelte sich von Bulgarien aus in Rumänien und Serbien und später in Italien, Slowenien, Österreich, Ungarn und der Slowakei wieder an. In Tschechien vermehrte sich der Goldschakal im Jahr 2018 erstmals in der Nähe von Prag auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz.  In Deutschland wurden seit 1996 einzelne Goldschakale nachgewiesen. Im Süden Brandenburgs hielt sich ein Tier zwischen 1996 und 1998 in der Braunkohlefolgelandschaft auf. Weitere Nachweise liegen aus Bayern, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein vor. Einige dieser Tiere haben Sachsen sicherlich unerkannt durchquert. Zum ersten Mal ist in Sachsen ein Goldschakal nachgewiesen worden. Das teilte das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) heute in Dresden mit. Das Tier war bereits am 30. März auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz im…

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